Reiseerlebnis
erlebt von René Zimmerli

Unterwegs auf dem mystischen Fluss Sepik

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Unterwegs auf dem mystischen Fluss Sepik

Im September 2012 verbrachte ich eine gute Woche auf dem Sepik River in Papua Neuguinea. Ich habe versucht, mich mehr oder weniger alleine und teils per Boots-Stop oder mit einem Guide den Fluss aufwärts zu bewegen. Wie sich herausstellte, ist eine individuelle Reise auf dem Sepik momentan nicht ganz so einfach. Die Preise für alles sind in Papua Neuguinea in den letzten Monaten regelrecht explodiert. So kostete ein Fass Benzin in dieser Gegend rund CHF 800.-! Kein Wunder gab es nur noch sehr spärlichen Verkehr auf dem Fluss. Die Einheimischen können sich das Benzin schlicht nicht mehr leisten. Trotzdem werde ich sicher wieder in diese Gegend zurückkehren. Wohl eine der schönsten, spannendsten und ursprünglichste Region mit superlieben Menschen.

Reiseroute

  • Wewak

    Die lebendige Ortschaft Wewak ist der eigentliche Ausgangspunkt jeder Reise zum Sepik, da Wewak fast täglich per Flug von Port Moresby erreichbar ist. Es gibt mittlerweile diverse Unterkünfte, einige Läden in denen man sich noch etwas mit Proviant eindecken kann, sowie nicht ganz unwichtig, die letzten Bankomaten.
    Wewak
  • Der Sepik

    Nach einer 5-stündigen Fahrt, in einen Minibus eingepfercht und drei weiteren Stunden auf der Ladefläche eines Lastwagens erreichte ich Pagwi, einen der drei Orte am Sepik mit Strassenanschluss. Hier erblickte ich ihn endlich, den mysteriösen Sepik River.Was für ein Anblick, wie sich das Wasser langsam Richtung Meer schiebt. Wäre es nicht schon kurz vor Sonnenuntergang gewesen, ich wäre noch Stunden am Fluss gesessen.
    Der Sepik
  • Letzter Shop in Pagwi

    In Pagwi gibt es noch einen letzten, kleinen Shop. Viel zu kaufen gibt es allerdings nicht, aber eine verstaubte Büchse Cola und ein knapp abgelaufenes Pack Chips fand ich dann doch noch im Sortiment.
    Letzter Shop in Pagwi
  • Per Bootsstop nach Ambunti

    Wieder einmal war mir mein Reiseglück hold. Schon am ersten Morgen fand ich eine Mitfahrgelegenheit nach Ambunti, dem administrativen Zentrum der Region. Auf dem Boot war es zwar eng und unbequem, aber die Gastfreundschaft dieser Menschen hat mich diesen Umstand mehr als vergessen lassen.
    Per Bootsstop nach Ambunti
  • Krokodile

    Der Sepik wird auch von vielen Krokodilen bevölkert. Gesehen habe ich sie aber nur in den verschiedenen Zuchtstationen der Einheimischen. Sie fangen und züchten Krokodile, weil sie gutes Geld für die Haut bekommen.
    Krokodile
  • Dorf am Fluss

    Im mittleren Teil des Sepik kommt man noch oft an kleinen Dörfern vorbei. Da der Wasserstand zwischen Regen- und Trockenzeit stark variert, leben die Menschen entweder auf den Hügeln, oder in Stelzenhäusern.
    Dorf am Fluss
  • Schnitzereien

    Vorallem der mittlere und untere Teil vom Sepik Fluss ist bekannt für wunderschöne Schnitzereien.
    Schnitzereien
  • Unterwegs nach Wagu

    Sowohl in Wewak, wie auch in Pagwi wurde mir mehrfach gesagt, dass ich keine Chance hätte, per Bootsstop ins Dorf Wagu in der Wasui Lagune zu kommen. Aber das Glück hat mich nicht verlassen. Ich traf auf eine Gruppe junger Leute, welche für einen Monat in Ambunti eine Art ärztlicher Ausbildung genossen. So sollen sie fähig sein, zurück in ihren Dörfern, kleinere Krankheiten und Verletzungen zu heilen. Und genau diese Gruppe machte sich kurz nach meiner Ankunft in Ambunti auf den Weg nach Wagu. Glück muss man haben...
    Unterwegs nach Wagu
  • Lodge in Wagu

    In Wagu traf ich auf Mathew, von dem ich schon gehört und gelesen hatte. Mathew hat, wie wenige bisher, erkannt, wie man an den Touristen einen kleinen Nebenverdienst erwirtschaften kann. Kurzerhand stellte er eine zusätzlich Holzhütte auf, in der er nun seine Gäste unterbringt. Die Wagu oder Wasui Lagune ist schlicht ein kleines Paradies auf Erden. Vielleicht auch darum ist der Paradiesvogel (das Wappentier Neuguineas) in den Wäldern um Wagu stark vertreten.
    Lodge in Wagu
  • Das Boot wird bereitgemacht

