Reiseerlebnis
erlebt von Natascha Baumberger

Ecuador - authentisches Andenland und faszinierende Inselwelten

Faszinierende Kreaturen auf Galapagos

Faszinierende Kreaturen auf Galapagos

Isla Seymour Norte Galapagos
Die majestätische Strasse der Vulkane befahren

Die majestätische Strasse der Vulkane befahren

Chimborazo Nationalpark
Ecuador per Auto und Schiff – authentisches Andenland und faszinierende Inselwelten

Nach knapp zwei Jahren coronabedingter Pause zieht es mich wieder nach Südamerika. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder Höhenluft in den Anden zu schnuppern und den dichten Amazonas-Dschungel zu durchwandern. Ich reise Ende August für etwas mehr als drei Wochen nach Ecuador. Gemeinsam mit meinem Mann erkunde ich die unterschiedlichsten Ecken dieses Landes, das uns mit seiner Vielfältigkeit verzaubert. Und ich bin beeindruckt, wie herzlich und offen die Menschen vor Ort auch nach der beutelnden Pandemie sind.

  • Orte
    ab/bis Quito
  • Empfohlene Reisedauer
    24 Tage
  • Transportmittel
    Mietwagen, Schiff, Inlandflüge
  • Unterkunft
    Mittelklasse Hotels, Kreuzfahrtschiff, Dschungel Lodge

Meine Highlights

Reiseroute

  • Via Amsterdam direkt in die Anden

    Nach etwas mehr als 13 Stunden Flugzeit und Transit in Amsterdam, erreichen wir Quito am Nachmittag. Die Einreiseformalitäten sind trotz Coronapandemie und zusätzlichen Formularen, die wir ausfüllen müssen, schnell und unkompliziert erledigt.
    Am Flughafen werden wir von unserem Guide erwartet, der uns in den nächsten zwei Tagen die verschiedenen Ecken der Hauptstadt zeigen wird. Die Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft im Norden Quitos dauert im nachmittäglichen Stadtverkehr rund 40 Minuten.
    Kurz nach unserer Ankunft im Hotel setzt schon die Abenddämmerung ein. Das stört uns gar nicht, denn wir lassen den ersten Tag erst einmal ganz gemütlich ausklingen.

    Die Stadt einmal von oben bewundern
    Via Amsterdam direkt in die Anden
  • Die Hauptstadt auf 2850 Metern über Meer

    Am nächsten Morgen sind wir dank Jetlag früh wach und starten zeitig unsere Tour durch die Stadt.
    Wir besuchen die verschiedenen Stadtviertel, die im langgezogenen Tal zwischen den Anden eingebettet liegen, von oben, bevor wir anschliessend durch die Strassen des Centro Histórico ziehen und die zahlreichen Kirchen bestaunen.
    Zum Abschluss unserer Stadtführung beweisen wir auf dem Äquator unsere Balancierkünste. So einfach, wie es klingt, ist das gar nicht.

    Das Centro Histórico mit einem Führer entdecken
    Die Hauptstadt auf 2850 Metern über Meer
  • Zwischenstopp im Nebelwald

    In Quito übernehmen wir unseren Mietwagen, mit dem wir nun während rund einer Woche die Anden erkunden. Unser erstes Etappenziel, der Cotopaxi-Nationalpark, ist nur knapp zwei Stunden entfernt. Da wir am frühen Morgen starten, haben wir genügend Zeit, um auf dem Weg ein paar Abstecher einzubauen. Wir biegen von der Hauptstrasse auf die holprige Strasse Richtung Pasochoa ab. Das «Refugio de Vida Silvestre Pasochoa» ist ein Schutzgebiet mitten im Nebelwald.
    Es ist Sonntag und mit uns besuchen einige Einheimische aus der Gegend den Park. Beim Eingang müssen wir uns mit unseren Passdetails registrieren und erhalten ein kurzes Briefing zu den Wanderwegen. Auf einem knapp zweistündigen Rundgang tauchen wir ins erste Abenteuer abseits der Hauptstadt ein, unsere Trekkingschuhe sind bereits nach den ersten 30 Minuten dick mit Schlamm bedeckt... Ecuador wir sind bereit!

