Mit dem Camper durch Alaska – Unsere Experten Tipps

Reisetipps
Globetrotter

Wer sich nach Alaska sehnt, dessen Herz schlägt für die unendlichen Weiten, wilde Tiere und unberührte Natur. Genau diese Dinge findest du im hohen Norden Amerikas wie nirgendwo sonst auf dieser Welt. Doch wie reist man am besten? Mit dem Mietwagen oder dem Camper und was gibt es bei der Auswahl des Motorhomes zu beachten? In diesem Artikel erfährst du unsere Tipps.

Camper oder Mietwagen?

Natürlich kannst du Alaska auch mit dem Mietwagen erkunden. Dabei profitierst du im Gegensatz zum Camper von einem kleinen wendigen Gefährt. Doch wenn du Alaskas Strassen kennst, weisst du, dass das hier kaum von Nutzen ist. Im hohen Norden stehen so gut wie überall riesige Fahrbahnen und Wendemöglichkeiten zur Verfügung. Mit dem Mietwagen solltest du ausserdem beachten, dass die Unterkünfte weit im Voraus gebucht werden müssen, da gerade der Sommer eine beliebte Reisezeit für die Region darstellt. Dafür wirst du dann aber auch von Übernachtungen in wunderschönen Lodges mitten in der Wildnis belohnt. Du kannst auf eine Mietwagenrundreise auch das Zelt mitnehmen und auf Campingplätzen übernachten. Allerdings solltest du hierbei nicht vergessen, dass es in Alaska viele wilde Tiere gibt und einiges an Sicherheitshinweisen für die Nacht im Freien beachtet werden muss.

Anders ist es beim Camper. Dieser bietet mehr Flexibilität und du nimmst dein Bett und den Kühlschrank einfach von Ort zu Ort mit. Noch dazu bieten Alaskas Strassen so viel Platz, dass du sogar unbesorgt in Städte wie Fairbanks fahren kannst. Nur die beliebten Campingplätze, wie zum Beispiel im Denali Nationalpark solltest du schon weit im Voraus buchen.

Tipp: In Alaska gibt es in jedem grösseren Ort und Nationalpark ein Info Center und Visitors Bureaus, in denen du Tipps und Ratschläge für deine Reise bekommen kannst. Fairbanks, Anchorage, Ketchikan und Tok verfügen sogar über ein «Public Lands Information Center». Hier erhältst du Karten zu Nationalparks und kannst Zeltplätze und Hütten reservieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Reise mit dem Camper bietet mehr Flexibilität als mit dem Mietwagen

  • Ein 4x4 Camper erlaubt dir, unbefestigte Strassen zu befahren

  • Überprüfe die Versicherungsvorschriften vorab

  • Ein Reisepartner oder eine Reisepartnerin kann bei schwierigen Manövern helfen

  • Nutze einen Bärenkanister, um Lebensmittel vor hungrigen Bären zu schützen

  • Achte immer auf einen vollen Tank

  • Besuche die «Public Lands Information Center» in Fairbanks, Anchorage, Ketchikan und Tok, um Infomaterial über die Region zu erhalten

  • Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und August

Was du über eine Camper-Reise durch Alaska wissen solltest

Vorbei an Gletschern, Gebirgsketten und Wasserfällen triffst du in Alaska auf unberührte Wildnis und ein Paradies für Campingbegeisterte. Grizzlybären und Elche sind treue Begleiter auf deiner Reise. Doch trotz grösstenteils befestigter Strassen und guter Voraussetzungen solltest du die Art des Campers, die Wetterbedingungen sowie Versicherung und Sicherheit nicht ausser Acht lassen.

Versicherung des Campers auf unbefestigten Strassen und Routen

Wenn du deinen Camper abholen und dich durch die Berge an Bürokratie kämpfst, solltest du die Versicherung genauer unter die Lupe nehmen. Denn oft ist diese nur auf öffentlichen und befestigten Strassen oder auf gewissen Routen gültig. Wenn du beispielsweise Probleme oder einen Unfall auf unbefestigten Fahrbahnen hast, dann musst du häufig selbst für den Schaden aufkommen.

Wir empfehlen dir deshalb, dich genau über die Bedingungen und die erlaubten Routen zu informieren. Wenn nötig, solltest du eine Zusatzversicherung abschliessen. Diese ist zwar mit Extrakosten verbunden, jedoch bist du dann auch auf den weniger asphaltierten Strassen abgesichert und kannst deine Fahrt in der Freiheit geniessen.

