Reiseerlebnis
erlebt von Sonja Stucki

Vom tropischen Rio de Janeiro bis zum rauen Patagonien

Vom tropischen Rio de Janeiro bis zum rauhen Patagonien

Start in meiner Lieblingsstadt Lateinamerikas – Rio de Janeiro. Via die märchenhaften Iguazu-Wasserfälle soll uns diese Reise in wildere Regionen von Argentinien und Chile führen. Sechs Inlandflüge sind nötig, um die riesigen Distanzen innerhalb von vier Wochen zu überwinden. Vor Ort sind wir jeweils mit einem Mietwagen unterwegs, was sich trotz kleiner Bedenken im Vorfeld als ideal erweist.

Reiseroute

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  • Dschungel, Samba und Meer vereint

    Der Wettergott ist uns in Rio dieses Mal wohlgesinnt. Als Highlight habe ich die Besteigung der beiden fingerhutähnlichen Hügel Dois Irmãos im Visier. Die Sicht auf Corcovado und Zuckerhut sowie auf die 13-Millionen-Metropole zwischen Meer und sanften Hügeln eingebettet präsentiert sich wie aus dem Bilderbuch.
    Dschungel, Samba und Meer vereint
  • Am Puls des Lebens

    Genauso wie die farbige Treppe «Selaron» zwischen den beiden Künstlervierteln Lapa und Santa Teresa gehören auch die Favelas zu Rio. Das angeblich grösste Viertel Lateinamerikas heisst Rocinha und ist das Zuhause von 300'000 Menschen. Es ist Sonntag, und der Bass der Musik dröhnt kilometerweit – das pulsierende Leben ist spürbar, nicht nur an der Copacabana.
    Am Puls des Lebens
  • Grünes Paradies

    Die Iguazu-Wasserfälle zählen zu Recht zu den sieben Weltwundern der Natur. Nebst den imposanten Wassermassen und der üppigen Flora trifft man auch zahlreiche Tiere wie Nasenbären, Tukane, Echsen oder Schmetterlingsschwärme in bunten Farben und Mustern an. Während die brasilianische Seite mit fantastischen Panoramablicken aufwartet, führt auf der argentinischen Seite ein Steg mitten in den Hauptfall hinein.
    Grünes Paradies
  • Im Nirgendwo

    In Trelew übernehmen wir den Mietwagen und fahren nach Puerto Piramides, das Eingangstor zur tierreichen Peninsula Valdes. Die karge Landschaft ist erst etwas gewöhnungsbedürftig, Bäume sucht man vergebens und auf der Halbinsel selber ist auf dem Schotter kein schnelles Vorankommen möglich. Dies ist aber ein Vorteil für die Guanakos – eine Art Lama – die manchmal unerwartet die Piste überqueren.

    Im Nirgendwo
  • Tierreiche Halbinsel

    Wir sehen Seelöwen und Seeelefanten bei Punta Delgada und Punta Norte. Eine Kolonie von Magellan-Pinguinen entzückt mich besonders, und die Walbeobachtungstour übertrifft alle bisherigen Bootstouren, an denen ich bisher in verschiedenen Ecken der Welt teilgenommen habe. So nah und so zahlreich habe ich diese Kolosse noch nie beobachten können.
    Tierreiche Halbinsel
  • Einzigartiges Spektakel

    Nebst den Glattwalen kann man auf der Pensinsula Valdes auch Orcas beobachten, die mit ihrer intelligenten Jagdtechnik in der Brandung liegende Jungrobben erbeuten. Es gibt meines Wissens auf der Welt keinen anderen Ort, wo dieses Spektakel so zu bestaunen ist.
    Einzigartiges Spektakel
  • Die Weite Patagoniens

    Die Ruta 40 ist mit 5300 Kilometern die längste Nationalstrasse Argentiniens, und wir befahren auf dem Weg nach El Chaltén gerade mal 100 Kilometer davon. Meistens ist weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen und die steppenartige Region gewinnt zusehends an Attraktivität je näher wir dem Nationalpark Los Glaciares kommen.
    Die Weite Patagoniens
  • Wanderparadies

