Paradies pur in Französisch Polynesien

erlebt von
Doris Laich Globetrotter Zürich Stadelhofen

Seit ich eine Reportage über die Marquesas und die Aranui 3 gesehen hatte, wollte ich mit diesem Schiff fahren. Bis es aber soweit war, zogen einige Jahre ins Lande und die Aranui 3 wurde unterdessen durch die Aranui 5 ersetzt. Jetzt musste ich aber gehen, nicht dass es nochmals eine Modernisierung gibt und das Flair des Frachtschiffes verloren geht. Da die Marquesas nicht gleich um die Ecke liegen und ich nicht nur deshalb so weit fliegen wollte, musste die Reise wohl bedacht sein. Erleichternd kam dazu, dass die Abfahrt des Schiffes aus Papeete erfolgt. Was liegt also näher, als noch Französisch-Polynesien zu besuchen? Das kannte ich ja auch noch nicht. Somit wurden aus den angedachten zwei Wochen schlussendlich fünfeinhalb Wochen am Ende der Welt.....und es hat sich gelohnt. Es wurde ein fantastischer Trip. 

Zwischen Palmen und Lagune die Magie Mooreas erleben.

Zwischen Palmen und Lagune die Magie Mooreas erleben.

Moorea, Französisch-Polynesien
  • Orte
    Französisch-Polynesien und Marquesas
  • Empfohlene Reisedauer
    5.5 Wochen
  • Transportmittel
    Schiff, Flug, Taxi, zu Fuss
  • Unterkunft
    Schiff, Hotels

Reiseroute

Zuerst gings zwei Wochen lang mit dem Frachtschiff Aranui 5 zu den und rund um die Marquesas, danach dreieinhalb Wochen Inselhüpfen in Französisch Polynesien. Der Start erfolgte aber in Moorea, um erst einmal anzukommen. Danach gings an Board des Schiffes. In Bora Bora ging ich von Bord und reiste per Flugzeug weiter nach Maupiti, Raiatea, Tahaa, Huahine und zurück nach Tahiti.

  • Ankunft im Paradies

    Nach der Landung frühmorgens in Papeete, der Hauptstadt von Tahiti, brachte mich die Fähre nach Moorea und der Transferbus ins Hotel. Dort war ich zu früh fürs Check-in ins Hotelzimmer und genoss deshalb im Strandrestaurant ein Frühstück mit fantastischem Blick auf die Lagune. Ich kam mir vor wie in einem Traum. 

    Ankunft im Paradies
  • Essen aus dem Erdofen (Umu)

    Im interessanten Tiki Village Cultural Center auf Moorea kann man, unter andrem, Kunsthandwerk der Einheimischen bewundern. An einigen Abenden gibt es eine authentische französisch-polynesische Tanzshows inklusive Nachtessen. Dieses wird im Erdofen gekocht. 

    Essen aus dem Erdofen (Umu)
  • Stachelrochen

    Auf einer Lagunentour ging ich mit Rochen und Schwarzspitzen-Riffhaien schnorcheln. Es war ein einmaliges Erlebnis. Ich genoss zudem die traumhafte Landschaft Mooreas vom Wasser aus. Später gab es auf einem Motu (Insel) ein leckeres BBQ mit unter anderem Poisson cru (E'ia Ota auf Tahitianisch) - dem Nationalgericht Tahiti's - sowie eine Pareo-Show. Ich konnte einfach relaxen und geniessen.

    Stachelrochen
  • Aranui 5

    Dann war es endlich soweit. Stolz lag sie im Hafen, die Aranui 5, und eine lange Schlange Passagiere wartete bereits, um einzuchecken. Ich war ziemlich als Letzte dran und genoss die Ausblicke vom Hafen. Nach dem Kabinenbezug erkundete ich das Schiff. Auf dem Pooldeck gab es als Begrüssungsdrink den typischen "Planteur" (Drink mit Rum) und eine Tanzshow einer marquesanischen Gruppe. Die Sonne strahlte und bald schon fuhren wir aus dem Hafen. Die Sicherheitsübung mit den Rettungswesten und dem Einfinden auf dem richtigen Deck folgte gleich darauf.

