Verantwortungsbewusstes Reisen – Einreisen und Ausreisen

Engagement
Die Ausbreitung nicht heimischer Pflanzen- und Tierarten in der Schweiz hat zugenommen. Umwelt, Mensch und Tier erleben Veränderungen. Reisen bewegt – und verpflichtet!
Corinna Benezé

Globetrotter setzt Fokus auf verantwortungsvolles und nachhaltiges Reisen. Darunter fallen auch die Bestimmungen der Länder hinsichtlich Ein- und Ausfuhren. Im Reiseland. Sowie in der Schweiz. PACK KEIN RISIKO EIN! warnt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) Reisende. Bereits 2016 wurde zum Schutze der Natur die «Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten» entwickelt.

Verantwortungsbewusstes Reisen beginnt beim Planen und Packen

Riesenmuscheln, Taschen aus Krokodilleder, Korallenketten, Schlangenwein und Co.: Dass man auf den faszinierenden exotischen Märkten in Asien oder in Südamerika besser die Hände von derart ungewöhnlichen Souvenirs lässt, ist modernen und aufgeklärten Reisenden, Weltenbummlern und Globetrottern klar. Nachhaltigkeit und Artenschutz sind fest im Bewusstsein verankert. Man macht sich Gedanken um die Natur. Und hat vielleicht von hohen Geldstrafen und Bussen beim Zoll gehört.

Doch manch Reisenden entgeht: Es geht viel, doch nicht ausschliesslich, um Artenschutz und den Bestand seltener Tier- und Pflanzenarten in Reiseländern. Denn mit jeder Reisebewegung können sich auch Schädlinge, Erreger, gar Krankheiten für Mensch und Tier von einem Land ins andere, von einem Kontinent auf den anderen übertragen. Sich dort unkontrolliert und übermässig ausbreiten. Einheimische Arten verdrängen. Die lokale Artenvielfalt beeinträchtigen. Die Natur schädigen.

Eingeführte Pflanzen und Tiere gefährden die Biodiversität und beeinträchtigen die Gesundheit von Mensch und Tier. Des Weiteren können sie groben wirtschaftlichen Schaden anrichten.

Djemaa el Fna

Djemaa el Fna

Marrakech

Achtung bei der Wahl von Mitbringseln und Proviant

Eine aus der Schweiz stammende Tessiner Palme im Mini-Format mag auf den ersten Blick ein kreatives und aussergewöhnliche Geschenk für den ausgewanderten Onkel fern der Heimat sein. Und eine frische Frucht von daheim hätte auf dem Flug als Snack sicherlich ihren Reiz. Doch haben diese Objekte nichts im Reisegepäck oder Transportmittel zu suchen. Geschweige denn im Reiseland.

Manch einer kennt es vom Langstreckenflug. Von der Anreise beim Reiseerlebnis Australien, nach Neuseeland oder Mexiko: Vor dem Landeanflug wird man Zeuge, wie die Flugzeugkabine ausgiebig abgesprüht wird. Stewards und Stewardessen mit Spraydosen arbeiten sich durch die Sitzreihen des Flugzeuges. Kleinstlebewesen wird die Einreise mit allen Mitteln und konsequent verweigert.

Dabei ist es nicht etwa der dreiste Gratisflug, der den kleinen blinden Passagieren versagt wird. Sondern die Tatsache, dass Insekten Erreger von Krankheiten wie Malaria, Gelb- oder Dengue-Fieber in ihrem Gepäck haben könnten. Damit stehen sie auf der Fahndungsliste oben. Zumal die kleinsten Mitreisenden immer pfiffiger werden: Der Stillstand in der Corona-Krise hat Behaglichkeit gefördert.

Verantwortungsbewusstes Reisen braucht: Eine professionelle Reiseplanung und kenntnisreiche Vorbereitung auf die Reise. Dazu ein auf Reiseland und Reiseerlebnis abgestimmtes Reisegepäck.

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Verstösse zur Einfuhr von Pflanzen und Pflanzenteilen an den Flughäfen Zürich und Genf stark erhöht. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) warnt daher:

«PACK KEINE RISIKEN EIN! Schütze dich und die Umwelt»

Seit dem 1. Januar 2020 gilt am Schweizer Zoll:

Die Einfuhr von Pflanzen, Früchten, Gemüse, Schnittblumen und Samen aus Ländern ausserhalb der EU ist verboten. Dies gilt ebenso für die Kanarischen Inseln, Ceuta, Melilla und die französischen Überseegebiete. Tiere müssen immer durch den grenztierärztlichen Dienst kontrolliert werden.