Behalte deine Tankanzeige immer gut im Auge

Nicht ohne Grund trägt Alaska den Beinamen «The Last Frontier» – die letzte Grenze. Denn am Ende der Welt triffst du auf Wildnis, menschenleere Flächen und viel Natur. Kein Wunder also, dass Tankstellen speziell im Landesinneren eine Rarität sind. Behalte deine Tankanzeige deshalb immer gut im Auge. Bei Touren durch die Wildnis solltest du deinen Camper im Vorhinein volltanken. Auch ein zusätzlicher Kanister kann nicht schaden, denn damit kannst du möglicherweise dem ein oder anderen Gestrandeten aushelfen. Erfahrungsgemäss solltest du spätestens bei halbem Tank wieder auffüllen und deinen Roadtrip fortsetzen.

Schütze dich vor hungrigen Bären

Als Camperparadies schlechthin gibt es in Alaska eine Vielzahl an Campingplätzen. Wenn du auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis bist, dann ist Wildcamping genau das Richtige für dich. Um keine unerwünschten Besucher anzulocken, solltest du insbesondere darauf achten, riechende Gegenstände wie Cremes, Essen oder sogar Mückenspray gut zu verstauen. Lasse dieses entweder in deinem Camper gut versiegelt zurück oder besorge dir einen Bärenkanister. Dieser Kunststoffbehälter ist leicht zu transportieren und eine gute Möglichkeit, um dein riechendes Hab und Gut zu schützen.

4x4 Camper oder einen normalen Camper mieten?

Ein 4x4 Camper ist eine Art Pick-up mit einem Aufbau, in dem ein normales Doppelbett und die übliche Camper-Ausrüstung vorhanden sind. Der Vorteil bei der Anmietung dieses Motorhomes ist ganz klar: das Gefährt erlaubt dir, unbefestigte Strassen zu befahren. Dabei steht deinem Erkundungsgeist nichts mehr im Wege. Du fährst mit einem normalen 4x4 Geländewagen, was das Fahrgefühl im Vergleich zu normalen Wohnmobilen noch verbessert. Der Nachteil ist jedoch, dass Fahr- und Wohnraum getrennt sind und du bei Regen riskierst, auf dem Weg ins Bett ein wenig nass zu werden.

Achtung: Besonders für das Rückwärtsfahren und Manövrieren ist es gut eine*n Reisepartner*in zu haben, der oder die dir beim Lotsen helfen kann. Als Alleinreisende*r mit dem Camper durch Alaska kann es nicht nur einsam werden, sondern der Schwierigkeitsgrad beim Fahren wird durch manch einen toten Winkel erhöht. Wenn du dich also alleine auf die Reise begeben möchtest, solltest du entweder ein* erfahrene*r Fahrer*in sein oder dich doch für die Mietwagenrundreise entscheiden.

Unsere Tipps für deine Alaska Route

  • Top of the World Highway
  • Denali Nationalpark
  • Harding Eisfeld in den Kenai Mountains
  • Wildlife Conservation Center

Der Top of the World Highway  

Erlebe die spannende Fahrt über den Top of the World Highway. Von Yukon in Kanada führt dich dieser Alaska Highway auf einer Länge von über 120 Kilometer weiter in den Norden. Doch eine Fahrt lohnt sich allemal. Nicht ohne Grund hat diese Strasse ihren weltbekannten Namen erhalten. Denn hier wirst du mit spektakulären Ausblicken belohnt. Halte unbedingt die Augen offen, denn mit etwas Glück bekommst du Elche oder Grizzlybären vor deine Kameralinse. 

Je nach Niederschlag liegt die perfekte Reisezeit für den Highway zwischen Mai und September. Informiere dich vorher darüber, ob die Fähre über den Yukon River in Betrieb ist. Sie bietet nämlich den Zugang zum Top of the World Highway. Wir raten dir ausserdem, dass du die Wetterprognosen im Blick behältst. Denn bei Regen kann die Fahrt schnell zu einer Schlitterpartie werden, die ziemlich gefährlich sein kann.

Mein Tipp für dich
«Gehe gleich bei der Anmietung deines Campers sicher, dass die Befahrung des Highways für dich erlaubt ist.»
Marco Züllig
Reiseberater
Mehr über Marco erfahren

Erkunde den Denali Nationalpark

Schon bevor du das Gebiet des bekannten Nationalparks erreichst, wirst du von unendlichen Weiten und unberührter Natur empfangen. Bereits aus der Entfernung ragt die Spitze des Denali, des höchsten Bergs Nordamerikas, hervor. Dieser war früher übrigens als Mount McKinley bekannt. Dank einiger Campingplätze wie dem Wonderlake Campground, kannst du direkt im Nationalpark im Zelt übernachten. Dadurch hast du sogar über mehrere Tage die Möglichkeit, einen Blick auf Grizzlybären oder andere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhaschen. Wandere auf Gletschern, vorbei an tosenden Flüssen und unzähligen kristallklaren Seen.