    Ich beschloss, die nächsten Tage mit Mathew die Region weiter flussaufwärts sowie den April River zu erkunden. Zuerst mussten aber die Löcher im Einbaum gestopft werden.
    Das Boot wird bereitgemacht
  • Unterwegs im Urwald

    In der Zwischenzeit unternahm ich eine Wanderung mit den Söhnen von Mathew durch den Urwald zu einem kleinen Wasserfall. Die Speere nahmen wir mit, für den Fall dass uns ein paar Wildschweine begegnen sollten.
    Unterwegs im Urwald
  • Gewitter im Anzug

    Obwohl eigentlich noch Trockenzeit sein sollte, hatte der Fluss bereits leichtes Hochwasser. Auch an meinem ersten Abend in Wagu zog ein kräftiges Gewitter auf.
    Gewitter im Anzug
  • Los gehts!

    Am nächsten Morgen ging es dann los. Begleitet wurden Mathew und ich von seinem Schwager und dessen Sohn. Zuerst mussten wir aber wieder flussabwärts zurück nach Ambunti...
    Los gehts!
  • Tankstelle in Ambunti

    ...weil sich dort die Tankstelle der Region befindet. Die Zigarette liess der Tankstellenbesitzer die ganze Zeit im Mund. Da blieb ich mal lieber in sicherer Distanz.
    Tankstelle in Ambunti
  • Weisskopfseeadler

    Auch Weisskopfseeadler sieht man neben vielen anderen Vögeln täglich.
    Weisskopfseeadler
  • Urwald am Fluss

    Der Fluss schlängelt sich mehrheitlich durch dichten Urwald, vereinzelt unterbrochen durch kleine Plantagen von Sagopalmen. Daraus wird Sago gewonnen, ein Stärkemehl und eines der Hauptnahrungsmittel der Region.
    Urwald am Fluss
  • Abkürzung

    Grosse Flussschlaufen werden oft durch enge "Kanäle" abgekürzt. Leider waren sie oft auch mit Schwemmholz verstopft, was längere Räumungsarbeiten nach sich zog.
    Abkürzung
  • Ankunft in Kagiru

    Kagiru liegt an einem Nebenfluss des Sepik, dem April River. Wie überall wird man bei Ankunft vom halben Dorf empfangen. Am Anfang wird man noch etwas skeptisch beäugt...
    Ankunft in Kagiru
  • Mädchen mit Schwester

    ...schnell weicht die Skepsis aber und herzliches Interesse an dem komischen weissen Mann kommt auf. Wohin ich auch ging, immer wurde ich von einer Horde Kinder begleitet.
    Mädchen mit Schwester
  • Himmelbett am Ende der Welt?

    In Kagiru wurde ich in einer leerstehenden Hütte untergebracht, wo ich mir ein richtiges, kleines Himmelbett bastelte. Aufpassen musste man etwas auf die Löcher im Boden.
    Himmelbett am Ende der Welt?
  • Aussicht von Bukapuki

    Am nächsten Morgen fuhren wir weiter den April River hinauf nach Bukapuki. Dort lebte vor einigen Jahren ein amerikanischer Missionar, welcher sich auf dem höchsten Punkt eine Hütte baute. Die Aussicht von dort war herrlich.
    Aussicht von Bukapuki
  • Begleitung in Bukapuki

    Wieder wurde ich von einer Horde Kinder begleitet.
    Begleitung in Bukapuki
  • Abschied in Kagiru

    Auf dem Rückweg hielten wir nochmals in Kagiru, um uns von unseren Gastgebern zu verabschieden. Lang war ich zwar nicht da, aber die Menschen dort sind mir alle auch in dieser kurzen Zeit ans Herz gewachsen.
    Abschied in Kagiru
René Zimmerli

René Zimmerli

Am liebsten stapfe ich mit Schneeschuhen die «Höger» rauf, um dann per Snowboard eigene Spuren in den Pulver zu ziehen. Bei mir liegt der Fall ziemlich klar: Ich stehe auf Berge – sei es in den Alpen, Anden oder im Himalaya. Seit vielen Jahren bin ich bei Globetrotter und fühle mich bestens aufgehoben – insofern bemerkenswert, als es bereits mein zweiter Einstieg ins Reisebusiness ist. Nach meiner Reisebürolehre flüchtete ich nämlich Hals über Kopf aus der Branche und wurde zum Traveller: Nur gerade Badeferien zu verkaufen, das war wirklich nicht mein Ding.

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