Facettenreicher Roadtrip von Nord- nach Südspanien

erlebt von
Sven Aebersold Globetrotter Thun

Von der wilden Küsten Galiziens bis zu den endlosen Stränden der Costa de la Luz: Mit dem Mietwagen durchqueren wir ganz Spanien und erleben eine überraschende Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Stimmungen. Was wir zwischen rauem Atlantik, einsamen Steppen, historischen Städten und dem Blick auf Afrika entdeckt haben, erzählt dieser Reisebericht.

Vom vermeintlichen rauhen Ende der Welt...

Vom vermeintlichen rauhen Ende der Welt...

Cabo Finisterre
...zu den Traumstränden der Costa de la Luz

...zu den Traumstränden der Costa de la Luz

Rota
  • Orte
    Von La Coruña bis Jerez de la Frontera
  • Empfohlene Reisedauer
    2 Wochen
  • Transportmittel
    Mietwagen
  • Unterkunft
    Ferienwohnungen, Hotels

Meine Highlights

Reiseroute

  • Anflug auf Galizien

    Wir spähen aus dem Flugzeugfenster und sehen schon bald die schroffe Küste Galiziens. Wir landen in wenigen Minuten an der äussersten Nordwestspitze des Spanischen Festlandes und freuen und auf das feine Essen, die vorzüglichen Meeresfrüchte und den spannenden Roadtrip Richtung Süden.

    Anflug auf Galizien
  • Sushi Deluxe

    Unser erstes kulinarisches Highlight ist ein Abend in einem kleinen japanischen Restaurant, welches ein typisches Omakasen-Menü serviert. Auf den ersten Blick erscheint dies etwas absurd. Wir reisen so weit, an die äusserste Ecke Spaniens, um Japanisch zu essen? In unseren Augen aber kein Widerspruch. Die Kombination der besten Produkte aus dem Meer vor der Küste Galiziens mit der kulinarischen Finesse aus Japan passt perfekt. 

    Sushi Deluxe
  • Am Ende der alten Welt

    Cabo Finisterra oder Fisterra, wie die Einheimischen sagen, verkörperte für Jahrhunderte das Ende der bekannten Welt. Bevor Seefahrer wie Magellan, Kolumbus oder Vasco da Gama über den Horizont hinaussegelten, meinte man, die Welt höre genau hier auf. Ziemlich genau vor 40 Jahren bin ich mit meinem Vater auf einem Roadtrip in einem alten VW-Bus bereits einmal hier vorbeigekommen. Daher ein sehr emotionaler Moment für mich, als ich den Leuchtturm wieder erblicke. 

    Am Ende der alten Welt
  • Oh du kühler Atlantik

    Das Wetter meint es gut mit uns, an dieser oft nebligen und von starken Winden wundgepeitschten Küste. Von weitem sehen wir den Traumstrand Langosteira mit dem schneeweisen Sand. Wir wissen um die kalten Wassertemperaturen, lassen uns aber einen Sprung ins kühle Nass nicht nehmen. Eine herrliche Erfrischung. 

    Oh du kühler Atlantik
  • Jedem Jakob seine Muschel

    Idealerweise hat es am Langosteira Strand auch eine tolles Strandrestaurant und wir bestellen einen Teller Jakobsmuscheln. Dies als kleine Hommage and die Hunderten von Pilgern, denen wir begegnen. Santiago de Compostela ist ganz in der Nähe und das Cabo Finisterra stellt für viele das Endziel dar. Entsprechend viele glückliche Gesichter sehen wir. Die einen etwas abgekämpfter als andere. Auf jeden Fall eine grosse Willensleistung, die wir bewundern, auch wenn wir diese Art von Wanderung lieber anderen überlassen. 

    Jedem Jakob seine Muschel
  • Vamos a Salamanca!

    Wir verabschieden uns vorerst vom Atlantik und steuern in Richtung des Landesinnern. Als nächstes Highlight steht Salamanca auf dem Reisezettel. Schon viel Gutes haben wir gehört über diese historische Stadt mit seiner 1218 gegründeten und damit viertältesten Universität Europas. 

    Vamos a Salamanca!
  • Outdoormuseum

    Salamanca scheint in festen Händen der bis zu 40 000 Student/innen zu sein, welche rund einen Viertel der ganzen Bevölkerung ausmachen. Salamanca beindruckt zudem mit einer faszinierenden Mischung aus Renaissance-, Gotik, Barock- und Jungendstilarchitektur, die besonders in der  Altstadt und an den historischen Bildungsstätten und Kirchengebäuden sichtbar wird. 

