Jamaika – Insel der guten Vibes

erlebt von
Naima Kleeb Globetrotter Luzern

Seit ich denken kann, habe ich von Jamaika geträumt. Diese verheissungsvolle Insel schien vieles zu vereinen, was mich fasziniert: legendäre Musik, eine spannende Kultur und Geschichte, üppige tropische Natur und traumhafte Strände. Irgendetwas hielt mich jedoch immer davon ab, die Reise tatsächlich anzutreten. Bis ich irgendwann beschloss: Jetzt reicht’s!

In meiner Arbeitskollegin Martina fand ich die perfekte Reisebegleiterin – unkompliziert, spontan und genauso begeistert von der Idee wie ich. Der Direktflug nach Montego Bay war schnell gebucht, die Vorfreude riesig.

Endlich war es so weit: Das Jamaika-Abenteuer konnte beginnen!

Sonntags-Sonnenuntergang, bevor im Dub-Club die grosse Party beginnt.

Sonntags-Sonnenuntergang, bevor im Dub-Club die grosse Party beginnt.

In den Hügeln über Kingston
  • Orte
    ab/bis Montego Bay
  • Empfohlene Reisedauer
    2,5 Wochen
  • Transportmittel
    Minivan, Grossbus, Route Taxi, UBER
  • Unterkunft
    Einfache Hotels, Guesthouses, Hostels

Reiseroute

  • Holpriger Start

    Nach einem Flug, der gefühlt nie enden wollte, landen wir spätabends in Montego Bay. Die Bilanz des Tages: ein Migräneanfall bei Martina, ein nerviger Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik und erfolglose Versuche, Bargeld aus einem Automaten zu bekommen.

    Der erste Eindruck von Jamaika? Nun ja, sagen wir so: Karibische Postkartenidylle sieht anders aus. Auf den dunklen Strassen herrscht ein wildes Durcheinander, unser Taxifahrer legt unterwegs eine wenig elegante Toilettenpause ein, und das gebuchte Hostel scheint zunächst gar kein Interesse an neuen Gästen zu haben.

    Erst nach minutenlangem Klingeln öffnet ein halbnackter, offensichtlich betrunkener Mann widerwillig das Tor. Drinnen wartet die nächste Überraschung: Aus den reservierten zwei Einzelbetten ist plötzlich ein kleines Doppelbett geworden.

    Unsere erste Nacht auf Jamaika verbringen wir deshalb eng aneinandergeklebt und tropisch verschwitzt. Das Abenteuer hat begonnen, allerdings anders als erwartet.

    Am nächsten Tag sieht die Welt glücklicherweise schon wieder ganz anders aus. Bei Sonnenschein präsentiert sich Montego Bay von seiner deutlich sympathischeren Seite. An den ganz passablen Stränden nutze ich die Gelegenheit für einen hochmotivierten Baywatch-Moment à la Pam Anderson. Der holprige Start scheint bereits vergessen …

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    Der Funke ist bei mir nicht wirklich übergesprungen. Diesen Ort würde ich künftig auslassen.
    Holpriger Start
  • On the road again

    Endlich darf ich wieder meinem liebsten Hobby frönen: mich aus dem Staub machen. Verschwinden. Abhauen. Nach ein paar Nächten in Montego Bay steigen wir in unseren ersten Minivan Richtung Negril. Die supernetten Einheimischen lotsen uns zielsicher zur richtigen Strassenecke, und schon sitzen wir mittendrin im jamaikanischen Alltag.

    Die stundenlange Fahrt wird zum ersten Highlight der Reise. Eingepfercht zwischen ständig wechselnden Mitfahrenden tuckern wir der Küste entlang. Aus den Lautsprechern dröhnt Reggae, die Dame neben mir dreht ganz selbstverständlich einen Joint, Kinder in Schuluniformen steigen ein und aus, ältere Leute mit Gehstock quetschen sich auf die freien Plätze. An jeder Ecke wird geredet, gelacht, gehandelt oder diskutiert.

    Draussen ziehen kleine Dörfer, Bars, Kirchen und bunte Häuser vorbei. Genau deswegen liebe ich das Reisen. Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern wegen dieser Momente, in denen man für ein paar Stunden Teil eines ganz anderen Alltags wird.