    Abstecher in die kleinen unbekannten Nationalparks
    Zwischenstopp im Nebelwald
  • Auf dem Sonntagsmarkt

    Wandern macht hungrig und wo kann man diesen besser stillen, als auf den lokalen Märkten? In Machachi findet der wöchentliche Sonntagsmarkt statt. Es wimmelt von bunten Marktständen, und die ecuadorianischen Familien finden sich hier zum Mittagessen ein.
    Auch wir verköstigen uns an einem der zahlreichen Essensstände. Wenn man wissen möchte, was angeboten wird, helfen ein paar Wörter Spanisch. Tortillas de patatas con carne oder doch lieber cuy – Meerschweinchen? Und dazu ein leckerer Zuckerrohrsaft! Wir sind die einzigen ausländischen Touristen auf dem ganzen Markt. Mehr «off the beaten track» können wir unsere Reise also fast nicht starten.

    Den Mut haben, lokale Gerichte zu kosten
    Auf dem Sonntagsmarkt
  • Weisse Vulkangipfel und Alpakas

    Die Strasse ab Machichi zum nördlichen Eingang des Cotopaxi-Nationalparks könnte ländlicher nicht sein. Wir fahren vorbei an einsamen Farmen, durch die wunderschöne andine Landschaft. Die Strecke wirkt verlassen, und wir kommen uns so einsam vor, dass wir das Gefühl bekommen, wir haben uns verfahren. Ob wir wohl doch eine Abzweigung verpasst haben?
    Nach zwei Stunden stehen wir vor dem Nordeingang zum Nationalpark. Unmittelbar vor dem Eingangstor biegen wir rechts ab und folgen dem Schild bis zu unserer Unterkunft. Vor der wunderschönen weissen Hacienda werden wir von Rindern begrüsst. Rechts neben der Strasse sehen wir gesattelte Pferde stehen, die gerade von einem Ausritt zurückgekehrt sind.
    In unserem Zimmer erwartet uns ein traumhafter Blick auf den Cotopaxi – wenn er sich nicht gerade hinter den Wolken versteckt. Der eisige Wind hier oben hat es in sich und wir sind froh, dass wir uns abends bei unserem Kaminfeuer im Zimmer aufwärmen können.

    In einer der schönen Haciendas übernachten
    Weisse Vulkangipfel und Alpakas
  • Auf in den Nationalpark

    Handschuhe standen nicht auf unserer Packliste. Ein Fehler, wie wir schnell merken. Am Parkeingang decken wir uns beim Souvenirstand mit Halstüchern mit grosser Cotopaxi-Aufschrift und mit Handschuhen mit Alpakamuster ein.
    Ausgestattet mache ich mich auf den Weg ins Büro der Parkrangers. Auch hier müssen wir uns registrieren. Ich komme mir vor, wie bei einem Interview, während ich die Passnummern vorlese, unsere Namen buchstabiere und Fragen beantworte. Es folgen noch ein paar im Eiltempo aufgezählte Parkrichtlinien und los gehts. Unser heutiges Ziel ist die Laguna Limpiopungo, die wir zu Fuss umrunden wollen. Zwei Stunden an der eiskalten Luft in der Höhe haben es in sich. Sogar unser Mietwagen braucht ein paar Anläufe, bis er wieder anspringt.

