Norwegen: Hoher Norden im Herbst – mit Abstecher nach Spitzbergen

erlebt von
Jacqueline Holenweger Globetrotter Zug

Während zwei Wochen tauchen wir ein in die faszinierende Natur Norwegens hoch über dem Polarkreis. Wir wandern durch Landschaften, die direkt den Zeichnungen aus Märchenbüchern entsprungen sind. Wir werden von tanzenden Nordlichtern verzaubert und unternehmen einen Abstecher an den Rand der Welt: nach Spitzbergen.

Ich bin mit meiner Schwägerin unterwegs. Auch sie liebt die schroffe Natur des hohen Nordens, den Wind in den Haaren und sieht auf Wegen voller Pfützen nicht nur Regenwetter. So haben wir mehr als einen gemeinsamen Nenner und staunen immer wieder gemeinsam über die grandiosen Naturschönheiten des Hohen Nordens.

Landschaften wie aus dem Bilderbuch.

Landschaften wie aus dem Bilderbuch.

Sommaroy
  • Orte
    ab/bis Tromsø
  • Empfohlene Reisedauer
    2 Wochen
  • Transportmittel
    Mietwagen, Flugzeug, Touren
  • Unterkunft
    Hotels, Lodges

Meine Highlights

Reiseroute

  • Herbstliche Birkenwälder

    Nach der Ankunft in Tromsø übernehmen wir den Mietwagen und machen uns auf den Weg ins eine Stunde entfernte Sommarøy. Für uns beide ist der Besuch auf dieser Halbinsel nicht der erste, und die Vorfreude auf diesen wundervollen Flecken Erde ist riesig. Es ist Oktober, und die Birkenwälder leuchten in der Abendsonne in einem warmen Orange.

    Herbstliche Birkenwälder
  • Willkommen in Norwegen

    Pünktlich nach dem Nachtessen begrüssen uns auch die Nordlichter in Norwegen. Wir können unser Glück wirklich kaum fassen. Sind wir doch erst vor fünf Stunden in Tromsø gelandet, haben wir bereits ein Norwegen der Superlative erlebt: Buchten mit weissem Sand und türkisfarbenem Wasser, verschlafene Dörfer mit farbigen Häusern, die Landschaft getaucht in orangefarbene Herbsttöne und ein Nordlichterspektakel bis spät in die Nacht – bis uns fast die Augen zufallen.

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    Der Wahnsinn! Stativ und Akkus nicht vergessen.
    Willkommen in Norwegen
  • Wanderung Hillesøytoppen

    In Sommarøy gibt es drei eher einfache und kurze Wanderungen, die jedoch nicht ausgelassen werden sollten. Beim Hillesøytoppen unterstützt ein Seil dabei, den Auf- und Abstieg zu meistern. Auf dem Hillesøytoppen war ich bereits im April und nun auch im Oktober und kann euch sagen: Das Panorama ist fantastisch – egal zu welcher Jahreszeit.

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    Freiheit!
    Wanderung Hillesøytoppen
  • Anflug auf Spitzbergen

    Szenenwechsel: Spitzbergen. Ab Tromsø fliegen wir eineinhalb Stunden nordwärts, bis wir nach knapp 1000 Kilometern auf Spitzbergen stossen. Unter uns erstrecken sich die Eisfelder und Gletscher Spitzbergens – was für ein Anflug! Wir sind sehr gespannt, was uns die nächsten fünf Tage erwartet.

    Anflug auf Spitzbergen
  • Bekannte Strassentafel

    Sie bedeutet: «Vorsicht Eisbären – gilt für ganz Spitzbergen.» Ja, hier ist das Königreich der Eisbären. Mehr als die Hälfte Spitzbergens ist Schutzgebiet für den König der Arktis. Alle Aktivitäten ausserhalb der Stadt Longyearbyen werden daher von einem einheimischen Guide begleitet.

    Bekannte Strassentafel
  • Hauptstadt

    Longyearbyen, die Hauptstadt Spitzbergens mit etwa 2500 Einwohnerinnen und Einwohnern, ist sehr international. Die Schneemobile stehen überall bereit, denn bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von −6 °C könnte es jederzeit schneien.