    Aufgrund der fantastischen Wetterbedingungen beschliesse ich euphorisch, gleich zwei Wanderungen zu kombinieren. Der Verbindungsweg von der Laguna Torre in Richtung Fitz Roy entpuppt sich als Highlight. Glücklich, dass sich die Wolken um die Gipfel des Cerro Torre doch noch lichten, führt mich der Weg durch hellgrünen Südbuchenwald und entlang intensiv leuchtender Lagunen. Ich geniesse den Blick auf das imposante Granitmassiv Fitz Roy, ehe ich nach 27 Kilometern Fussmarsch wieder in El Chaltén eintreffe.
    Wanderparadies
  • Kontraste

    Der Perito-Moreno-Gletscher gehört zum Nationalpark Los Glaciares und ist damit nach der Antarktis und Grönland Teil des drittgrössten Eisfeldes der Welt. Von den nahgelegenen Aussichtsplattformen wird man mit etwas Glück Zeuge eines Gletscherabbruchs. So oder so überwältigt mich die leuchtende Eismasse im Kontrast zum rot blühenden Feuerbusch und zu den zartgrünen Laubblättern.
    Kontraste
  • Eisblau

    Dicht gedrängt stehen die Leute mit ihren Kameras am Schiffsbug. Die Eisbrocken im Lago Argentino stammen vom 12 Kilometer entfernten Upsala-Gletscher und unterscheiden sich in Form, Grösse und Farbe. Nicht nur das Farbspektrum von Eisblau über Türkis bis Dunkelblau ist eindrücklich, sondern auch die Vorstellung, dass nur rund 10 Prozent der effektiven Eismasse über der Wasseroberfläche sichtbar sind.
    Eisblau
  • Asado bei den Gauchos

    Mit dem Mietwagen fahren wir nach Puerto Natales, eine von Bergen, Fjorden und Inselketten umzingelte Kleinstadt. Auf einer Bootstour zum O'Higgins-Nationalpark besuchen wir unter anderem eine Estancia, die ursprünglich von der Schafzucht lebte. Schon Stunden vor unserer Ankunft hat der Gaucho das Lammstück neben dem offene Feuer platziert – es schmeckt uns wunderbar.
    Asado bei den Gauchos
  • Torres del Paine

    Da uns Übernachtungen im Torres del Paine Nationalpark aus Kapazitätsgründen verwehrt wurden, besuchen wir die imposante Landschaft auf einem Tagesauflug. Begrüsst von Kormoranen und Guanakoherden fahren wir gemütlich durch die rauhe Landschaft und staunen über die Vielfalt der Pflanzen, die sich in allen Farben in der Tundra präsentieren.
    Torres del Paine
  • Cuernos

    Das Zentrum des Nationalparks Torres del Paine bilden die Cuernos del Paine, welche von zahlreichen türkisblau leuchtenden Lagunen umgeben sind. Man kommt ihnen bei einem ein- oder mehrtägigen Trekking näher oder kann sie wie wir aus der Ferne bewundern. Als wir beim Lago Grey dem sandigen Ufer entlanggehen, erleben wir den patagonischen Wind in seiner vollen Stärke.
    Cuernos
  • Nationalpark Los Arrayanes

    Der liebliche Ort Villa la Angostura besteht aus zahlreichen Shops, Cafés und Restaurants sowie Unterkünften im Chaletstil. Auf der nahegelegenen Halbinsel marschieren wir durch Restbestände von mächtigen Arrayán-Bäumen mit ihrer zimtfarbenen Rinde. Wer es gemütlicher mag, lässt sich mit dem Schiff an die Südspitze bringen und geniesst dabei das Bergpanorama.
    Nationalpark Los Arrayanes
  • Ruta de los Siete Lagos

    Eines der wohl schönsten Teilstücke der legendären Ruta 40 legen wir zwischen Bariloche und San Martín de los Andes zurück. Der gelbe Ginster, für die Einheimischen wegen seiner Ausbreitung eher eine Plage, säumt im Frühling die Strassenränder endlos und ist ein fantastischer Kontrast zur Seenlandschaft und den Nadelbäumen.
    Ruta de los Siete Lagos
  • Grenzgebiet

    Beim Tromen Pass überqueren wir – mittlerweile schon im Umgang mit der Bürokratie geübt – erneut die Grenze zu Chile. Die Araucariabäume mit ihren spitzen Nadeln wirken irgendwie bizarr in dieser Hochebene, da sie uns ein wenig an Weihnachtsbäume erinnern.
    Grenzgebiet
  • Vulkanregion