    Wollmütze und Handschuhe einpacken
    Auf in den Nationalpark
  • Von der Hühnersuppe zum Dreigangmenü

    Zurück auf der Hauptstrasse biegen wir beim nächsten Schild mit der Aufschrift «Cafetería» ab. Am Ende der Strasse gelangen wir zu einer verlassen wirkenden Hütte. Doch an der Türe steht «abierto». Na dann, hereinspaziert!
    Der Wirt in der Hütte ist etwas verwirrt, als er uns sieht. Es scheint, als hätte er heute niemanden erwartet. Ich erkundige mich nach etwas zu essen. Es gibt Hühnersuppe. Perfekt – mehr brauchen wir auch gar nicht. Und die Suppe schmeckt tatsächlich hervorragend.
    Es nimmt mich Wunder, was in der Suppe so alles drin ist. Ich wühle mit dem Löffel in der Schale herum und entdecke plötzlich ganze Hühnerfüsse. Hier wird eben noch alles verwertet, und dem Geschmack schadet es definitiv nicht.
    Dass ich ein bisschen Spanisch spreche, hilft auch hier wieder. Nach anfänglicher Zurückhaltung des Gastgebers erhalten wir nach der Suppe auch noch einen Hauptgang mit Fleisch, Reis und Kartoffeln serviert. Kurze Zeit später folgen zwei Gläser Fruchtsaft und zum Schluss noch frische Früchte. Einmal mehr hat sich der Abstecher abseits vom Hauptpfad definitiv gelohnt.

    Ein paar Brocken Spanisch wirken Wunder
    Von der Hühnersuppe zum Dreigangmenü
  • Die Hände Gottes

    Nicht «Die Hand Gottes» von Fussballspieler Maradona, sondern «Die Hände Gottes» von Baños wollen wir heute besuchen. Wir folgen dem Ausflugstipp der Verkäuferin im Elektroladen, wo ich am Tag zuvor mein auf dem Boden zerschelltes Mobiltelefon ersetzt habe.
    Eine enge, kurvige Strasse führt uns ein paar stattliche Meter höher auf den Hügel hinauf. Unser Auto parkieren wir auf einem kleinen Kiesplatz, der scheinbar nur von einem Lama bewacht wird. Es verjagt uns ziemlich aufmüpfig aus seinem Territorium.
    Ich gebe zu, dass die grossen weissen «Hände Gottes» und die Riesenschaukel gleich unter dem überdimensional grossen Kunststoff-Fliegenpilz etwas kitschig sind. Aber die Aussicht von hier oben ist richtig schön. Und wir mischen uns einmal mehr unter die Locals. Die ecuadorianischen Besucher sind mehr als begeistert von den verschiedenen Attraktionen hier oben.

    Nicht vom aufmüpfigen Lama verscheuchen lassen
    Die Hände Gottes
  • Der südamerikanische Fahrstil

    Bei unserem Mietwagenabteuer sind wir froh, dass wir schon einige Male in Lateinamerika gereist sind und uns somit auch mit dem lokalen Fahrstil auskennen. Rücksicht ist ein Fremdwort im Strassenverkehr, und ein Überhohlmanöver von fünf Fahrzeugen gleichzeitig direkt vor einer engen Kurve keine Seltenheit. Selbst die Alpakas am Strassenrand gucken da manchmal etwas verdutzt… Meine Nerven sind nach einer Stunde als Fahrerin ziemlich mitgenommen. Und so überlasse ich das Fahren gerne wieder meinem, in dieser Hinsicht um einiges geduldigeren, Ehemann.

    Lateinamerikaerfahrung und gute Fahrpraxis sind empfohlen
    Der südamerikanische Fahrstil
  • Achtung Vicuñas!

    Vom üppig grünen Baños aus nehmen wir die nächsten Höhenmeter in Angriff. Das Wetter scheint gut zu werden heute, und je mehr wir uns dem Vulkan Chimborazo nähern, desto mehr lichten sich die Wolken am Himmel. Bis plötzlich die majestätische weisse Spitze des Chimborazo am blauen Himmel neben uns auftaucht. Links und rechts neben der Passstrasse grasen friedlich die Vicuñas. Überall entlang der Strasse wird mit Schildern um langsames Fahren gebeten, denn man weiss nie, wenn um die Ecke gerade eine Herde Vicuñas die Strasse überquert.

