Reiseerlebnis
zusammengestellt von Christine Landolt

Russland – Faszinierende Bergwelt im Altai

Reisen aktuell möglich
Russland – Faszinierende Bergwelt im Altai

Diese geführte Trekking- und Erlebnisreise führt nach Russland ins südliche Sibirien. Die Region Altai mit ihren alles überragenden Schneegipfeln ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber und -liebhaberinnen, die sich gerne in unberührten und touristisch unerschlossenen Gegenden bewegen.

  • Orte
    ab/bis Gorno Altaisk
  • Empfohlene Reisedauer
    18 Tage
  • Transportmittel
    Flug, Minibus, 4x4-Fahrzeug, Trekking
  • Unterkunft
    Sommerhäuser, Gasthäuser, Familienunterkünfte, Zelt

Reiseroute

  • Tag 1 | Flugreise nach Russland

    Flug nach Moskau, wo wir am Terminal abgeholt werden. Für die Weiterreise in den Altai müssen wir den Flughafen wechseln. Die Fahrt führt durch städtisches Gebiet und lässt die Ausmasse der Grossstadt erahnen.

    Transferzeit zirka 1 ½ Stunden.

  • Tag 2 | Weiterreise in den sibirischen Altai

    Inlandflug nach Gorno Altaisk, Hauptstadt der autonomen Republik Altai im asiatischen Teil Russlands. Als erstes besuchen wir das National Museum, wo wir viel Wissenswertes über die lokale Geschichte, die Menschen und ihre Traditionen erfahren. Eine ideale Einstimmung auf die entlegene Region, die wir kennenlernen wollen. Anschliessend fahren wir nach Kamlak, wo wir uns in gemütlichen Holzbungalows einquartieren und Zeit haben, uns von der langen Anreise zu erholen.

    Übernachtung in Bungalows in Kamlak (411 Meter). Fahrzeit 2 Stunden.

  • Tag 3 | Nach Tungur

    Eine ganztägige Fahrt bringt uns weiter in den Süden. Der Fluss Katun, der grösste Strom im Altai, ist zeitweise unser Begleiter. Auf der abwechslungsreichen Strecke queren wir etliche Pässe und Steppengebiete. In der kleinen Siedlung Tungur, übersetzt «Tamburin des Schamanen» übernachten wir in typisch altaischen Holzhäusern in Mehrbettzimmern. Abends können wir optional bereits die erste Banja, die gemütliche russische Sauna, geniessen (vor Ort zahlbar).

    Übernachtung in Bungalows (860 Meter). Fahrzeit 8 Stunden.

  • Tag 4 | Trekkingbeginn

    Mit UAZ 4x4 Fahrzeugen, den russischen Geländewagen die ursprünglich fürs Militär konzipiert wurden, erreichen wir nach einer kurzen Fahrt den Ausgangspunkt unseres Trekkings. Die erste Wanderetappe entlang des malerischen Kucherla-Flusses führt uns zu unserer Mittagsrast bei der Kuilyu-Höhle, wo wir die Felsmalereien besichtigen.

    Übernachtung im Zelt in Ozek Ore (1270 Meter). Wanderung 4 Stunden, Fahrzeit 30 Minuten.

  • Tag 5 | Türkisblauer Kucherlinskoje-See

    Heute erreichen wir das weite Tal, in dem der wohl schönste See des Altai, der über 5 Kilometer lange Kucherlinskoje-See, eingebettet liegt. Der türkisblaue See wird auch als die Perle des Belucha-Nationalparks bezeichnet und lädt bei gutem Wetter zu einem erfrischenden Bad ein. Unser Lager errichten wir für zwei Nächte an diesem idyllischen Ort.

    Übernachtung im Zelt (1800 Meter). Wanderung 6 Stunden.

  • Tag 6 | Ausflüge am See

    Am heutigen Tag stehen verschiedene Tageswanderungen zur Auswahl. Je nach Wetter und Fitness der Gruppe unternehmen wir eine Rundwanderung am See zu diversen Aussichtpunkten auf die traumhafte Berglandschaft oder wir steigen hoch zum «Blue Lake» auf 2297 Meter, welcher als kleiner Bruder des Kucherlinskoje-Sees gilt. Wer es lieber wärmer mag, gönnt sich am Abend einen Besuch in der Banja nahe beim Zeltplatz (optional). Erneute Übernachtung im Zelt am See.

    Übernachtung im Zelt (1800 Meter). Wanderung 5 Stunden.

  • Tag 7 | Bergauf zum Cedar-Camp

    Wir wenden uns nach Osten und steigen zum Cedar Camp auf. Hier befindet sich die letzte Wasserstelle vor dem Kara Turek-Pass. Mit etwas Glück können wir auf dem Weg Wildziegen oder sibirische Steinböcke beobachten. Im Zedernwald, der von vorwitzigen Zieseln bevölkert ist, schlagen wir das Lager auf.

    Übernachtung im Zelt (2294 Meter). Wanderung 7 Stunden.

