Besondere Japan Reisetipps für Grüntee-Fans

Reisetipps
Cédric Beer

Japan fasziniert Reisende auf der ganzen Welt: Ob die raffinierte Hochkultur, die beeindruckende Alltagskultur oder die unwiderstehliche Popkultur, das Land der aufgehenden Sonne lockt mit einmaligen Lebensgewohnheiten und einer nicht minder einmaligen Ästhetik. Speziell Grüntee- und Matchafans können sich auf ihrer Japanreise über einige beeindruckende Erlebnisse freuen.

1. Die japanische Teezeremonie erleben

Die klassische Teezeremonie ist zwar den meisten modernen Japanerinnen und Japanern vertraut, gehört aber eher weniger zum Alltag von heute. Für die meisten Landesbewohner gilt sie eher als ein elegantes, fast künstlerisches Hobby und wird sehr exklusiv zelebriert. Auch für interessierte Reisende in Japan bietet sich nicht so ohne Weiteres die Möglichkeit, den «Weg des Tees» zu erleben.

Zum Glück für uns bieten aber auch Teegeschäfte, Teeproduzenten und Tee-Schulen, oft sogar Tempel, in den Städten wie Tokyo, Kyoto oder Uji weniger formelle Teezeremonien mit vereinfachten Regeln an.

2. Romantik pur in Uji, der Stadt mit dem ältesten Teeladen Japans

Apropos Uji. Diese pittoreske Stadt, die nur etwa eine Bahnstunde von Kyoto entfernt liegt, rühmt sich, die Heimat des ältesten Teeladens des Landes zu sein.

Den Tee-Fans ist die Ortschaft als einer der ältesten Teeanbauorte Japans bekannt. Historische Tempel und Schreine, der zauberhafte Uji-Fluss und die grünen Teefelder laden zum Spazieren, Flanieren und zum Verkosten des regionalen Grüntees ein.

3. Der Besuch in einem der Grüntee-Museen

Wer neben der Lust auf eine Tasse Tee auch einen Wissensdurst verspürt, wird bestimmt auch den Besuch eines Grüntee-Museums geniessen.

Wir können da zum einen das Grüntee-Museum in Shizuoka empfehlen, das inmitten der Teefelder des Makinohara-Gebiets liegt. Übrigens bietet der in Makinohara gelegene Teegarten Greenpia zwischen April und Oktober das Erlebnis an, selbst Tee zu pflücken. Etwas weiter westlich in Nagoya kann man dem Geheimnis von Matcha auf die Spur kommen, und zwar im Nishio Matcha Green Tea Museum Waku Waku.

4. Teeanbau-Touren und Teegarten-Führungen

Oder wie wäre es mit einer Art Freilichtmuseum? Die Rede ist natürlich von einer Wanderung oder einer Tour durch bestimmte Teegärten. So bekommt man auch direkt einen unmittelbaren Einblick in die Grüntee-Traditionen.

Ähnlich wie es in den Weinanbaugebieten in Europa ist, bieten auch viele Teefabriken und Teegärten in den japanischen Teeanbaugebieten solche Touren an. Es ist also nicht schwer, das Passende zu finden. Orientiere dich an den bekannten japanischen Teeanbaugebieten: neben Shizuoka zählen dazu Kagoshima, Miyazaki, Kirishima, Chiran, Shibushi und Miyakonojo.

5. Etwas für Naschkatzen

Wer sie bei der Teezeremonie (oder bei einem stilecht im Café servierten Matcha) einmal erlebt, wird sich immer wieder dafür begeistern: Wagashi und Namagashi.

Diese spezielle Art von Süssigkeit besteht traditionell aus formbarem Reismehlteig mit einer Füllung aus Azukibohnenpaste. Meist sehen diese süssen Winzlinge zum Essen zu kunstvoll und zu hübsch aus. Da in der japanischen Kultur die Jahreszeiten eine grosse Rolle spielen, werden auch Wagashi in einer schier unendlichen Vielfalt und mit unterschiedlichsten Füllungen und in unterschiedlichsten Designs angeboten. Speziell Kyoto ist für diese Delikatesse bekannt.

Wer sich an die Zubereitung herantrauen möchte: Dazu gibt es, etwa direkt in Kyoto, Workshops, unter anderem von dem auf die authentische Vermittlung japanischer Traditionen spezialisierten Kursanbieter Deeper Japan und natürlich auch auf Englisch. Und zuhause besorgt man sich dann direkt ein Matcha-Set und begeistert sich und die Familie mit der im Urlaub erworbenen Kunstfertigkeit.

Über den Autor

Dieser Beitrag stammt von Cédric Beer, dem Co-Founder des Online-Teeshops für erlesene Bio-Tees.

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