Reiseerlebnis
erlebt von Ursula Buchs

Skandinavien im Winter: Vom verschneiten Finnland ins winterliche Norwegen

Reisen aktuell möglich
Skandinavien im Winter: Vom verschneiten Finnland ins winterliche Norwegen
Anfang Februar gibt es in Nordskandinavien bereits acht Stunden Tageslicht – ideal, um zuerst stationär im verschneiten Finnland ein Blockhaus zu mieten und die vielseitigen Aktivitäten auszuprobieren, und danach per Mietwagen die faszinierenden norwegischen Fjordlandschaften zu erkunden.

Reiseroute

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  • Romantischer Hüttenzauber

    Für acht Leute lohnt es sich, frühzeitig eine geeignete Unterkunft zu suchen. Wir werden im Süden von Levi in der Ortschaft Sirkka fündig. Mit vier separaten Zimmern, frei stehend im Wald, Schwedenofen, Sauna, modern ausgestattet und direkt am Fluss neben der Langlaufloipe die perfekte Unterkunft für uns Weltenbummler.
    Romantischer Hüttenzauber
  • Unterirdisches Helsinki

    Wir beginnen die Reise aber weiter südlich: Die Hauptstadt Finnlands erhält bei Skandinavienreisenden wenig Aufmerksamkeit. Zu Unrecht, finde ich, denn die künstlerischen U-Bahn-Stationen, die modernen Designläden, die Lage am Meer, der Hafen mit den antiken Schiffen, die kulinarisch vielfältigen Markthallen und Restaurants, der sowjetische Einfluss, die Architektur und die freundlichen Bewohner sind einige Argumente dafür, Helsinki eine Chance zu geben.
    Unterirdisches Helsinki
  • Wintersicherer Flug zum Polarkreis

    Bevor die Finnair bei Schnee und Eis abhebt, bekommt sie am Boden eine Art Dusche verpasst. Arbeiter besprühen den Flieger mit einer speziellen Flüssigkeit, die Schnee und Eis zum Schmelzen bringt. Kurze Zeit später landen wir in Kittilä, 1000 Kilometer weiter nördlich.
    Wintersicherer Flug zum Polarkreis
  • Klassisches Finnland

    Schlicht, aber modern skandinavisch mangelt es uns die ganze Woche an nichts. Wir sind eine Gruppe von acht Freunden aus der Schweiz, Deutschland, der Türkei, China und den USA. Jeden Abend übernimmt eine andere Nation die Küche.Natürlich wird auch auswärts typisch finnisch gegessen im Dorf Levi, einem Skiort, der hauptsächlich bei einheimischen Urlaubern beliebt ist.
    Klassisches Finnland
  • Die erste Polarnacht

    Noch im Flieger nach Kittilä wird mir die Hoffnung auf Nordlichter genommen: Mein Sitznachbar – ein Südfinne – erzählt, er reise seit 22 Jahren einmal pro Winter in den Norden und habe noch nie Nordlichter gesehen. Zum guten Glück ist der US-Amerikaner unserer Gruppe mit Jetlag «gesegnet» und ruft nachts um zwei Uhr das ganze Haus aus den Federn weil der Himmel grün, gelb und violett leuchtet und pulsiert. Fast zwei Stunden dauert das Spektakel – ein Ereignis, das man nie wieder vergisst und das auf jede Reise-Wunschliste gehört!
    Die erste Polarnacht
  • Vom Rentier geküsst

    An Tag zwei sitzen wir nach dem Frühstück zusammen und erstellen eine Liste: Jeder darf eine Aktivität nennen, die er/sie gern erleben möchte. Die Meistgenannten wollen wir danach im Touristenzentrum buchen. Snowboarden, Skifahren, Fatbikefahren, Rentier- oder Huskysafaris, Skilanglauf, Reitsafaris, Eisangeln, Schneeschuhtouren, Motorschlitten, Snowkiten – die Anzahl an Möglichkeiten ist riesig.
    Vom Rentier geküsst
  • Die Berge Finnlands

    Steigt man in Levi in die Höhe, hat man einen fantastischen Rundumblick. Im Vergleich zur Schweiz gibt es hier nur sogenannte «Tunturi»: Knapp 700 Meter hohe, waldfreie Hügel. Levi ist das beliebteste und bekannteste Skiresort in Finnland. 28 Lifte, 43 Pisten und im März immer noch 75 cm Schnee. Warteschlangen an den Liften? Fehlanzeige!
    Die Berge Finnlands
  • Schneeschuhwandern im magischen Licht

    Wer keine Lust auf Skifahren hat, kann Schneeschuhe montieren. Diese schnallt man sich unter die Wanderschuhe und wandert durch den tiefsten Schnee. Spass pur ist garantiert! Zur Auswahl stehen viele ausgeschilderte Wege, auf denen man auch mal Skilangläufer oder Schneemobile antrifft.
    Schneeschuhwandern im magischen Licht
  • Im Schlittengespann

    Das Angebot an Hundeschlittentouren ist riesig. Da wir keine vorgebucht haben, müssen wir in dieser beliebten Ferienwoche einfach nehmen, was wir noch kriegen. Wir machen eine vierstündige Tour, bei der wir den Schlitten zu zweit abwechselnd selber fahren dürfen. Für mich steht sehr schnell fest, dass ich in Zukunft einmal eine mehrtägige solche Tour unternehmen möchte.
    Im Schlittengespann
  • Gruppeninstruktion Motorschlitten

    Zum ersten Mal im Leben fahre ich Motorschlitten. Die Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt und vor der Abfahrt testet der Vermieter den Alkoholpegel von jedem Teilnehmer. Nach einer detaillierten Instruktion geht es los, zu zweit auf einem Schlitten. Wir verbinden diese Fahrt mit Eisfischen, etwas wofür mir schlicht die Geduld fehlt. Es beginnt zu schneien, der Wind fegt über den vereisten See und fangen kann niemand etwas...
    Gruppeninstruktion Motorschlitten
  • Im Flur des Eishotels