    Outdoormuseum
  • Pilgerstätte

    Auch hier sehen wir unzählige Pilger, und an vielen Gebäuden sind die symbolträchtigen Muscheln erkennbar. Diese dienen bis heute, unter anderem als Wegzeichen, als Identifikationsmerkmal und nebst der Symbolik und dem Glaubensaspekt in frühen Zeiten auch als Löffel oder Schüssel zum Essen und Trinken während der Reise.

    Pilgerstätte
  • Pilgerschinken

    Uns aber interessieren eher diese Art von Gebäudeverzierungen. An einem Balkon entdecken wir schmuchvoll aufgehängte Schinken. Die Gegend rund um Salamanca und dann vor allem auch weiter im Süden, in der Extremadura, ist sehr bekannt für den besten Schinken Spaniens. Den Jamon Iberico. Nicht zu verwechseln mit dem günstigeren und qualitativ weniger hochstehenden Jamon Serrano. 

    Pilgerschinken
  • Plaza Mayor

    Auf eines ist in Spanien Verlass. In jeder Stadt, die etwas auf sich hält, findet man einen prächtigen Hauptplatz mit entsprechender Architektur, vielen Restaurants, Kaffeebars und Kneipen. Die Kinder spielen Fussball mit dem Grossvater und es wird ausgiebig Glacé verspeist. Das alltägliche Leben zu beobachten ist für mich bei jedem Spanienaufenthalt fester Bestandteil des Tagesprogramms. Salamanca bietet eine der absolut schönsten Hauptplätze des Landes. Im Gegensatz zu Madrid oder Sevilla scheint diese Stadt noch nicht so überrannt vom ausländischen Tourismus. Dies ist sicher auch der abgelegenen Lage und eher schwierigen Erreichbarkeit geschuldet. Ein weitere Pluspunkt dieser traumhaft schönen, geschichtsträchtigen Stadt im spanischen Nirgendwo. 

    Plaza Mayor
  • Auch eine alte Kuh macht noch Muh

    In Salamanca gibt es die Fleischspezialität Vaca Vieja. Ein modernes Beispiel für nachhaltigen Fleischkonsum. Durch die Nutzung von Tieren, die bereits ein produktives Leben hatten, entsteht ein geringerer ökologischer Fussabdruck, als wenn sie bereits früh geschlachtet werden. Geschmacklich bietet das Fleisch tiefe Umami-Note und einen ausgeprägten nussigen Geschmack, welcher bei jungen Rindern gar nicht entstehen könnte. 

    Auch eine alte Kuh macht noch Muh
  • Die Geier vom Monfragüe Naturreservat

    Wir verlassen Salamanca, welches noch in der Region Kastilien & Léon liegt und fahren in Richtung Extremadura. Nach kurzer Zeit biegen wir in eine Nebenstrasse ein und gelangen nach vielen Kurven zum Naturreservat Monfragüe. Dieses ist landesweit bekannt für die grossen Ansammlungen an Greifvögeln. Die von der unerbittlichen Sonne aufgewärmten Felsen entlang des Flusses und des Stausees bieten ideale Brutplätze und man kann den Vögeln – vor allem Geier, Rotmilane und Störche – stundenlang beim Starten und Landen zusehen. 

    Die Geier vom Monfragüe Naturreservat
  • Extremadura wie aus dem Bilderbuch

    Unser nächster Etappenort heisst Merida. Auf den Autobahnen kommt man sehr rasch voran und so nützen wir den Nachmittag für einen Ausflug zum Stausee von Campomanes. Die Landschaft entspricht sehr den Bildern, die man von der Extremadura vielleicht kennt. Menschenleere Gebiete mit vielen Korkeichen, einigen Olivenhainen und einer besänftigenden Ruhe. Wir spazieren um den Stausee und geniessen die Szenerie mutterseelenallein. 

    Extremadura wie aus dem Bilderbuch
  • Kindersegen

    Trotz den vielen Störchen ist keine Überbevölkerung auszumachen. Auch bei einem weiteren See beim Proserpina Staudamm sind wir fast für uns alleine und geniessen die abkühlende Erfrischung bei einem Schwumm. Die Temperaturen steigen schon auf über 32 Grad und wir stellen uns die Gluthitze im Juli und August vor. Als Reisezeit sind der Frühling und Herbst zu empfehlen.