    Aranui 5
  • Ua Pou (Marquesas)

    Nach einer langen Anfahrt via Fakarava und einem Tag auf See landeten wir bei Ua Pou auf den Marquesas an. In einer 40-minütigen, steilen Wanderung gelangte ich zu einem Aussichtspunkt. Von dort hatte ich eine einmalige Aussicht auf die Bucht von Ua Pou und die Aranui. Später spazierte ich durchs Dorf und bestaunte die Kunstwerke auf dem Kunsthandwerksmarkt – speziell die Tikis aus Holz. Eines hat es mir angetan und ich wurde stolze Besitzerin eines wunderbaren Tikis. 

    Ua Pou (Marquesas)
  • Begrüssungstanz am Pae Pae

    Auf jeder Insel der Marquesas wurden wir mit einem Tanz begrüsst. Der Pareo den diese Frau trägt, ist die Flagge der Marquesas. Der Pareo ist ein Tuch, das ein typisches Kleidungsstück der Insulaner ist.
    Begrüssungstanz am Pae Pae
  • Kathedrale von Taiohae

    In Nuku Hiva ging es frühmorgens an Land zu einer Besichtigungstour. Zuerst zur Kathedrale von Taiohae. Die Kathedralen der Marquesas sind alle im Polynesischen Stil erbaut – luftig und leicht. Weiter ging es nach Hatiheu auf die andere Seite der Insel.
    Kathedrale von Taiohae
  • Bucht von Nuku Hiva

    Die Fahrt von Taiohae nach Hatiheu ging steil die Hügel hinauf. Die Aussicht von oben auf die Bucht von Nuku Hiva ist fantastisch. Die Aranui sah man ganz klein im Hafen liegen. Auf dem Weg zur archäologischen Fundstätte Kamuhiei wurden die Wolken immer dunkler bis es wie aus Kübeln goss. Die Besichtigung der Fundstätte fand dann wieder bei schönstem Sonnenschein statt.
    Bucht von Nuku Hiva
  • "Marktplatz" am Hafen von Hiva Oa

    Die Aranui 5 ist für die Leute der Marquesas die Lebensader. Immer wenn sie in den Hafen einläuft, ist was los. Von der ganzen Insel kamen die Leute und brachten ihre Waren, die sie im fernen Papeete verkaufen wollten oder holten Sachen ab, die sie bestellt hatten. Das können Autos, Boote, Kühlschränke oder "nur" Lebensmittel sein. Die Entladung und Beladung der Aranui dauerte jeweils Stunden.
    "Marktplatz" am Hafen von Hiva Oa
  • Te I'ipona

    Fahrt mit dem Geländewagen zur Kultstätte Te I'ipona: die grösste und schönste Ausgrabungsstätte der Marquesas. Die Ausgrabungsstätte hat den grössten Tiki (mehr als zwei Meter hoch) der ganzen Marquesas. Um die Tikis vor der Verwitterung zu schützen, hat man sie überdacht.
    Te I'ipona
  • Friedhof von Atuona in Hiva Oa

    Paul Gauguin und Jacques Brel lebten in der Südsee und starben auf den Marquesas. In Atuona auf Hiva Oa ist ihre letzte Ruhestätte. In Atuona befindet sich das Gauguin-Museum und auch Jacques Brels Flugzeug "Jojo", eine Beechcraft D 50 Twin-Bonanza. Diese kann im Hangar nebenan bestaunt werden.
    Friedhof von Atuona in Hiva Oa
  • Kunsthandwerk Marquesas

    Auf den Kunsthandwerksmärkten der Marquesas findet man schöne Kunstwerke: Schnitzereien, Malereien auf Tapa (Rindenbaststoff) und Stoff oder Schmuck.

    Kunsthandwerk Marquesas
  • Bucht von Hanavave

    In Hanavave "charterte" ich mit drei Mitreisenden einen Jeep um die Insel zu erkunden. Die Strasse war steil und kurvig, aber die Aussicht von oben lohnenswert und spektakulär. Nun mussten wir einfach wieder rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf der Aranui zurück sein. Beim Auslaufen bot sich, durch den Sonnenuntergang, ein fantastisches Farbenspiel und eine tolle Sicht auf die Jungfrauen-Bucht.  