  • Tag 8 | Königsetappe Kara Turek-Pass (3060 Meter)

    Nach einem steilen Anstieg haben wir auf dem Kara Turek-Pass (3060 Meter) den höchsten Punkt dieser Reise erreicht. Das Panorama ist überwältigend. Die Aussicht reicht vom Belucha-Massiv, den höchsten Gipfeln des gesamten Altai, über die bewaldeten Täler bis hin zu den endlosen Schneegipfeln der Katun-Kette. Nach dem Abstieg errichten wir unser Lager beim Touristencamp am Akkem-Fluss, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen. Wer möchte, kann heute die Banja benutzen.

    Übernachtung im Zelt (1975 Meter). Wanderung 7 Stunden.

  • Tag 9 + 10 | Am Akkem-See

    Akkem bedeutet auf Türkisch «Weisses Wasser» und der pittoreske Gletschersee macht seinem Namen alle Ehre. Wir verbringen zwei Tage mit Wanderausflügen in seiner Umgebung. Zur Auswahl stehen der mystische «Geistersee», dessen stille Umgebung zum Meditieren und Ausruhen einlädt, das Tal der «Sieben Seen», die mit Wasserfällen verbunden sind, oder das Yarlu-Tal, welches mit seinen verschieden farbigen Felswänden den bekannten russischen Maler Nikolay Roerikh inspiriert hat. Auch die orthodoxe Alpinisten-Kapelle, welche zum Andenken an die Bergsteigenden, welche im Gebiet der Belucha umgekommen sind, errichtet wurde, kann besucht werden. Am Abend vom 10. Tag erwartet uns das belebende Schwitzen in der Banja.

    Übernachtung im Zelt (1975 Meter). Wanderung 3 oder 6 Stunden.

  • Tag 11 | Zum Tekelyu-Wasserfall

    Wir erklimmen den 2400 Meter hohen Sarybel-Pass und steigen wieder an den milchig weissen Akkem-Fluss ab. Die Winderosion hat hier eine märchenhafte Landschaft geformt. Am Nachmittag steht ein Ausflug zum eindrücklichen Tekelyu-Wasserfall, der mit 60 Metern Fallhöhe grösste Wasserfall des gesamten Altai, auf dem Programm. Zeltunterkunft im Tekelyu-Camp.

    Übernachtung im Zelt (1856 Meter). Wanderung 6 Stunden.

  • Tag 12 | Guldayry-See

    Am Morgen geht es steil aufwärts und auf 2380 Metern haben wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht. Anschliessend Abstieg zur Waldgrenze, wo wir im Zedernwald am Guldayry-See unsere Zelte aufstellen.

    Übernachtung im Zelt (2158 Meter). Wanderung 5 Stunden.

  • Tag 13 | Durch den Sailugem-Nationalpark

    Die heutige Etappe führt durch den Sailugem-Nationalpark. Wir wandern über die Ebenen und durch die Täler des Argut-Gebietes – immer begleitet von der wunderschönen Aussicht auf die Umgebung. Unterkunft in Tukhman.

    Übernachtung im Zelt (2195 Meter). Wanderung 6-7 Stunden.

  • Tag 14 | Ein letzter Blick zum Belucha

    Wir verabschieden uns mit einem letzten Blick auf das Belucha-Massiv vom Hochgebirge und steigen ab der Zivilisation entgegen. Bei Tri Berezy steigen wir auf geländegängige Fahrzeuge um, die uns in einer Holperfahrt über den Kuzuyak-Pass zurück nach Tungur bringen. Entspannung in der Banja. Unterkunft in Mehrbettzimmern in Tungur.

    Übernachtung in einfachen Hütten (860 Meter). Wanderung 1 Stunde, Fahrzeit zirka 1 Stunde.

  • Tag 15 | Nach Kamlak

    Auf bekanntem Weg fahren wir nach Kamlak. Unterwegs besuchen wir das Museum für lokale Geschichte und in Uimon das N.K.Roerikh-Museum. In Kamlak quartieren wir uns für zwei Nächte in typischen russischen Holzbungalows ein und geniessen zum Nachtessen die lokalen Speisen.

    Übernachtung im Bungalow (411 Meter). Fahrzeit 8 Stunden. 

  • Tag 16 | Optionale Aktivitäten und Käsefabrik

    Am Morgen haben wir Zeit zur freien Verfügung. Ein erholsamer Spaziergang durch den duftenden Nadelwald zum Sema-Fluss oder im Botanischen Garten bieten sich an. Wer möchte kann auch einen Reitausflug unternehmen oder unter kundiger Führung die Heil- und Teekräuter des Altai kennen lernen (Zusatzkosten vor Ort zahlbar). Gegen Mittag fahren wir gemeinsam zur Käsefabrik von Kamlak und lernen die altaische Art des «Käsens» kennen. Selbstverständlich kann auch gekostet werden.

    Übernachtung im Bungalow (411 Meter).

