Meine Tipps zu Japan!

Marlène Fernandez

Reiseberaterin

Meine Reiseberichte

Japan - Drei Kuriositäten aus dem Land der aufgehenden Sonne

Traditionelle Ryokans treffen auf moderne Bauten mit schillernden Werbetafeln. Zwischen Fast Food-Ketten gibt es hübsche Restaurants mit Köchen, die die japanischen Köstlichkeiten sorgfältig zubereiten und kunstvoll anrichten. Wo Zurückhaltung und gepflegte Umgangsformen oberstes Gebot sind, fallen etliche Menschen mit bunter und auffälliger Kleidung aus dem Rahmen. Japan ist ein Land mit verschiedenen Facetten und unzähligen Kontrasten – in unseren Breitengraden längst kein Geheimnis mehr. Japan ist aber auch ein Land mit zig Kuriositäten. Kennen Sie diese drei?

Badende Affen

Aufwändige und kultivierte Badezeremonien haben in Japan seit jeher Tradition. Diese werden aber nicht nur von den Menschen zelebriert. Vor allem in den Wintermonaten gönnen sich die in Japan weit verbreiteten Schneeaffen, sogenannte Rotgesichtsmakaken, täglich ein Bad in heissen, natürlichen Quellen; besser bekannt als «Onsen». Das Wasser darin kann sich bis zu 40°C erhitzen.

 

Kanamara Matsuri

Der Frühling ist die wohl beliebteste Reisezeit für Japan, denn die Blüten der heimischen Kirscharten stehen in voller Pracht. Traditionsgemäss wird das Kirschblütenfest Hanami gefeiert. Im Frühjahr, nämlich am ersten Sonntag im April, begehen Einheimische jeden Alters aber noch ein anderes Fest: Das «Kanamara Matsuri», zu Deutsch «Festival des stählernen Phallus». Es hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert und wird in Kawasaki, südlich von Tokyo, veranstaltet. Das männliche Glied als Symbol der Fruchtbarkeit wird gefeiert und in Form von Holzschnitzereien und Süssigkeiten bis hin zu gemalten Kunstwerken auf Flaggen und anderen skurrilen Gegenständen dargestellt.

Heidi aus Japan

Wer kennt sie nicht, die Geschichte des kleinen Mädchens aus den Bündner Bergen. Die Geschichte wurde nicht nur verfilmt oder in ein Musical verwandelt; sogar die Manga-Industrie machte davon gebrauch. Mangas sind in Japan das, was man bei uns als Comic kennt. Das witzige daran ist, das Mangas von rechts nach links gelesen, also von links nach rechts geblättert werden. Die wohl bekannteste aller Heidi-Zeichentrickserien stammt aus einem japanischen Zeichentrickfilmstudio. Das «Alpenmädchen Heidi», japanisch «Arupusu no shojo Haiji», wurde Ende der 70er-Jahre erstmals bei uns im Fernsehen ausgestrahlt und erlangte nicht nur nationale Bekanntheit. Animationsfilme werden in Japan übrigens «Anime» genannt.