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    Die Bushaltestellen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Zum Glück wissen die Einheimischen genau, wo man hinmuss.
    On the road again
  • Sieben Meilen Strand, Gras und Rum Punch

    Negril gefällt mir schon einiges besser als Montego Bay. Der berühmte Seven Mile Beach macht seinem Ruf alle Ehre. Wir werfen unsere Badetücher in den Sand und geniessen das süsse Nichtstun. Ab und zu versucht jemand, uns Gras anzudrehen. Einige ältere Damen flanieren mit ihren deutlich jüngeren Toy Boys am Strand entlang. Negril ist ein grossartiger Ort zum Leutebeobachten. Wir gucken, schmunzeln und geniessen. Dazu gibt’s einen Rum Punch nach dem anderen. Das Leben kann manchmal sehr einfach sein.

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    Mein Übernachtungs- und Restauranttipp in Negril: Miss Lily's at Skylark
    Sieben Meilen Strand, Gras und Rum Punch
  • Welcome to Trench Town

    Nach ein paar Tagen am Strand wird es Zeit für eine Stadt. Kingston hat einen denkbar schlechten Ruf. Dennoch ist die jamaikanische Hauptstadt für mich seit jeher ein Sehnsuchtsort, und auf kaum einen anderen Ort der Insel bin ich so gespannt.

    Wir haben eine authentische Tour mit zwei Einheimischen gebucht, und sie wird zu einem der besten Tage unserer Reise. Dank ihres Insiderwissens und ihrer Präsenz gelangen wir an Orte, die wir alleine niemals gefunden hätten und an denen wir uns als zwei Frauen wohl auch nicht besonders wohlgefühlt hätten. So aber können wir richtig eintauchen, hinter die Kulissen blicken und ein Kingston kennenlernen, das den meisten Besucherinnen und Besuchern verborgen bleibt.

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    Welche Tour uns dieses authentische Kingston gezeigt hat? Das erzähle ich dir gerne persönlich bei einer Beratung.
    Welcome to Trench Town
  • Der Mann, der Jamaika in die Welt trug

    Kein Weg führt an ihm vorbei: Bob Nestor Marley. Der mit Abstand bekannteste Sohn der Insel, der Mann, der Jamaika in die Welt trug und dessen Musik bis heute rund um den Globus gespielt wird – mehr als die Beatles und die Stones zusammen. Als Vielreisende kann ich das aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Ein Besuch im Bob Marley Museum und im Trench Town Culture Yard (siehe Foto), wo die Karriere der Reggae-Legende ihren Anfang nahm, gehört deshalb natürlich zum guten Ton.

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    Trench Town erkundet man am besten mit dem Taxi oder einem ortskundigen Guide.
    Der Mann, der Jamaika in die Welt trug
  • Let's talk about Rastafari Culture

    Ein kleiner Einblick in die Rastafari-Kultur: Entstanden in Jamaika in den 1930er-Jahren, ist sie weit mehr als nur eine Religion oder Bewegung. Es geht um Identität, Spiritualität und die Rückverbindung zu den afrikanischen Wurzeln.

    Im Zentrum steht die Verehrung von Haile Selassie, dem ehemaligen Kaiser von Äthiopien, der von vielen Rastafaris als eine Art spirituelle Figur gesehen wird. Auf dem Foto bin ich mit dem letzten noch lebenden Mann zu sehen, der Haile Selassie persönlich getroffen hat, als dieser damals in Jamaika angekommen ist (jedenfalls wurde das behauptet).

    Rastafari ist bis heute tief in der jamaikanischen Kultur verankert und hat Musik, Sprache und Lebensgefühl weit über die Insel hinaus geprägt.

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    Viele Rastafaris leben vegetarisch oder vegan, schneiden ihre Haare nicht und tragen Dreadlocks als Ausdruck ihrer Spiritualität und Identität.
    Let's talk about Rastafari Culture
  • Let's talk about Marihuana

    Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist Gras auf der Insel tatsächlich allgegenwärtig. Vor der Reise dachte ich noch, das sei vielleicht ein bisschen ein Klischee oder übertrieben dargestellt, aber nope – ist es nicht. Schon am Morgen liegt dieser typische Duft in der Luft und begleitet einen eigentlich den ganzen Tag über.

    Was mir dabei aufgefallen ist: Konsumiert wird vor allem von Männern. Frauen habe ich nur sehr vereinzelt gesehen, wenn überhaupt. Das ist mir über die ganze Reise hinweg ziemlich deutlich aufgefallen.

