Editorial

Magazin Nr. 142

Viel Liebe fürs Gedruckte

Liebe Weltentdeckerinnen und Weltentdecker

Einmal im Jahr ziehen wir für ein verlängertes Wochenende los. Ohne Frauen, ohne Kinder. Nur wir sechs. Alte Freunde, die sich seit der Schulzeitnkennen. Mit der Reiseplanung wechseln wir uns ab. Wer nicht organisiert, erfährt erst am Tag der Abreise, wohin es geht. Meistens fahren wir in eine europäische Stadt, bummeln herum, schauen uns vielleicht ein Fussballspiel oder ein Hunderennen an und wenden uns ausgiebig der lokalen Braukunst zu. Einmal wandern wir gemeinsam auf einen Berg im Jura, einmal besichtigen wir eine Portweinkellerei am Douro, einmal spielen wir Roulette und Black Jack in Las Vegas. Jede dieser Herrenreisen ist anders, und jede ist auf ihre Art grossartig. Nur eines bleibt seit vielen Jahren immer gleich: Wir kommen jeweils mit Hunderten digital geknipsten Schnappschüssen nach Hause, die spätestens drei Tage nach der Reise nie wieder jemand anschaut.

Dann aber hatte kürzlich einer der fünf Freunde eine Idee: Jeder soll die spannendsten drei oder vier Fotos von jeder Reise auf Fotopapier ausgedruckt zu einem Treffen mitbringen. Ein paar Wochen später wird gebastelt: Einen Abend lang kleben wir Fotos in ein dickes Album ein und schreiben Erinnerungsfetzen nieder. Als die Handy- und die Digitalkamerabildchen gedruckt und eingeklebt anfassbar werden, sind sie auf einen Schlag wertvoll, beständig und einzigartig – fast wie die Fotoalben, die uns Urgrosseltern und Grosseltern vermacht haben. Das Album wird jetzt an einem sicheren Ort aufbewahrt. Wir wollen alle paar Jahre weiter daran arbeiten. Psychologinnen und Psychologen sagen, dass Bilder, die wir auf einem Bildschirm betrachten, uns Menschen in eine Art Alarmbereitschaft versetzen. In diesem Stresszustand geht es um die schnelle Zielerfüllung: Wir wollen möglichst rasch möglichst viel Futter für unser Belohnungszentrum im Hirn abholen. Wir wollen – oder besser müssen – darum immer weiterscrollen. Gedrucktes aber nehmen wir entspannter,
intensiver und vor allem nachhaltiger auf. Genau das ist für uns das beste Argument, um mit Herzblut ein Reisemagazin zu gestalten, das auf Papier seine beste Wirkung erzielt – selbstverständlich, ohne dabei die digitalen Möglichkeiten unserer Zeit zu ignorieren.

Das Beste aus diesen beiden Welten versuchen wir zum Beispiel mit unserem Fotowettbewerb #meinglobetrottermoment zu verbinden, den Ihr diesmal auf den Seiten
64 und 65 findet. In jeder Ausgabe drucken wir dort zehn Instagram-Bilder ab, machen sie fassbar und so persistent. Und die Fotografinnen und Fotografen der prämierten Bilder belohnen wir mit Gutscheinen, mit denen sie Fotobücher gestalten und ihre digitalen Bilder so nachhaltiger wirken lassen können.

«Euch allen viel Freude am Gedruckten, liebe Weltentdeckerinnen und Weltentdecker!»
Fabian Sommer
Chefredaktor
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