    Das Eishotel wird jede Wintersaison fast komplett neu erbaut, der Fluss aus dem das Eis «geerntet» wird, fliesst direkt vor der Tür. Die aufwändig gestalteten Suiten werden ganzjährig konserviert. Im Winter sind oft alle Zimmer belegt, eine frühzeitige Reservation ist unbedingt notwendig. Hier gibt es zum Beispiel eine Eiskapelle, eine Eisbar, ein Schneetheater und eine Galerie mit Eisskulpturen.
    Im Flur des Eishotels
  • Ein Doppelzimmer im Eishotel

    Schlafsäcke, Kissen und Decken liegen bereit. Alle Zimmer bieten Zugang zu einem Gemeinschaftsbad, das geheizt ist. Es gibt jegliche Zimmerkategorien, auch Suiten mit Privatbad, in denen das Bett erwärmt wird und man ziemlich sicher nicht frieren muss.
    Ein Doppelzimmer im Eishotel
  • Eisige Morgenstunden

    Unsere Lapplandreise findet während einem «relativ» warmen Winter statt, wir erleben Tagestemperaturen von ca. minus 10 Grad im Schnitt. Minus 30 Grad hätten uns bestimmt öfters freiwillig im Haus bleiben lassen. Aber so lassen wir es uns nicht nehmen, frühmorgens auf einen See zu fahren und mit kochendem Wasser ein paar tolle Kältefotos zu schiessen – die einzige Tageszeit in der Licht und Temperaturverhältnisse dafür stimmen.
    Eisige Morgenstunden
  • Per Mietwagen durch Norwegen

    Wir Schweizer sind es gewohnt, unter winterlichen Bedingungen Auto zu fahren. Die hiesigen Fahrzeuge sind für den Winter ausgerüstet, die Reifen haben alle Spikes, Stahl- oder Hartmetallstifte, welche in das Profil von Winterreifen eingepresst werden. Diese ragen ein wenig aus der Lauffläche heraus, was dem Reifen bei eisglatter Fahrbahn mehr Haftung verleiht. Die vereisten Strassen im hohen Norden werden nämlich nur aufgeritzt, nicht komplett geräumt.
    Per Mietwagen durch Norwegen
  • Norwegische Fjordlandschaften

    Kaum haben wir die Grenze zu Norwegen passiert, verändert sich die Landschaft komplett. Wo Finnland flach und extrem bewaldet ist und der Reiz in der Schneemenge liegt, so ist Norwegen landschaftlich absolut spektakulär. Die Strassen führen den Fjorden entlang oder in die Höhe, wo man einen fantastischen Weitblick geniessen kann.
    Norwegische Fjordlandschaften
  • Im Aussengefrierfach

    Das Gefrierfach eines jeden Nordmanns ist riesengross – praktisch jedes Haus besitzt ein Bootshaus, vor dem der kürzlich gefangene Fisch draussen an der Kälre gelagert wird.
    Im Aussengefrierfach
  • Auf Stelzen im Wasser

    Eine der traditionellen norwegischen Behausungen nennt sich Rorbu. Ursprünglich waren dies saisonal genutzte, aus Holz errichtete Fischerunterkünfte. Der rote Anstrich kommt daher, dass die sogenannte Tranfarbe besonders gut gegen die Witterung schützt. Gut erhaltene Rorbuer werden restauriert und als rustikale, spektakulär gelegene Unterkünfte für Touristen an den Küsten des Landes angeboten.
    Auf Stelzen im Wasser
  • Auf Umwegen unterwegs

    Ein Fjord ist gemäss Wikipedia ein weit ins Festland hineinreichender Meeresarm. Ist man in Fjordnorwegen unterwegs, wird einem diese Tatsache hundertmal vor Augen geführt – die Landschaft ist der Wahnsinn und wir können uns kaum sattsehen!
    Auf Umwegen unterwegs
  • Die Nordlichtkathedrale

    Fährt man an Alta vorbei, lohnt sich ein kurzer Stopp, um die Nordlichtkathedrale zu bestaunen. Ein eindrücklicher Designbau aus Beton, dessen Innenbeleuchtung an die farbigen Himmelsphänomene erinnern soll.
    Die Nordlichtkathedrale
  • Ein Abschied, der schwer fällt

    Uns allen fällt der Abschied schwer, nicht nur voneinander, sondern auch vom winterlichen Skandinavien: Noch nie war ich nach zwei Wochen Ferien so erholt. Die Mischung aus Beisammensein, Ruhe, Neuem erleben, Friedlichkeit, viel Natur und frischer Luft ist für mich DER Inbegriff von Erholung, und ich komme bestimmt wieder!
    Ein Abschied, der schwer fällt
Ursula Buchs

Ursula Buchs

Wie kommt eine Solothurnerin dazu, in St. Gallen Fuss zu fassen? Indem ich mich im 4x4 Camper auf eine mehrjährige Reise durch Nord-, Zentral- und Südamerika begebe und nach sieben platten Reifen, 1'230 Tagen und 127'000 Kilometern unterwegs auf den Pisten der Amerikas bei Globetrotter lande. «Daheim» ist seither in der Ostschweiz, wo sich die eigenen vier Wände nicht mehr bewegen.

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Wissenswertes rund um Finnland

Beste Reisezeit

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Geeignete Reisezeit: Die beliebteste Sommerreisezeit sind die Monate Juni und Juli. Wintersportler besuchen Finnland am besten in der Zeit von Februar bis Mitte April.

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