    Bucht von Hanavave
  • Einfahrt in die Bucht von Ua Huka

    Morgens gegen 6 Uhr erreichten wir Ua Huka. Das Ankermanöver der Aranui war interessant zu beobachten. Die Bucht ist sehr schmal. Das Schiff fuhr vorwärts rein, drehte sich dann an Ort um die eigene Achse, und wurde mit Seilen an Pollern links und rechts festgemacht. Das Spektakuläre: die Poller sind an Land in den Felsen einbetoniert. Die Matrosen müssen mit den kleinen Beibooten dahin navigieren, einer hüpfte dann an Land um die Seile um die Poller zu werfen – kein leichtes Unterfangen bei hohem Wellengang. Doch es lief alles wie am Schnürchen. An Land konnten wir das Museum besuchen oder reiten gehen. 

    Einfahrt in die Bucht von Ua Huka
  • Perlenfarm

    Auf dem Weg nach Bora Bora machten wir einen Halt auf Rangiroa. Dort besuchte ich eine Perlenfarm und liess mir erklären, wie die Perlenzucht funktioniert. Das war sehr spannend. Danach hatte ich noch etwas Zeit und legte mich einige Stunden an einen weissen Sandstrand bevor es mit der Aranui nach Bora Bora ging.

    Perlenfarm
  • Bora Bora

    Auf dieser Trauminsel verliess ich die Aranui 5. Der Abschied fielt mir nicht leicht. Es war eine tolle Zeit, eine fantastische Crew und einige meiner Mitreisenden sind mir ans Herz gewachsen. Die Schönheit von Bora Bora zog mich aber bald in ihren Bann. Eine Inseltour mit dem Jeep brachte mir die Insel näher. Auf einer Lagunentour per Boot kam ich dann erneut Rochen und Haien näher. Weit unter mir schwebten Mantas vorbei. Diese gleiten so elegant und schwerelos durchs Wasser – bezaubernd!

    Bora Bora
  • Poisson cru

    Das Nationalgericht von Französisch Polynesien ist "Poisson cru" (E'ia Ota): roher Thunfisch mit Zitrone, Kokosmilch und Gemüse, alles klein geschnetzelt. Sehr lecker und schmackhaft.

    Poisson cru
  • Pareo-Bemalung

    Dazu werden weisse Baumwolltücher aus Indonesien in Farbkübel getaucht, danach schwarze Schablonen mit Tier- oder anderen Mustern auf die Stoffe gedruckt. Die Sonne trocknet dann alles und fertig sind die farbenfrohen Kleidungsstücke.
    Pareo-Bemalung
  • Maupiti

    Maupiti ist quasi die kleine Schwester von Bora Bora. Jedoch gibt es hier nur kleine Pensionen, keine Overwater Bungalows oder grosse Hotels. Die Insel kann gut zu Fuss oder mit dem Velo umrundet werden. Durch das knie- bis hüfthohe Wasser der Lagune watend kann man eines der Motus vom Terei'a Beach aus erreichen. Ein Traum von einem Strand – auf dem Motu wie auch der Terei'a Beach. Eine Wanderung auf den Mt. Teurafaatiu lohnt sich ebenfalls. Eine grandiose Aussicht wartet als Belohnung. Wie auf allen anderen Inseln kann man auch auf Maupiti herrlich schnorcheln, tauchen und relaxen.
    Maupiti
  • Raiatea

    Am Flughafen von Raiatea wartete schon mein Transfer. Es war nicht nur eine Transferfahrt, nein ich kriegte gleich eine Inseltour mit vielen wertvollen Informationen. In Opoa wartete meine Luxus-Unterkunft auf mich.
    Raiatea
  • Marae Taputapuātea

    Der Marae sowie Teile der Umgebung wurden 2017 vom Welterbekomitee als Kulturerbestätte in die Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen. Der Besuch ist sehr lohnenswert und interessant.
    Marae Taputapuātea
  • Vanilleschoten

    Mit der Fähre gings von Raiatea nach Tahaa, weil es keinen Flughafen auf Tahaa, der "Vanilleinsel" gibt. Natürlich besuchte ich eine Vanillefarm, wo mir von A bis Z alles erklärt wurde: von der Bestäubung der Blüten bis zum Trocknen der Schoten. Alles ist Handarbeit und das Endprodukt entsprechend teuer.
    Vanilleschoten
  • Die heiligen Aale von Huahine