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    Einfach ein spannender Ort.
    Hauptstadt
  • Café Huskies

    Nach ausgiebigen Erkundungstouren zieht es uns immer wieder ins heimelige Café Huskies. Ganz traditionsbewusst ziehen wir vor dem Betreten des Cafés die Schuhe aus. Im warmen Café werden wir von verschiedenen Huskys begrüsst, die sich über den Besuch von Gästen freuen. Die lokalen, selbst gemachten Kuchen und die Cookies schmecken traumhaft.

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    Sehr heimelig – wenn man Hunde mag.
    Café Huskies
  • Huskys

    Huskys gibt es ganz viele auf Spitzbergen – sie haben seit jeher eine wichtige Rolle als Arbeitstiere. Mit ihrem dicken Fell und der Fettschicht an den Pfoten sind sie perfekt an die arktischen Temperaturen angepasst. Wenn ihr eine Hundeschlittenfahrt unternehmen möchtet, erkundigt euch, welche Anbieter gut auf das Wohl der Tiere achten. Wir besuchen eine Husky-Farm und dürfen mit den Hunden spielen und kuscheln.

    Huskys
  • Und was ist das?

    Diese beiden felligen Säuger sind junge Spitzbergen-Rentiere. Sie sind die auf Spitzbergen am weitesten verbreitete Säugetierart. Die Rentiere auf Spitzbergen haben im Vergleich zu ihren Artgenossen in Norwegen deutlich kürzere Beine und rundlichere Köpfe. Im Winter kann es vorkommen, dass sie den gefrorenen Boden bis zu neun Monate lang mit ihren Hufen nicht aufkratzen können. In einem solch harten Winter können die Bestände drastisch reduziert werden.

    Und was ist das?
  • Flugzeugwrack

    Bevor auf Spitzbergen 1975 ein richtiger Flughafen gebaut wurde, landeten die Flugzeuge auf der Tundra im Adventdalen, etwa vier Kilometer ausserhalb von Longyearbyen. Das Wrack ist als Kulturdenkmal geschützt, genauso wie weitere Artefakte, Ruinen, Gräber oder Hütten, die vor 1946 auf Spitzbergen entstanden sind.

    Flugzeugwrack
  • Wandern nur mit bewaffnetem Guide

    Wer sich ausserhalb Longyearbyens bewegen will, wird stets von einem ortskundigen, bewaffneten Guide begleitet. Wir wandern zum Blomsterdalshøgda, etwas ausserhalb der Stadt. Hier sind wir mit unseren Guides und deren Huskys allein unterwegs und geniessen ein fantastisches 360°-Panorama über den Fjord bis zum Gletscher.

    Wandern nur mit bewaffnetem Guide
  • Polarfuchs

    Ok, ganz alleine sind wir auf dem Blomsterdalshøgda doch nicht. Von Weitem sehen wir ihn schon in unsere Richtung kommen. Der Wind weht wohl in die «falsche» Richtung, denn der Polarfuchs scheint uns lange Zeit gar nicht wahrzunehmen. Eine tolle Begegnung mit diesem schönen, weissen Tier.

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    Wir geniessen diese Begegnung.
    Polarfuchs
  • Ausflug mit dem Hybrid-Katamaran

    Wir entscheiden uns, mit dem Hybrid-Katamaran eine umweltfreundliche und leise Tour auf dem Isfjord zu unternehmen. Die Highlights der Tour sind die unberührte Natur, die Geisterstadt Pyramiden (eine verlassene sowjetische Bergbausiedlung) und natürlich der Eisbär, den eine Touristin entdeckt hat. Der Katamaran hat nach der bestätigten Sichtung extra nochmals umgedreht, damit wir den König der Arktis aus sicherer Distanz während einiger Minuten beobachten konnten.

    Ausflug mit dem Hybrid-Katamaran
  • Zurück in Norwegen

    Nach fünf erlebnisreichen Tagen fliegen wir zurück nach Tromsø. Dort übernehmen wir wiederum einen Mietwagen – einen Hybrid, um den Benzinverbrauch etwas zu minimieren. Unser Ziel ist die Halbinsel Senja mit ihren verwinkelten Fjordarmen sowie den schroffen und hohen Gipfeln, die gut und gerne bis 800 Meter in die Höhe ragen.