    Der Umweg via Chimborazo lohnt sich
    Achtung Vicuñas!
  • Dünne Andenluft

    Der Eingang des Chimborazo Nationalparks liegt bereits auf beachtlichen 4386 Metern über Meer. Die dünne Luft ist spürbar, als wir aus dem Auto steigen. Wir verpflegen uns mit einem Donut in der einfachen Cafetería. Gerade halten die Parkmitarbeiter in der gegenüberliegenden Ecke der Kantine eine Sitzung ab. Diskutiert wird über das Budget, erfreuliche Nachrichten und Verbesserungsmöglichkeiten.
    Anschliessend fahren wir bis zum letzten Parkplatz, der nochmals knapp 500 Meter weiter oben liegt, hoch. Aussicht und Landschaft sind atemberaubend. Wir saugen die Momente hier oben in uns auf, bevor wir uns auf die Weiterreise machen.
    Unser Tagesziel ist Riobamba, also wieder knapp 2000 Meter talabwärts. In unserer Unterkunft angekommen, spüren wir, dass der Tag lang und die Bewältigung der Höhenmeter anstrengend waren. Mein Mann kämpft mit flauem Magen und niedrigem Blutdruck. Der Tag war phänomenal, aber für den Körper dann doch etwas zu viel des Guten.

    Die Höhenmeter nicht unterschätzen
    Dünne Andenluft
  • Panamahüte in Cuenca

    In Cuenca gönnen wir uns zwei Übernachtungen und planen einen vollen Tag für Sightseeing ein. Auch wir möchten unter anderem natürlich wissen, woher die Panamahütte denn eigentlich ihren Namen haben. Dies und vieles mehr erfahren wir bei einem Besuch der Panamahutfabrik. Ein solcher Hut hängt heute übrigens als Reisesouvenir an unserer Garderobe.
    Nebenbei sorgen am heutigen Tag vor allem die vielen bemalten Hausmauern in der hübschen Altstadt für Aufsehen.

    Besuch der Panamahutfabrik einplanen
    Panamahüte in Cuenca
  • Malerische Landschaften

    Es ist Wochenende und der Cajas-Nationalpark ist gut besucht. Zum letzten Mal registrieren wir uns im Büro der Parkrangers und erhalten Wandertipps. Wir ziehen los, und schon nach kurzer Zeit setzen wir uns von den restlichen Besuchermassen ab. Nur noch gelegentlich kreuzt jemand unseren Weg. Der Blick auf die Lagune vom Wanderweg aus ist bezaubernd. Ich frage mich, ob das, was ich sehe, tatsächlich echt ist. Der makellose Baum und seine Spiegelung im Wasser wirken wie ein perfekt gemaltes Bild.

    Losziehen in die Natur lohnt sich
    Malerische Landschaften
  • Abschied von der Strasse der Vulkane

    Wir machen uns auf den Weg Richtung Küste. Langsam lassen wir das faszinierende Hochland Ecuadors hinter uns. Immer wieder müssen wir auf den Strassen den Überbleibseln von Erdrutschen ausweichen. Wir vermuten, dass eine Mietwagenreise während oder unmittelbar nach der Regenzeit wohl keine gute Idee ist. Langsam aber sicher verändert sich die Landschaft entlang des Weges. Nach und nach säumen Palmen die Strasse anstelle von Bergen und Vulkanen. Die neugierigen Alpakas werden ersetzt durch die Strassenhunde. Die indigene Kultur weicht der Moderne.