Wer ohne gültiges Pflanzengesundheitszeugnis einreist, hat nur diese zwei Optionen:
Auf die Einfuhr der Ware verzichten. Oder die – kostenpflichtige – Kontrolle durch den Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst durchlaufen.

Sei dir darüber vor dem Kauf von tierischen oder pflanzlichen Reise-Souvenirs im Klaren!

Die Gelegenheit erscheint günstig, das Nachspiel teuer

Bist du schon mal über einen Nachtmarkt in Taiwan oder einen Antiquitätenmarkt in Argentinien gebummelt? Hast grosse Augen bekommen und den Wunsch gehegt, ein ausgefallenes Andenken von deinem einzigartigen Reiseerlebnis mitzunehmen? Die Preise sind niedrig, die Waren schillernd, die Überredungskunst der Händler ausgefeilt. Zugegeben: Die Verlockung zum Kauf ist stark.

Doch was zunächst wie ein Glücksfund und eine einmalige Gelegenheit erscheinen mag, kann schon bald echte Probleme und Ernüchterung verursachen. Denn eines, meist bereits festgelegten, Tages steht die Rückreise in dein Heimatland an. Und spätestens damit werden Zollvorschriften, Regelungen und Bewilligungen der Behörden, Kosten und Möglichkeiten des Transports zum Thema.

Der verantwortungsbewusste Reisende stellt vor dem Kauf von Souvenirs Fragen: Woher stammt das Objekt? Welches Material ist verwendet? Steht das Reise-Souvenir auf der Artenschutz-Liste?

Tipp zu Reise-Souvenirs

Bewilligung – bewilligungsfrei – verboten?

Der Souvenir-Ratgeber von WWF und BLV gibt Reisenden Auskünfte, was als Reiseerinnerung und Mitbringsel taugt, und was auf keinen Fall ins Gepäck gehört.

Mehr erfahren

Rechtzeitig beim Zoll informieren

Ob historische Objekte, kulturell bedeutsame Schriften und Bücher, aufregend erscheinende Dokumente, antike Münzen oder seltene Kunstgegenstände: Reisende, die einen Kauf solcher ausgefallenen Dinge planen, sollten sich vor dem Erwerb, spätestens vor der Ausfuhr, unbedingt bei den zuständigen Zollbehörden des Landes sowie den Schweizer Zollbehörden informieren.

Die Zeiten, in denen Weltenbummler allerorts ihre Privatsammlung aufstockten und unbeschwert und unbedacht wertvolle ethnographische Kunst von ihren Reisen rund um den Globus mit in die Heimat brachten, sind nämlich lange schon vorbei. Für die Ein- und Ausreise in Länder gelten klar festgelegte Regeln, die sich online einsehen oder telefonisch bei den Behörden erfragen lassen.

«Frage zu Einreisebestimmungen? Was du für dein persönliches Reiseerlebnis benötigst, welches Visum zu beantragen ist, das erklären wir dir gerne.»
Lena Felber
Reiseberaterin
Mehr über Lena erfahren

Worauf Reisende generell achten können

Artenschutz und Einfuhrbestimmungen sind beim verantwortungsbewussten und nachhaltigen Reisen ein wichtiges Thema. Globetrotter liefert dir auch hierzu Informationen aus erster Hand. Und dennoch: Deine Eigenverantwortung ist gefragt und unverzichtbar. Denn die Welt ändert sich laufend. Gute Beratung kann das Wissen um aktuellste Bestimmungen der Behörden nicht ersetzen.

Nachhaltiges Reisen liegt dir absolut am Herzen? Dann bist du bei uns genau richtig. Unsere Reiseerlebnisse auf allen 5 Kontinenten der Erde sind von unseren Reiseexpert*innen sorgsamst ausgearbeitet und geprüft. Persönliche Kontakte und Partner weltweit sorgen für individuelle Reisetipps. Und tiptop vernetzt zahlt sich aus: Bei Reise-Trouble ist auf unsere 24-h-Helpline Verlass.

Globetrotter & Nachhaltiges Reisen

Rücksicht – Verständigung – Fotos & mehr

Wie dir dein nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Reiseerlebnis gelingt und was dabei zählt, kannst du hier nachlesen. Oder uns direkt fragen.

Reisen bewegt! Wer mit offenen Augen reist, Mensch und Tier mit Respekt und Toleranz begegnet und die Umwelt schont, trägt dazu bei, dass unsere Welt ein bisschen besser funktioniert.

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