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    Elektroautos sind in Norwegen weit verbreitet – und es gibt ein gut ausgebautes Ladenetz.
    Zurück in Norwegen
  • Das Wetter im Oktober

    Wettertechnisch muss man so hoch im Norden zu jeder Jahreszeit mit allem rechnen. Auf Wanderungen haben wir die Regenkleidung immer dabei, und bei der Kleidung bewährt sich der Zwiebel-Look. Die Aktivitäten halten wir so gut wie möglich flexibel und «rennen los», wenn sich ein geeignetes Zeitfenster abzeichnet.

    Das Wetter im Oktober
  • Sicht auf den Segla

    … und das Rennen hat sich gelohnt. Wir erklimmen den Hesten und werden mit einer spektakulären Sicht auf den Segla belohnt. Diese Wanderung ist im Vergleich zu den anderen Wanderungen auf der Senja-Halbinsel moderat, das Panorama in alle Richtungen jedoch grandios. Bei den Klippen in Richtung Segla muss man schwindelfrei sein, es gibt aber auch Wege, die nicht ganz so ausgesetzt sind.

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    Was für ein Panorama!
    Sicht auf den Segla
  • Hotpot

    Nach der Anstrengung erwarten uns in der Unterkunft eine Sauna und ein Hotpot mit herrlicher Aussicht in die Natur. Wir sind unendlich dankbar, diesen wunderschönen Ort in Norwegen kennenlernen zu dürfen. Am Abend zeigen sich sogar ganz schwach die Nordlichter, doch schon bald wird die Wolkenschicht dichter, sodass wir uns in die Unterkunft zurückziehen.

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    Einfach nur herrlich!
    Hotpot
  • Unterkunft mit Aussicht

    Wir geniessen es, nach den Aktivitäten in unsere «warme Stube» zurückzukehren, einen Tee zuzubereiten, Tagebuch zu schreiben, Fotos zu sortieren und die nächsten Pläne zu besprechen. Diese Unterkunft bietet romantische Aurora-Suiten für Paare sowie Apartments mit bis zu drei Schlafzimmern, in denen sich Familien und kleine Gruppen auch selbst verpflegen können.

    Unterkunft mit Aussicht
  • Lokale Küche

    Meine Schwägerin und ich finden es toll und gemütlich, ab und zu selber kochen zu können. Genauso schätzen wir aber auch das Einkehren in ein feines Restaurant mit lokaler Küche. Oft finden wir auf der Karte regionalen Fisch oder Rentier – beides ist sehr zu empfehlen.

    Lokale Küche
  • Unterwegs mit dem Auto

    Die Strassen im hohen Norden sind oft eng und kurvig, und ab und zu gibt es auch Schlaglöcher. Wir sind durchschnittlich mit 60 km/h unterwegs. Deshalb empfiehlt es sich, eher kürzere Etappen zu planen – vor allem auch vom Herbst bis zum Frühling, wenn Schnee liegen kann.

    Unterwegs mit dem Auto
  • Regenwetter

    Sieh auf einem Weg mit Pfützen nicht nur Regenwetter, sondern entdecke das Schöne darin. Zum Beispiel die Spiegelung der Umgebung, nimm die dramatischen Wolkenbilder wahr und spüre den belebenden Wind in den Haaren. So kann es auf deiner Norwegenreise gar kein schlechtes Wetter geben.

    Regenwetter
  • Leuchtturm Lyngstuva

    Dem Wetter entsprechend wählen wir heute die einfache Küstenwanderung zum Lyngstuva, dem Leuchtturm, der an Lyngens äusserster Landzunge steht. Trotz oder gerade wegen des Regenwetters ist die Wanderung entlang der Küste mystisch und dramatisch. Mal sehen wir dicke, schwarze Regenwolken, dann öffnet sich wieder ein Loch in der Wolkendecke, durch das die Sonnenstrahlen scheinen.

    Leuchtturm Lyngstuva
  • Blavatnet

    Die Wanderung zum Blausee in den Bergen sparen wir für einen Tag mit Sonnenschein auf. Das Warten hat sich gelohnt: Es ist zwar bitterkalt, aber der Himmel mehrheitlich klar und sonnig. So kommt auch die Spiegelung des schneebedeckten Gipfels im blauen Wasser wunderbar zur Geltung.