    Die faszinierende «Strasse der Vulkane» befahren
    Abschied von der Strasse der Vulkane
  • Galapagos – Erster Stopp Tortuga Bay

    Mit dem negativen Coronatest in der Hand arbeiten wir uns durch die Warteschlangen am Flughafen von Guayaquil. Bis wir auf der Insel Baltra eintreffen, haben wir ein paar Formulare ausgefüllt und unser Handgepäck wurde drei Mal geprüft. Mit dem Bus geht es anschliessend bis zur Fähre, die uns über den Kanal zur Insel Santa Cruz bringt. Von dort bringt uns der vorgebuchte Transfer einmal quer über die Insel bis nach Puerto Ayora, wo wir die erste Nacht verbringen.
    Wir können es kaum erwarten, die Inseln zu entdecken und machen uns am Nachmittag auf zur nahegelegenen Tortuga Bay. Diese ist auf einem ca. einstündigen Fussmarsch von unserer Unterkunft aus erreichbar. Das letzte Stück gehen wir barfuss durch den Sand. Am Ende des ersten Strandabschnittes erwarten uns bereits die ersten Meeresechsen, die sich im weissen Sand sonnen. Sie haben etwas Furchteinflössendes an sich und doch haben wir das Gefühl, dass sie uns angrinsen.

    Barfuss über die Tortuga Bay flanieren
    Galapagos – Erster Stopp Tortuga Bay
  • Mit dem Schiff durch die nördliche Inselwelt

    Nach dem Besuch einer Landschildkrötenfarm im Hochland von Santa Cruz sitzen wir im Zodiac und steuern auf die Yacht, unser Zuhause für die nächsten vier Nächte, zu. Aufgrund des starken Wellengangs im September haben wir uns für ein etwas grösseres Schiff entschieden. Dieses bietet eigentlich Platz für 40 Passagiere. Wir sind insgesamt gerade mal sechs Reisende und werden begleitet von einer 20-köpfigen Crew. Nach dem «mandatory drill» (obligatorische Sicherheitsübung), heisst es «Leinen los!».
    Während den nächsten vier Tagen werden wir mit einem phänomenalen Service an Bord verwöhnt. Auf Landausflügen erkunden wir mit unseren Guides die Inselwelt und erfahren dabei spannendes über Pflanzen, Tiere und die Entdeckung der Galapagosinseln.
    Da nur wenig Passagiere an Bord sind, hat auch unsere Crew die Gelegenheit, die Inseln zu entdecken und begleitet uns regelmässig auf unseren Land- und Wasserausflügen.

    Je nach Jahreszeit ist der Wellengang auf den Galapagosinseln stark
    Mit dem Schiff durch die nördliche Inselwelt
  • Unvergessliche Schnorchelmomente

    Ausgestattet mit Schnorchel, Flossen und Neoprenanzug hüpfen wir in das kühle Wasser. Die jungen Seelöwen beäugen uns aufmerksam vom Ufer aus. Zu gross ist die Neugier, um einfach nur zuzusehen und schon nach wenigen Minuten springen die ersten Tiere ins Wasser, um uns genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie schwimmen neben uns her oder tauchen unter uns durch und zeigen dabei überhaupt keine Scheu. Die verspielten Seelöwen, die vielen bunten Fische und die vorbeiziehenden Haie lassen unsere Schnorchlerherzen höher schlagen. Mein ganz persönliches Highlight sind aber die beiden Meeresschildkröten, die wir, kurz bevor wir wieder ins Boot zurückhüpfen, beobachten dürfen.

    Neopren empfohlen
    Unvergessliche Schnorchelmomente
  • Einer der schönsten Flecken

    Am Nachmittag legen wir erneut mit unserem Zodiac auf der Insel Genovesa an. Die See ist rau und unsere Landung im Wasser ruppig. Aber in unsere eingespielte Crew haben wir vollstes Vertrauen. Bei unserer Ankunft werden wir von den vielen faulenzenden Seelöwen am Strand bereits erwartet. Die Insel ist voll von den unterschiedlichsten Tölpelarten und den Fregattvögeln, die immer wieder kreischend über unseren Köpfen durch die Luft fliegen. Wir waten durch den Wasserkanal und begegnen dabei mehreren neugierigen und verspielten Seelöwen, die an unseren Füssen vorbeitauchen. Das Licht und die Stimmung zu dieser Tageszeit sind mystisch und unbeschreiblich schön. Eigentlich möchten wir hier gar nicht mehr weg.