    Fun Fact: Gras ist auf Jamaika nicht wirklich legal, sondern nur in kleinen Mengen entkriminalisiert. Ganz frei ist der Umgang also nicht, auch wenn es im Alltag oft so wirkt.

    Let's talk about Marihuana
  • Let's talk about Food

    Wenn man kifft, kommt irgendwann unweigerlich der Hunger oder «The Munchies», wie man auf Englisch so schön sagt. Vielleicht ist das auch ein guter Übergang, um kurz über das Essen in Jamaika zu sprechen.

    Typisch sind vor allem Jerk Chicken oder Jerk Pork, oft direkt über Feuer oder Holzkohle zubereitet und entsprechend würzig und rauchig im Geschmack. Dazu kommen Reis mit Bohnen, frittierte Snacks wie Patties oder auch verschiedene Currys, häufig mit Huhn oder Ziege.

    Ich fand das Essen insgesamt ziemlich deftig und teilweise auch sehr fettig, aber auch superlecker. Diese ehrliche Küche passt perfekt zu Jamaika.

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    Jerk Chicken ist das kulinarische Aushängeschild der Insel.
    Let's talk about Food
  • Ab in die blauen Berge!

    Es fällt mir schwer, Kingston hinter mir zu lassen, doch die Blue Mountains locken. Die bis auf rund 2200 Meter hohen Berge sind für ihren Kaffee bekannt, der von vielen als der beste der Welt bezeichnet wird. Oft liegen die Hänge in Wolken und Nebel.

    Die Anreise wird alles andere als langweilig. Über holprige Pisten, durch kleine Flüsse und entlang schmaler Wege kämpft sich unser Taxi bergauf. Es rüttelt und schüttelt ordentlich, und mehr als einmal denke ich, dass wir zu Fuss wohl kaum langsamer wären.

    Doch die Landschaft macht jede Strapaze wett. Die Ausblicke sind so beeindruckend, dass das Gerumpel schnell wieder vergessen ist.

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    Ich empfehle dir, den Transport in die Blue Mountains direkt über die Unterkunft vor Ort zu organisieren.
    Ab in die blauen Berge!
  • Jamaikanische Gastfreundschaft

    Nach der abenteuerlichen Anreise sind wir endlich bei «Mama Angela» angekommen. In ihrem Guesthouse fühlt man sich sofort wie zu Hause. Sie wohnt im Erdgeschoss, wir im ersten Stock.

    Gekocht und gegessen wird selbstverständlich auch gemeinsam im Haus, immer mit Blick auf die nebelverhangenen Blue Mountains. Und Angela hat dazu unzählige gute Tipps auf Lager, wie man sich hier oben die Zeit am besten vertreibt.

    Was mir während der Reise immer wieder auffällt: Auf Jamaika sind es oft die Frauen, die das Heft in die Hand nehmen. Ob Gastgeberin, Unternehmerin oder Familienoberhaupt – sie begegnen einem mit einer beeindruckenden Mischung aus Stärke, Selbstbewusstsein und Herzlichkeit.

    Angela's Zuhause in den Blue Mountains heisst übrigens „Jay’s Guest House II“

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    Angelas Zuhause in den Blue Mountains heisst übrigens «Jay’s Guest House II».
    Jamaikanische Gastfreundschaft
  • Dinner with a view

    So sieht ein Mittagessen bei Mama Angela aus: unkompliziert, hausgemacht und richtig gut. Und das Beste: Frühstück und Abendessen stehen ebenfalls auf dem Menü und schmecken mindestens genauso gut. Mit Blick auf die Blue Mountains schmeckt es gleich noch ein bisschen besser.

    Dinner with a view
  • Barbesuch

    Der erste Tipp von Mama Angela führt uns direkt in die kleine Dorfkneipe um die Ecke. Dort sitzt bereits am frühen Nachmittag ein charmanter Herr, der nur unter dem Namen «Liquor Tiger» bekannt ist, und widmet sich mit bemerkenswerter Ausdauer seinem Bier.

    Die lebensfrohe und schlagfertige Bartenderin nimmt das gelassen. Liquor Tiger gehört hier quasi zum Inventar und schaut jeden Tag vorbei.

    Wir vier verstehen uns auf Anhieb. Es wird über Gott und die Welt gesprochen, viel gelacht, ein wenig getanzt und natürlich auch das eine oder andere Getränk geteilt. Spätestens jetzt wird uns klar, dass wir uns nicht nur in die Insel verliebt haben, sondern vor allem in ihre Menschen. Ihre Herzlichkeit, ihr Humor und ihre ansteckende Lebensfreude machen jede Begegnung zu etwas Besonderem.