Natürlich kannst du den Park auch mit einer Bustour besichtigen. Am Anfang erwartet dich eine Landschaft, die der Tundra ähnelt. Danach wird es hügelig und du wirst die ersten faszinierenden Blicke auf den Mount Denali werfen können. Daraufhin folgt eine Berglandschaft mit Steinen, die in verschiedenen Farben zu leuchten scheinen. Am Wonderlack geniesst du zum Schluss eine Landschaft von Heidelbeerbüschen mit dem Mount Denali direkt vor Augen. Die Busfahrt hin zu zurück dauert um die 11 Stunden (wenn du auf der Route nicht aussteigst).

Unsere Empfehlung: Lasse den Camper auf dem Campingplatz stehen und nimm den ersten Bus um 06.30 Uhr. Die Fahrt beginnt direkt am Visitor Center in der Nähe. Denke auch daran, weit im Voraus zu buchen.

Entdecke das Harding Eisfeld in den Kenai Mountains Nationalpark

Auf geht es zum Kenai Fjords Nationalpark. Bereits vor dem anstrengenden Aufstieg zum Harding Eisfeld wird der Exit Glacier dir den Atem rauben. Denn dieses Naturspektakel ist mit dem Camper problemlos erreichbar. Obwohl der Gletscher sich im Laufe der Jahre immer weiter zurückentwickelt hat, schlängelt er sich mit einer Länge von zirka sechs Kilometern noch immer seinen Weg in das Tal. Mit Wanderschuhen, passender Ausrüstung und warmer Kleidung ausgestattet, begibst du dich hinauf zum Harding Eisfeld. Zirka 40 Gletscher werden von diesem Feld gespeist und bieten dir einige einzigartige Ausblicke. Vorbei an plätschernden Bächen und mit Blick in das Tal wirst du schon bald von einem vereisten Hauch von Nichts umgeben sein.

Besuche das Alaska Wildlife Conservation Center

Wenn du bei deinem Roadtrip durch Alaska tatsächlich keinem wilden Tier über den Weg gelaufen bist und nicht ohne Foto von einem Grizzlybären, Bison oder einem Rentier nach Hause zurückkehren willst, dann besuche das Alaska Wildlife Conservation Center. Hier kannst du nicht nur die Tiere aus nächster Nähe beobachten, sondern mit einer Spende hilfst du auch bedrohte Tierarten zu schützen. Denn das Center nimmt verwundete und einsame Wildtiere auf und kümmert sich um sie. Sobald es ihnen wieder gut geht, werden sie in die freie Wildnis entlassen.

Anchorage Alaska und mehr

Weitere beliebte Sehenswürdigkeiten findest du in Anchorage, Alaska. Sie ist die grösste Stadt der Provinz und beherbergt zum Beispiel das Alaska Museum of Science and Nature. Das Anchorage Museum im Rasmuson Center erfreut sich ebenfalls grosser Beliebtheit und der Lake Hood Harbor eignet sich hervorragend, um Wasserflugzeuge beim Starten und Landen zu beobachten. Im Alaska Native Heritage Center kannst du mehr über die Ureinwohner der Region erfahren, bevor du mit der Alaska Railroad eine Tour von Anchorage nach Fairbanks unternimmst.

Auch die Hauptstadt von Alaska, Juneau, ist einen Besuch wert. Hier kannst du Wale beobachten oder eine Tour zum Mendenhall Glacier unternehmen.

Zu den besten Sehenswürdigkeiten der Region Alaska zählen ausserdem der Dutch Harbor auf Amaknak Island und die Küste von Prince William Sound. Beliebte Nationalparks sind wiederum der Lake Clark Nationalpark, der Glacier Bay Nationalpark, der Katmai Nationalpark und der St. Elias Nationalpark. Doch auch der Chugach State Park bietet eine schöne Alternative. Die bekanntesten und oft befahrensten Strassen sind der Glenn Highway, der Denali Highway, der Dalton Highway sowie der George Parks Highway und die Hatcher Pass Road. Hier kannst du dich mit dem Camper so richtig austoben und die schönsten Landschaften erkunden.

Wenn du dich für eine Reise nach Alaska interessierst, verraten wir dir auch gerne unsere ganz persönlichen Alaska Sehenswürdigkeiten. Vereinbare einfach einen Termin mit einem unserer Berater oder einer unserer Beraterinnen.

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