    Per Schiff die abgelegenen Inseln erkunden
    Einer der schönsten Flecken
  • Per Speedboot weiter nach San Cristóbal

    Nach unserer Rückkehr auf die Insel Santa Cruz ist unser Galapagos-Abenteuer nicht zu Ende. Wir haben uns entschieden, noch zwei Nächte an Land, auf einer anderen Insel, zu übernachten. So reisen wir weiter nach San Cristóbal.
    Unser gebuchtes Speedboot legt nachmittags am Hafen von Puerto Ayora ab. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden. Der Wellengang im September ist heftig und zum allerersten Mal auf dieser Reise durch Ecuador frage ich mich, weshalb ich unbedingt die abenteuerliche Reisevariante gewählt habe. Während ich fest an meine Sitzlehne gepresst dasitze und leise versuche, Lieder zu singen, um mich von der Seekrankheit abzulenken, denke ich, wie angenehm wohl die Alternative per Inlandflug gewesen wäre.

    Die Inseln können sowohl per Speedboot als auch per Flugzeug besucht werden
    Per Speedboot weiter nach San Cristóbal
  • «Con mucho amor»

    Wir haben so viel erlebt in den letzten Tagen, dass wir es in San Cristóbal ohne schlechtes Gewissen etwas gemütlicher angehen können. Auf unseren Spaziergängen entlang der Promenade sorgen einmal mehr die dutzenden von Seelöwen für bessere Unterhaltung als jeder Kinofilm. Die Abende geniessen wir bei leckerem Essen und hausgemachten Margaritas. Die letzteren sind gemäss Zitat des Kellners «hecho con mucho amor».

    Sich durch die abwechslungsreiche Küche in Puerto Baquerizo Moreno kosten
    «Con mucho amor»
  • Per Flugzeug, Boot und Kanu in den Dschungel

    Nach einer Zwischennacht am Flughafen von Quito besteigen wir erneut den Flieger. Diesmal geht es in die andere Richtung, ins 30 Flugminuten entfernte Coca, Ausgangspunkt für unsere Reise in den Amazonas Regenwald. Am Flughafen werden wir von einem Mitarbeiter der Lodge abgeholt. Ein Motorboot bringt uns flussaufwärts. Anders als bei meinem letzten Amazonasbesuch in Peru, ist diese Fahrt hier landschaftlich nicht so beeindruckend, sondern einfach eine Notwendigkeit. So nutzen wir die Zeit, um etwas zu dösen. Nach rund eineinhalb Stunden geht es dann zirka 20 Minuten zu Fuss weiter, bevor wir für das letzte Stück des Weges ins Kanu umsteigen. In der Ferne zeigt sich langsam unsere Lodge, in der wir die nächsten vier Nächte verbringen werden.

    Die Anden mit einem Aufenthalt im Dschungel verbinden
    Per Flugzeug, Boot und Kanu in den Dschungel
  • Hoch oben in den Baumwipfeln

    Unser Wecker klingelt um fünf Uhr. Pünktlich stehen wir beim Frühstück, das uns in «La Balsa», dem gemütlichen «Floss» direkt bei der Lagune, serviert wird. Wir kommen schnell wieder im Dschungelrhythmus an – aufstehen noch bevor die Sonne aufgeht, um bereit zu sein, wenn die ersten Tiere unterwegs sind. Einmal mehr sind wir im Entdeckermodus. Heute paddeln wir bei Sonnenaufgang von der Lagune aus in einen der zahlreichen Wasserkanäle. Unterwegs tummeln sich über unseren Köpfen die Totenkopf- und Kapuzineraffen, die gerade auf Frühstückssuche sind.
    Unser Ziel ist die inmitten eines Kapokbaumes versteckte Aussichtsplattform auf 36 Metern Höhe. Beim Bezwingen der unzähligen Treppenstufen konzentriere ich mich auf mein Ziel. Ich habe etwas Höhenangst und ab und zu ein mulmiges Gefühl. Aber ich schaffe es und werde dafür mit einer umwerfenden Aussicht oberhalb der Baumgrenze belohnt. Hier oben befinden wir uns auf Augenhöhe vielen Vögeln. Einmal oben, geniesse ich es richtig und könnte noch Stunden hier oben in den Baumwipfeln verbringen.