    Von Tahaa gings via Raiatea-Flughafen nach Huahine. Huahine ist in zwei Inseln geteilt: Huahine-Nui (die Grosse) und Huahine-Iti (die Kleine). Auch hier bewunderte ich einen Marae, Rochen, Fische, Strände, eine üppige Landschaft und diese heiligen Aale mit den blauen Augen.
    Die heiligen Aale von Huahine
  • Tahiti

    Immer wieder hörte ich, dass Tahiti nicht so spannend sei. Nun wollte ich mir ein eigenes Bild der Insel machen und buchte eine Jeep-Tour. Die Tour führte ins Landesinnere, über Pässe und zu Wasserfällen. Es regnete, was eine verzaubernde Stimmung ergab. Die Wasserfälle sahen wir Fäden an den grünen Hängen der Berge aus und die Tropfen auf dem Dach des Jeeps waren wie Musik. Die Fahrt ging vom Norden quer durch die Insel nach Süden. Der Einheimische Guide wusste viel Spannendes zu erzählen. Der Abstecher nach Tahiti hatte sich definitiv, und auch dank dieser Tour, sehr gelohnt.

    Tahiti
  • Tetiaroa Island

    Zum Abschluss musste es dann aber doch noch einmal "Südsee pur" sein. Der Tagesausflug mit einem Katamaran nach Tetiaroa Island war genial. Frühmorgens ging es los. Auf dem Atoll Tetiaroa liegt auch die Privatinsel "The Brando". Dort durften wir jedoch nicht anlanden. Uns bliebt eine andere Insel vorbehalten, in der Nähe von Bird Island. Es war trotzdem fantastisch. Ich glaubte wirklich ich träume...
    Tetiaroa Island

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 10'170.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • Aranui Schiff in einer halben Doppelkabine Standard
  • Südsee Arrangement in Pension/Mittel- und Erstklassehotels

  • Flug ab/bis Schweiz
  • Inlandflüge
  • Mahlzeiten, ausser auf der Aranui

Die Reise mit der Aranui wird zwar als Kreuzfahrt beschrieben. Es hat aber keine Ähnlichkeit mit einer Kreuzfahrt in der Karibik. Die Aranui ist in erster Linie ein Versorgungsschiff und die Lebensader zwischen den Marquesas Inseln. Es bietet etwa 200 Passagieren Platz, in unterschiedlichen Kabinen. Der Umgang ist locker. Ausflüge auf die verschiedenen Inseln sind inkludiert und es gibt auch ein Unterhaltungsprogramm. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich in eine ruhige Ecke zurückzuziehen. 

Angebotsnummer: 28607

Fokus Soziales

Verantwortungsbewusst Reisen

Souvenirs, vor allem prächtige Holzschnitzereien, sollte man auf den Marquesas auf dem Markt, bei den Einheimischen kaufen. Das Geld kommt vollumfänglich ihnen zugute. 

Doris Laich

Doris Laich

Mein Lieblingsort Vancouver bietet einen optimalen Einstieg in die Kanada-typische Unendlichkeit – und damit in die grenzenlose Freiheit, welche ich so sehr schätze. Nebst meiner Liebe zur freien Natur pflege ich auch ein kurioses Hobby: Als treue Supporterin begleite ich das Schweizer Davis-Cup-Team von Match zu Match – sei’s nach Marokko, «down under» oder sonst wohin. Will ich allerdings meinen nächsten Traum – eine Reise auf der Transsib mit Endstation Japan – tatsächlich verwirklichen, werde ich wohl auf einige Games verzichten müssen.

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Wissenswertes rund um Französisch Polynesien

Beste Reisezeit

Legende:
Beste Reisezeit
Geeignete Jahreszeit
Weniger geeignete Reisezeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Französisch Polynesien x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Französisch Polynesien kann grundsätzlich als ganzjähriges Reiseziel betrachtet werden. Als beste Reisezeit wird die Trockenzeit von Mai bis Oktober bezeichnet, die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen während dieser Zeit bei ca. 25°C, es ist angenehm warm und Niederschläge sind seltener. Während der Regenzeit von Dezember bis April kommt es häufiger zu tropischen Regenfällen, die durchschnittlichen Temperaturen sind leicht höher als während der Trockenzeit und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Aufgrund der grossen geografischen Ausdehnung Französisch Polynesiens bestehen klimatechnisch leichte Unterschiede zwischen den verschiedenen Inselgruppen.

Alles über Französisch Polynesien

Alle Länderinfos über Französisch Polynesien findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

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