    Kindersegen
  • Wo Cäsar um die Ecke guckt

    Merida gilt als eine der am besten erhaltenen Städte des alten Römischen Reiches. Es gibt zahlreiche Bauwerke aus dieser Zeit – Triumphbogen, Brücken, Tempel und ein sehenswertes Amphitheater. Nebenbei erscheint das tägliche Leben der Stadt sehr unaufgeregt und die obligate Siesta wird am Nachmittag abgehalten, so dass man die Altstadt – in der grössten Hitze des Tages – fast für sich allein hat. Das erfrischende Bier schmeckt dann nach Sonnenuntergang umso besser, zumal mit der fantastischen Kulisse. 

    Wo Cäsar um die Ecke guckt
  • Einfahrt in bekanntes Terrain

    Nachdem wir Merida hinter uns gelassen haben, um weiter Richtung Süden zu gelangen, merken wir, dass wir das Meer doch auch vermisst haben in den letzten Tagen. Als wir dann den emblematischen Stier einer bekannten Brandy- und Sherrymarke auf einem Hügel erkennen, wissen wir: Andalusien kann nicht mehr weit entfernt sein! Die südlichste Provinz auf dem Festland ist seit jeher ein fester Bestandteil meiner jährlichen Reiseplanung und vor allem die Atlantikküste, die Costa de la Luz, hat es mir sehr angetan. Als Sevilla zum ersten Mal auf den Tafeln mit den Kilometerangaben auftaucht, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. 

    Einfahrt in bekanntes Terrain
  • Königlich-Andalusische Reitschule in Jerez

    Obwohl ich schon über 30 Mal in der Region unterwegs war, hatte ich es bisher noch nicht geschafft, die berühmte Andalusische Reitschule zu besuchen. Ein Highlight und unbestrittenes Kulturgut der Region. Die anmutenden und spektakulären Choreographien können während rund 90 Minuten verfolgt werden. Die ganze Anlage strahlt einen traditionsreichen Glanz aus, und man spürt den Stolz der Beteiligten bis auf die Tribüne. Ein absolut lohnenswerter Ausflug, wenn man sich im Sherry-Dreieck befindet. Diese Geographische Bezeichnung gilt für die Region zwischen Jerez de la Frontera, Puerto de Santa Maria und Sanlucar de Barrameda.

    Königlich-Andalusische Reitschule in Jerez
  • Sherry- Manzanilla- und Fino-Paradies

    Bei der Fahrt von Jerez an die Küste nach Sanlucar de Barrameda sehen wir unzählige Weinberge aber auch grossflächige Sonnenblumenfelder. Der hier produzierte Wein ist weltbekannt und vor allem in England sehr beliebt. Als Besonderheit gilt der Manzanilla, welcher nur in Sanlucar de Barrameda produzierte werden darf. Durch eine spezielle Verfahrenstechnik meint man in dem trockenen Weissweiss die Atlantikbrise zu schmecken. Dieser Wein eignet sich also bestens zu den landesweit berühmten Langostinos von Sanlucar und den allgemein hervorragenden Meeresfrüchten der Region. 

    Sherry- Manzanilla- und Fino-Paradies
  • Land des Flamencos

    In Sanlucar können wir per Zufall das Atelier eines Herstellers von Flamenco-Gitarren besuchen. Er erklärt und die Herstellungsweise und von den Schwierigkeiten, das geeignete Holz dafür zu finden. Es muss einen ganz bestimmte Klang und eine entsprechende Härte haben, da beim Spielen das Holz als Klangkörper auf verschiedenste Arten benützt wird. Um eine solche Gitarre fertigzustellen, braucht er bis zu zwei Monate, manchmal auch länger. Die professionellen Gitarrenspieler in der Region stehen bei ihm Schlange, um eines seiner Werke zu kaufen. Wir bewundern diese sorgfältige Handarbeit und geniessen eine kleine Kostprobe. 

    Land des Flamencos
  • El Puerto de Santa Maria

    Als dritte Stadt des Sherry-Dreiecks besuchen wir El Puerto de Santa Maria mit seinen vielen tollen Restaurants und Hafenkneipen. Ebenfalls ein geschichtsträchtiger Ort. Von hier startete Kolumbus seine zwei Amerika-Expedition. Es herrscht ein geschäftiges Treiben in den Gassen bis tief in die Nacht und mehrmals hören wir exzellente Strassenmusiker, wie hier in einem traditionellen Fischrestaurant. Ein Besuch der Stadt lohnt sich auch wegen der Nähe zu Cadiz. Mit einer Fähre kann man in kurzer Zeit auf die Halbinsel gelangen, in eine der ältesten Städte Europas.