    Barbesuch
  • Schulbesuch

    Der zweite Tipp von Angela: ein kurzer Besuch in der Schule während der Mittagspause. Die Kinder sollen uns die Schweiz auf der Weltkarte zeigen, was ihnen allerdings nur bedingt gelingt. Viel spannender finden sie sowieso unsere Sonnenbrillen, die sofort ausprobiert werden.

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    Mitbringtipp für Kinder – Buntstifte kommen immer gut an!
    Schulbesuch
  • Mavis Bank Police Station

    Angelas Mann bringt uns wieder zurück in die Zivilisation, dieses Mal mit einem 4x4 und deutlich weniger holprig als auf der Hinfahrt. Ab dort sind wir wieder auf uns allein gestellt.

    Doch auf Jamaika scheint Hilfe nie weit entfernt zu sein. Sogar die Polizisten begegnen einem mit bemerkenswerter Freundlichkeit. Als wir nach einer Transportmöglichkeit suchen, ist dieser hilfsbereite Polizeihauptmann schnell zur Stelle. Innerhalb weniger Minuten organisiert er uns einen Fahrer, der uns zu unserem nächsten Ziel an der Nordostküste der Insel bringen soll.

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    Die landestypische Begrüssung lautet übrigens «Wah gwaan» und bedeutet so viel wie «Was geht ab?».
    Mavis Bank Police Station
  • Joe – unser Taxifahrer

    Das ist also Joe, unser Taxifahrer, der uns über den Polizeiposten organisiert wurde. Und was soll ich sagen: Wir haben uns inzwischen auch an das gelegentliche Kiffen und das Rumtrinken während der Fahrt gewöhnt.

    Dazu kommen die Geschichten, die sich oft ähneln, aber trotzdem jedes Mal hängen bleiben. Joe hat zum Beispiel drei Kinder von drei verschiedenen Frauen, die alle in Kanada leben. Mir war nicht bewusst, wie gross die jamaikanische Community dort ist. Offenbar leben dort mehrere Hunderttausend Menschen jamaikanischer Herkunft.

    Dass er seine Kinder seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, stimmt uns nachdenklich. Wir halten kurz inne, es wird stiller im Auto. Dann heben wir die Stimmung wieder mit einem Schluck Rum Punch.

    Joe – unser Taxifahrer
  • Portland Parish – die schönste Küste

    Warum eigentlich immer Montego Bay, Negril oder Ocho Rios? Die Nordostküste Jamaikas im Portland Parish ist für mich die schönste Ecke der Insel.

    Auch historisch hat die Gegend einiges zu bieten. Schon zur Zeit von Old Hollywood zog es bekannte Persönlichkeiten hierher, darunter Schauspieler wie Errol Flynn. Auch Ian Fleming, der Autor der James-Bond-Romane, verbrachte viel Zeit auf Jamaika und liess sich von der Insel inspirieren. Die Region hatte damals ihren ganz eigenen Glamour und zog eine internationale Prominenz an.

    Heute geht es hier deutlich ruhiger zu. Vieles wirkt ursprünglich, grün und kaum verbaut, fast ein bisschen aus der Zeit gefallen. Genau das macht den Reiz aus.

    Der schönste Strand der Region: Frenchman’s Cove. Der Eintritt ist kostenpflichtig (fast 20 US Dollar pro Tag) und für viele Einheimische entsprechend kaum erschwinglich.

    Portland Parish – die schönste Küste
  • I love «Gstrüpp»

    Ich bin eine grosse Liebhaberin von dem, was ich liebevoll «Gstrüpp» nenne: üppige, wilde Dschungelvegetation, die sich überall ihren Weg bahnt. Ich kann davon nicht genug bekommen und wähle meine Reiseziele oft genau danach aus, wie viel davon zu erwarten ist. Für mich hat das etwas Verheissungsvolles und Magisches.

    Als «Gstrüpp»-Liebhaberin muss ich sagen: Jamaika ist definitiv approved! Sogar eines der schönsten «Gstrüppe», die ich je gesehen habe.

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    Nur Tiere sucht man in Jamaika meist eher vergeblich.
    I love «Gstrüpp»
  • Cruise auf dem Rio Grande

    Nicht nur an der Grenze zwischen den USA und Mexiko gibt es einen Rio Grande, auch im Hinterland von Portland Parish fliesst ein Fluss mit demselben Namen. Natürlich ist dieser hier deutlich kleiner, ruhiger und gemächlicher.