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    Der Weg führt mehr oder weniger über ein Feld mit Geröll.
    Blavatnet
  • Nordlichter zum Abschluss

    Wir sind nun fast zwei Wochen unterwegs. Wir wurden in Norwegen mit einem Nordlichterfest empfangen und werden nun mit einem Nordlichterspektakel am zweitletzten Abend verabschiedet. Auch während unserer Reise haben wir immer wieder versucht, das Nordlicht zu sehen. Der Himmel war jedoch nicht immer klar oder das Nordlicht zeigte sich tatsächlich nicht. Zweimal sahen wir es nur kurz und ganz schwach. Es braucht also eine ganze Portion Glück, um das Nordlicht zu sehen.

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    Wir sind unglaublich dankbar, dieses faszinierende Naturphänomen erleben zu dürfen.
    Nordlichter zum Abschluss

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 2750.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • 10 Übernachtungen in Norwegen (einfaches Hotel/Lodge) ohne Mahlzeiten
  • 2x Mietwagen ab Tromsø, total 10 Tage
  • Arrangement Spitzbergen (Flüge ab/bis Tromsø, 4 Übernachtungen im Hotel, Aktivitäten wie beschrieben)

  • Flüge ab/bis Schweiz
  • Allfällige Visa
  • Mahlzeiten, Trinkgelder, persönliche Ausgaben

Angebotsnummer: 134945

Fokus Umwelt

Verantwortungsbewusst Reisen
  • Für den Transport in Norwegen haben wir uns bewusst für ein Hybrid-Auto entschieden, um den Benzinverbrauch zu verringern. Anstelle eines Benzin-Fahrzeugs kann auch ein Elektro-Fahrzeug gewählt werden. Besonders in Süd-Norwegen ist die Infrastruktur dafür vorhanden. 
  • Wir entscheiden uns dazu, mit dem Hybrid-Katamaran eine umweltfreundliche und leise Tour auf dem Isfjord zu unternehmen.
  • Wir berücksichtigen bewusst lokale Restaurants mit regionalen Speisen.
Jacqueline Holenweger

Jacqueline Holenweger

Einmal in Afrika in einem kleinen Dorf ohne Strom und fliessendes Wasser leben – meinen Kindertraum verwirklichte ich nicht auf dem Schwarzen Kontinent, sondern im ecuadorianischen Dschungel, wo ich ähnlich ursprüngliches Leben antraf. Dies während meiner ausgedehnten Weltreise, die ich von «down under» über den Pazifik nach Südamerika führte. In Quito, wo ich als Gastarbeiterin an einer Sprachschule für intensive sechs Monate Fuss fassen konnte, erreichte mich dann der Lockruf von Globetrotter. Nur schweren Herzens verliess ich die salsa-pulsierende, lebensfrohe Umgebung, habe dafür aber jetzt meinen Traumjob – in Zug.

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Wissenswertes rund um Norwegen

Beste Reisezeit

Legende:
Beste Reisezeit
Geeignete Jahreszeit
Weniger geeignete Reisezeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Norwegen x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Die allgemein beste Reisezeit für Norwegen ist zwischen Mai und September während den Sommermonaten. Während diesen Monaten sind die Temperaturen vielerorts angenehm und die Tage lang. Zu beachten gilt jedoch, dass das Klima und die Jahreszeiten in den verschiedenen Regionen des Landes stark variieren. Während im Süden der Frühling erwacht und es bereits mild ist, können im Norden und in höheren Lagen die Temperaturen noch winterlich kalt und vereinzelte Bergstrassen geschlossen sein. Für Reisen im Wohnmobil oder Campingferien und für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Bootsfahrten, Tierbeobachtungen, Angeln und zum Geniessen der Mitternachtssonne sind Juni bis August eine optimale Zeit. Gleichzeitig ist dies die touristische Hochsaison, die Preise sind hoch und Unterkünfte und Aktivitäten müssen zum Teil im Voraus gebucht werden. Wer die Nordlichter bestaunen möchte, reist am besten zwischen Dezember und Februar nach Norwegen.

Alles über Norwegen

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