    El Puerto de Santa Maria
  • Costa de la Luz

    Nun sind wir also an der südlichen Atlantikküste Spaniens, meiner zweiten Heimat. Das Meer zeigt uns immer noch seine kalte oder eher kühlere Schulter, so bringt der Sprung in die Fluten die benötigte Erfrischung. Es gibt von Sanlucar de Barrameda bis Tarifa unzählige wilde Strandabschnitte, welche im Gegensatz zur Mittelmeerküste noch nicht so zugebaut sind mit Appartements und Golfplätzen. Glücklicherweise hat es auch immer wieder ein Chiringuito, so werden die Strandkneipen genannt. Wie hier in Rota einem Strandort zwischen Sanlucar und El Puerto. Dort gibt es meist auch etwas Feines zu futtern. Lasst uns mal schauen, was auf dem Menü steht... 

    Costa de la Luz

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 1900.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • Unterkünfte
  • Mietwagen

  • Flüge

Beste Reisezeit ist im Frühling und Herbst

Angebotsnummer: 135545

Fokus Umwelt

Verantwortungsbewusst Reisen

In Salamanca gibt es die Fleischspezialität Vaca Vieja. Ein modernes Beispiel für nachhaltigen Fleischkonsum. Durch die Nutzung von Tieren, die bereits ein produktives Leben hatten, entsteht ein geringerer ökologischer Fussabdruck. Die Tiere werden bis zu 12-Jährig und werden ausschliesslich mit Gras gefüttert. Ein Mastrind in der Schweiz wird in der Regel nicht älter als zwei Jahre. 

Sven Aebersold

Sven Aebersold

Wenn der Vater beim IKRK arbeitet, wird man als Sohn fast schon zwangsläufig zum Globetrotter. So auch ich, der in Peru zur Welt kam, um dann via Äthiopien und Spanien in der Schweiz Fuss zu fassen. Heute spreche ich mit Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch fünf Sprachen, was mich global zu einem gern gesehenen Gast werden lässt. Meine Reiseziele sind sehr vielfältig. In der Hängematte auf einem Holzschiff gemütlich den Amazonas raufschippern oder mit dem Windsurfer auf Mauritius über eine türkisblaue Lagune gleiten. Beides erfüllt mich gleichermassen mit Glücksgefühlen. Meine Lieblingsdestinationen liegen vor allem südlich des Äquators: in Ozeanien, Afrika und Südamerika.

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Wissenswertes rund um Spanien

Beste Reisezeit

Legende:
Beste Reisezeit
Geeignete Jahreszeit
Weniger geeignete Reisezeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Spanien x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Spanien kann grundsätzlich das ganze Jahr hindurch bereist werden. Die allgemein beliebteste Reisezeit ist zwischen April und Oktober wobei Juli und August als absolute Hochsaison mit vielen Besuchern und hohen Preisen in den meisten Teilen des Landes gilt. Während den Sommermonaten von Juni bis August kann es insbesondere in Zentralspanien und im Süden des Landes sehr heiss werden und das Thermometer klettert oft auf über 35°C. Aufgrund der Sommerhitze gelten die Frühlingsmonate April und Mai sowie die Herbstmonate September bis November, wenn es nicht zu heiss ist, als ideale Reisezeiten für Spanien. Wer sich für Strandurlaub und Wassersport an Spaniens Mittelmeerküste interessiert, reist am besten zwischen April und Oktober nach Spanien, wobei die Wassertemperaturen im Frühjahr noch relativ kühl sein können und es im Juli und August selbst für Badeferien sehr heiss sein kann. Für Weintouren, z.B. im Weinanbaugebiet um La Rioja eignet sich die Zeit ab Mitte September während der Weinlese und wenn zahlreiche Weinfeste stattfinden. Von November bis März ist das Klima in vielen Landesteilen zwar nach wie vor mild, doch es muss vereinzelt mit Niederschlägen gerechnet werden. Wer sich für Wintersport in den Pyrenäen interessiert, reist am besten zwischen Dezember und März nach Spanien.

Alles über Spanien

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