    Dass auf der chilenischen Seite dieser Region mehr Regen fällt ist aufgrund der grünen Hügel und satten Blumenwiesen offensichtlich. Wir sind inzwischen mitten im Vulkangebiet angekommen. An der Grenze werden wir vom Volcán Lanin begrüsst, und im Hintergrund von Pucón thront der 2847 Meter hohe aktive Villarrica. Er lässt sich mit Guide sogar besteigen, aber auch auf eigene Faust können aussichtsreiche Wanderungen unternommen werden.
    Vulkanregion
  • Kulinarik

    Manch einer denkt beim argentinischen Essen in erster Linie an viel Fleisch, was durchaus seine Berechtigung hat. Doch darf man die Einflüsse vieler europäischer Einwanderer nicht unterschätzen und selbst ein Vegetarier kommt gut über die Runden. Mir haben es die überall verbreiteten «Heladerias» angetan – ein Augen-und Gaumenschmaus im wahrsten Sinne.
    Kulinarik
  • Buenos Aires

    Die Hauptstadt Argentiniens bildet den Abschluss unserer Reise. Ein bisschen Tango in San Telmo, modernes Stadt- und Freizeitleben am Puerto Madero, buntes Treiben in La Boca und authentisches Quartierleben in Palermo. Möge das Land sich wie die stählerne Floralis Generica jeden Tag aufs Neue öffnen und mit der Zeit gehen, ohne Traditionen zu vergessen.
    Buenos Aires
Sonja Stucki

Sonja Stucki

Meine Weichen für eine Karriere in der Reisebranche wurden buchstäblich früh gestellt: Als Tochter eines Bahnhofvorstands beschäftigte ich mich automatisch mit dem Thema Reisen. So lernte ich die Heimat, Italien und Spanien per Zug kennen. Wegen meines ausgeprägten Entdeckergeists tauschte ich später den Zug mit dem Flieger: Möglichst weit weg sollte es vor der Reisefachschule gehen – Neuseeland für den Au-pair-Aufenthalt mein Ziel. Obschon ich längst in der Tourismusbranche verankert war, kehrte ich ihr vor meiner Zeit bei Globetrotter Thun den Rücken. Als Eventmanagerin im Zentrum Paul Klee lernte ich etwas Neues kennen und gleichzeitig, dass mein Herz doch mehr fürs Planen von Reisen schlägt – ob für meine eigenen oder die meiner Kunden und Kundinnen.

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Wissenswertes rund um Argentinien

Beste Reisezeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Geeignete Reisezeit:
Den subtropischen Norden sollte man in dem Zeitraum von Mai bis September bereisen, während man für einen Besuch Südargentiniens (Patagonien und Feuerland) die Sommermonate von Dezember bis Februar/März wählen sollte. Ansonsten gelten das Frühjahr (Oktober/November) und der Herbst (März/April) als die beste Reisezeit.

Alles über Argentinien

Alle Länderinfos über Argentinien findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

Wissenswertes rund um Brasilien

Beste Reisezeit

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Geeignete Reisezeit: In Brasilien gibt es zu fast jeder Jahreszeit eine Region, die sich gut bereisen lässt. Das Land erstreckt sich über viele Wetter- und Klimaregionen. Eine allgemeine Aussage zur besten Zeit ist daher nicht möglich. Die spezifischen Empfehlungen für die einzelnen Regionen haben wir in den ausführlichen Länderinformationen zusammengestellt.

Alles über Brasilien

Alle Länderinfos über Brasilien findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

Wissenswertes rund um Chile

Beste Reisezeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Patagonien/Feuerland

Geeignete Reisezeit: Dez. bis Feb. Trotzdem regnerisch, starke Winde. Temperaturen tagsüber 15 °C, nachts 0 °C. Weniger geeignete Reisezeit:
April bis Oktober feuchtkühl. Schnee im Süden. Etwas weniger Wind als sonst. –5 °C bis +10 °C.

Übriges Land

Oktober bis April. Stabile Wetterlage. Grosse Temperaturdifferenzen zwischen Tag (30 °C) und Nacht (0 °C). Küstenzonen regnerisch, bewölkt, ausser Nordchile (warm, trocken).
Mai bis September. Bedeckt und kühl, 0–20 °C. Regen. Besonders windig in Zentralchile im Juli. Meerestemperatur in Chile ganzes Jahr sehr kalt (Humboldtstrom).

Alles über Chile

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