  • Tag 17 | Besuch einer Maral-Farm

    Wir fahren zur nahe gelegenen Farm «Karim», wo Altai-Marals, die einheimischen Hirsche gezüchtet werden. Produkte aus dem Bastgeweih der Tiere werden als natürliches Heilmittel bei allerlei Unpässlichkeiten angepriesen. Wer möchte kann am «Spa-Programm» teilnehmen und sich ein Geweih-Bast-Bad oder eine Bast-Honig-Massage gönnen. Anschliessend Weiterfahrt nach Gorno-Altaisk, wo wir den letzten Abend unserer Reise verbringen und bei einem Abschlussessen das Erlebte Revue passieren lassen. Unterkunft im Hotel in Gorno Altaisk.

    Übernachtung im Hotel (300 Meter). Fahrzeit 5-7 Stunden.

  • Tag 18 | Heimreise

    Frühmorgens Fahrt zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz via Moskau. Ankunft am Abend.

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu unserem Reiseerlebnis benötigst.

Preis pro Person
ab CHF 5500.–

  • 20.07. – 06.08.2022

  • Flüge Zürich–Moskau–Gorno Altaisk retour in Economy-Klasse
  • Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag
  • Alle Transfers und Überlandfahrten in UAZ Minibus und im GAZ 4x4 Fahrzeug
  • 6 Übernachtungen in Sommerhäusern, Gasthäusern oder einfachen Familienunterkünften im Doppel- oder Mehrbettzimmer, teils Gemeinschaftsnasszellen (6 Nächte Einzelzimmer möglich), 10 Übernachtungen im Zweierzelt
  • Schlafzelte und allgemeine Campingausrüstung
  • Umfangreiche Globotrek-Notfallapotheke
  • Extra Reittier auf dem Trekking
  • Vollpension ab Ankunft bis Abreise in Gorno Altaisk
  • Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft
  • Bewilligungen und Eintritte
  • Visum inkl. Einholung
  • Vorbereitungstreffen
  • Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen

  • Trinkgelder
  • Optionale Ausflüge
  • Persönliche Auslagen
  • Zuschlag Kleingruppe bei unter 8 Teilnehmern

  • Mittelschwere Tageswanderungen, gute Kondition, 3 Tagesetappen von 3-4 Stunden, 5 Tagesetappen von 5-6 Stunden, 3 Tagesetappen von 6 ½-7 Stunden in Höhen bis zirka 3060 Meter. 3 längere Überlandfahrten.
  • Zeltnächte im selben Camp: 2 Nächte am See Kucherlinskoje und 3 Nächte am See Akkem 
  • Die touristische Infrastruktur ist teilweise sehr einfach. Pioniergeist und Flexibilität sind gefragt.
  • Das Hauptgepäck wird während dem Trekking von Tragtieren und der Begleitmannschaft transportiert. Den Tagesrucksack tragen wir selber.
  • Ausdauer für lange Überlandfahrten auf zum Teil schlechten Strassen.
  • Verlängerungen in Russland ab Moskau möglich.
  • Diese Reise kann an beliebigen Daten als Privatreise ab zwei Personen organisiert werden. Kontaktiere uns und verlange eine Offerte. Preis auf Anfrage.

Reiseleitung

Anita Lüthi

«Begonnen hat alles 1990 mit einem Austauschjahr in Südkorea, wo ich in das alltägliche Leben der Koreaner und Koreanerinnen eintauchte. Heim reiste ich mit der Trans- und Turksib-Bahn von Peking über die Mongolei durch Sibirien, Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan. Ich war so fasziniert von Zentralasien und Sibirien, dass ich wieder kommen musste. Diesmal folgte ich der Seidenstrasse nach Ulan Ude am Baikalsee. Dort unterrichtete ich sieben Monate an der Universität. Ich lernte den burjatischen Alltag und den sibirischen Winter kennen. Seit da zieht es mich immer wieder nach Zentral- und Nordostasien. 

Es ist die Auseinandersetzung mit den Kulturen der Völker, die mich fasziniert, ebenso wie die Rauheit der Natur in der die Völker leben, egal ob am Rande der Taklamakan oder im Winter in der Taiga. Es ist eine wunderbare Welt, die es zu entdecken lohnt.

Ich freue mich, anderen Reisenden meine Begeisterung für fremde Kulturen, Lebensstile und faszinierende Landschaften weiter zu geben.»

Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

NAT - 31361

Christine Landolt

Christine Landolt

Ich liebe Maui zum Windsurfen, afrikanische Märkte zum Verweilen, die Rockies zum Skifahren – ich bin ein Bewegungsfreak und Langsamreisende in Personalunion und globetrotte schon mal gerne gegen den Strom: so zum Beispiel, als ich in jungen Jahren den Globus ohne Flugzeug umrundete und dabei den Pazifik als Hitchhikerin segelnd querte. Heute bin ich mit Vorliebe strampelnd unterwegs und erkunde Afrika oder Asien aus dem Bike-Sattel – schweisstreibend, dafür stets hautnah am Geschehen. Und da wäre noch ein Traum: mit VW-Bus und brandneuer Surfausrüstung auf Weltreise zu gehen.

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