    Mit den ersten Weckrufen der Tiere aufstehen
    Hoch oben in den Baumwipfeln
  • Begegnung mit den Dschungelbewohnern

    Oft sind wir schon durch den Dschungel gewandert und doch gibt es immer wieder neue unerwartete Begegnungen. Einen bleibenden Eindruck hinterlassen dieses Mal die Nachtaffen, die wir in einer Baumhöhle entdecken. Neugierig schauen sie aus der Öffnung heraus. Und auch wenn sie nur mit dem Fernglas und einem guten Kameraobjektiv sichtbar sind, ist es ein toller Moment. Wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie so schwierig zu entdecken sind. Auch die beiden Flussotter, die wir nachmittags vom Kanu aus auf der Lagune beobachten dürfen, zählen zu den wenig entdeckten Urwaldbewohnern und schenken uns wunderbare Dschungelmomente.

    Den Dschungel per Kanu und zu Fuss erkunden
    Begegnung mit den Dschungelbewohnern
  • Der Tapir tappt in unsere Wildtierkamera

    Mit dabei auf unseren Reisen in der Wildnis ist immer auch unsere Wildtierkamera, die uns Bilder und Videos von den etwas scheueren Bewohnern liefert. Nach wie vor zählt der Tapir zu unseren Favoriten. Wir stellen daher unsere Kamera an einer vermeintlichen Futterstelle mit Schlammbad auf. Am Morgen der Abreise prüfen wir zusammen mit unseren Guides aufgeregt das Videomaterial. Zwischen unzähligen Bildern der Lodgebesucher finden wir das gewünschte Bild: Der Tapir hat tatsächlich vorbeigeschaut und sich nichtsahnend eine Schlammpackung gegönnt.

    Längere Aufenhalte von 4 oder 5 Nächten sind auch im Dschungel möglich
    Der Tapir tappt in unsere Wildtierkamera
  • Lindo Ecuador

    Ich bin einmal mehr verzaubert von Südamerika und glücklich, dass mich dieser Kontinent auch nach unzähligen Besuchen immer wieder neu überrascht. Vollgepackt mit unbezahlbaren Eindrücken machen wir uns auf die Heimreise. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier – so viel steht fest!

    Sonnenuntergang über der Lagune geniessen
    Lindo Ecuador

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 9320.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

Angebotsnummer: 99914

Natascha Baumberger

Natascha Baumberger

Irgendwann holpere ich mit meinem eigenen Camper durch die Wildnis, da bin ich mir sicher. Australien, Neuseeland und die Nationalparks in Nordamerika habe ich auf diese Weise schon bereist. Besonders angetan haben es mir dabei zwei Dinge: zum einen, dass ich nicht jeden Tag meine Sachen ein- und auspacken muss, und zweitens die Abgeschiedenheit in der Natur. Die habe ich auch im Amazonas-Regenwald erlebt. Unbeschreiblich war das Gefühl, wenn du am Morgen von den wilden Tieren geweckt wirst. Kein Strom, kein fliessendes Wasser: Ich, die fünf Jahre lang auf dem Steueramt gearbeitet hat, geniesse auf meinen Reisen das einfache Leben fernab der Zivilisation. So habe ich auch den alltäglichen Luxus zu schätzen gelernt, den ich zu Hause habe.

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