    Drei bis vier Stunden tuckern wir mit unserem «Gondoliere» den Fluss hinunter, singen gemeinsam Reggae-Songs und staunen über die spektakuläre Landschaft. Unterwegs legen wir einen Stopp ein und geniessen ein einfaches, aber sehr leckeres Mittagessen direkt am Wasser. Kurz bevor der Fluss ins Meer mündet, endet unser perfekter Tagesausflug.

    Mein grosser Ausgehtipp der Region: Vinyl Sundays – authentische und obskure Rocksteady- und Reggae-Sounds, jeden Sonntagabend in der Bar «Natural Mystic» in Drapers.

    Cruise auf dem Rio Grande
  • Die weniger schöne Seite

    Unsere wunderbare Reise nähert sich dem Ende, und von der traumhaften Küste des Portland Parish geht es zurück Richtung Montego Bay, wo unser Flug wartet. Auf dem Weg dorthin verbringen wir noch ein, zwei Nächte in Ocho Rios.

    Rückblickend würden wir das so nicht noch einmal machen. Der Ort ist ein grosser Hotspot für Kreuzfahrtschiffe, vor allem aus den USA. Entsprechend sind viele Besucherinnen und Besucher nur für wenige Stunden da, bevor sie wieder zurück aufs Schiff gehen und weiter durch die Karibik reisen.

    Die Stimmung ist dadurch eine ganz andere: laut, touristisch geprägt, stellenweise fast ein bisschen Ballermann-mässig. Ein starker Kontrast zu den ruhigen und authentischen Tagen an der Nordostküste. Auch die Begegnungen mit Einheimischen wirken hier anders, deutlich aufdringlicher als zuvor.

    Wir nehmen es mit Humor, machen das Beste daraus und landen am Ende beim Karaoke-Singen.

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    Mein Restaurant-Tipp in Ocho Rios heisst «Ciao Bella Art Cafe & Restaurant».
    Die weniger schöne Seite
  • Fazit

    Wir wollen diese Reise aber auf einer guten Note beenden, denn genau das war sie: eine richtig geile Zeit. Spannende Kultur und Musik in Kingston, Erholung und Spaziergänge in den Blue Mountains, Strände und «Gstrüpp» im Portland Parish. Aber vor allem die Begegnungen mit den Menschen werden bleiben, wie so oft auf Reisen.

    Ich habe gefühlt zweieinhalb Wochen durchgehend gelacht. Danke, ihr lieben Jamaikanerinnen und Jamaikaner, ich komme bald wieder.

    Fazit

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 2000.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • Übernachtungen in einfachen Hotels
  • Transport

  • Flüge
  • Mahlzeiten

Angebotsnummer: 135061

Fokus Umwelt & Soziales

Verantwortungsbewusst Reisen

Für die Fortbewegung im Land entschied ich mich bewusst für öffentliche Verkehrsmittel. Mit Linienbussen und den sogenannten Route Taxis fand ich eine unkomplizierte und authentische Alternative zu Mietwagen und privaten Transfers.

Auch bei den Unterkünften legte ich Wert darauf, dass mein Geld möglichst der lokalen Bevölkerung zugutekommt. Deshalb übernachtete ich überwiegend in Homestays und kleinen Guesthouses.

Naima Kleeb

Naima Kleeb

Ein weltoffenes Naturell, die Liebe zum Rock’n’Roll und Reisen wurden mir schon in die Wiege gelegt. Bereits mit sechs Jahren tingelte ich mit meiner Familie im kleinen Wohnmobil ein halbes Jahr lang durch die USA. Kaum erwachsen, machte ich mich allein auf, die Welt zu erkunden. Die erste grosse Reise führte mich ein Jahr lang mit dem Rucksack quer durch Lateinamerika. Danach zog es mich immer wieder in die Ferne, besonders gerne auf den amerikanischen Kontinent. Kein Wunder also, dass ich schliesslich für ein paar Jahre in New York City strandete, ehe ich meinen Weg zurück in den vertrauten Schoss von Globetrotter fand. Egal, wohin das Leben mich auch führt – ob an ein europäisches Musik Festival, in Charles Bukowski’s Stammkneipe am Sunset Strip oder ein asiatisches Schweigekloster – ich fühle mich überall auf dieser Welt zuhause!

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