Reiseerlebnis
zusammengestellt von Andreas Bider

Rumänien, Moldawien und die Ukraine entdecken

Reisen aktuell möglich
Rumänien, Moldawien und die Ukraine entdecken

Verlasse die ausgetretenen Pfade und erlebe die wilde Schönheit von Rumänien, Moldawien und der Ukraine. 

  • Orte
    ab Bukarest/bis Kiew
  • Empfohlene Reisedauer
    13 Tage
  • Transportmittel
    Privater und öffentlicher Bus, Zug, Boot
  • Unterkunft
    Hotels, Zugabteil

Meine Highlights

Entdecke die Artenvielfalt im Donau Delta
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Entdecke die Artenvielfalt im Donau Delta

Reise abseits der Pfade nach Gagausien
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Reise abseits der Pfade nach Gagausien

Erkunde die Sperrzone von Chernobyl
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Reiseroute

Klicke auf die Pins, um die einzelnen Stationen zu erkunden
  • Tag 1 | Bukarest

    Buna Ziua und willkommen in Bukarest. Wir empfehlen dir, schon etwas eher in Bukarest anzureisen (wenn die Zeit es erlaubt, vielleicht sogar einige Tage eher). Nutze die Zeit, um die vielfältige Schönheit dieser Stadt kennenzulernen. Rumäniens Hauptstadt ist bekannt für ihre Belle Epoque Architektur und kommunistischen Stätten. Hier wird in Superlativen gedacht – Bukarest ist die Heimat eines der grössten Plätze Europas und der Parlamentspalast ist das zweitgrösste Gebäude der Welt. Vielleicht nimmst du an einer Führung durch die kürzlich restaurierte Altstadt teil. Nach dem Welcome Meeting am ersten Abend kannst du dir dann bei einem gemeinsamen Abendessen eine erste Kostprobe der einzigartigen rumänischen Küche gönnen.

  • Tag 2 | Bukarest/Tulcea

    Am Morgen hast du noch etwas Zeit, um das schöne Bukarest zu erkunden, bevor es gegen Mittag mit dem Bus in die Provinzstadt Tulcea geht (zirka 5 Stunden). Tulcea liegt ganz im Osten Rumäniens an den Ufern der mächtigen Donau und ist eine typische rumänische Arbeiterstadt. Schon seit der Antike gilt sie auch als eine wichtige Hafenstadt, da hier die Donau in das Schwarze Meer mündet. Die Stadt wurde in der Vergangenheit von den Byzantinern, Genuesen und Osmanen beherrscht. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gehört Tulcea zu Rumänien. Du hast am Nachmittag ein wenig Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht hast du ja Lust, die Azizie-Moschee zu besuchen. Hierbei handelt es sich um ein ganz besonderes Stück Kultur, welches mit malerischen Minaretten verziert ist. Oder du geniesst den Ausblick vom Siegesdenkmal östlich der Stadt.

  • Tag 3 | Donaudelta

    Heute unternehmen wir eine ganztägige Exkursion durch das Donaudelta. Das UNESCO-Schutzgebiet mit seinen Lagunen, Kanälen und Sümpfen ist eines der grössten Feuchtgebiete der Welt und ein wahres Paradies für Vögel. In diesem 4152 Quadratkilometer grossen Gebiet gibt es rund 30 verschiedene Ökosysteme. Damit liegt das Donaudelta bezogen auf die Artenvielfalt direkt hinter den Galapagos-Inseln und dem Great Barrier Reef. Hier mündet die Donau nach einer 2860 Kilometer langen Reise durch zehn verschiedene Länder ins Schwarze Meer. Das Delta ist auch die Heimat von über 300 Vogelarten. Halte also Ausschau nach den vielen Vögeln, die hier auf schwimmenden Schilfinseln, Weiden, Sanddünen, in Wäldern und entlang der von Bäumen gesäumten Kanäle leben. Die Bootsfahrt gibt dir auch die Chance, das Leben der Einheimischen aus einer einzigartigen Perspektive zu beobachten. Das Delta ist das Zuhause von schätzungsweise 16000 Menschen. Viele dieser Menschen leben isoliert und ohne Zugang zu einer Strasse. Du ernährst dich vom Fischfang. Zur Mittagszeit wird unsere Gruppe dann mit lokalen Spezialitäten oder dem Fang des Tages verwöhnt. Gegen Abend kehren wir nach Tulcea zurück.

  • Tag 4 | Comrat

    Mit einem privaten Fahrzeug geht es für uns heute weiter nach Moldawien, genauer gesagt nach Văleni, unserer ersten Station in Moldawien. Hier wirst du mit einem traditionellen Mittagessen und Live-Musik von einer in dieser Gegend berühmten Grossmutter empfangen. Am Nachmittag geht es weiter nach Comrat, der Provinzhauptstadt der Republik Gagausien. Gagausien ist ein kleiner Landstreifen, der einst an der Seite Transnistriens um seine Unabhängigkeit von Moldawien kämpfte, aber dann nachgab, als er 1994 einen rechtlichen Sonderstatus erhielt. Der offizielle Name lautet nun Autonome Gebietseinheit Gagausien. Gagausien ist die Heimat einer türkischsprachigen Bevölkerung. Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum das so ist. Viele glauben, dass die Gagausen Nachkommen der Seldschuken-Türken sind, die im 13. Jahrhundert hierher eingewandert waren. Nach der Ankunft hast du etwas Zeit, um durch das kleine Zentrum der Stadt zu schlendern. Wenn du die Hauptstrasse entlang gehst, die immer noch nach Lenin benannt ist, siehst du die Statue des Revolutionsführers. Paradoxerweise steht sie in der Nähe eines Denkmals für die Opfer der kommunistischen Repression. Geh auch an dem Denkmal für die im russisch-afghanischen Krieg gefallenen Soldaten vorbei. Geniesse die besondere Atmosphäre von Văleni.

  • Tag 5 | Mileștii Mici / Chișinău

    Nach dem Frühstück geht es für dich weiter nach Chișinău (ausgesprochen Kischi-Nau), die geschäftige Hauptstadt Moldawiens (zirka 2 Stunden). Zuvor hast du aber noch die Möglichkeit, den guten moldawischen Wein bei einer Tour durch das Weingut Mileștii Mici zu verkosten. Mit mehr als 200 Kilometern an unterirdischen Gängen – 55 davon sind mit rund 2 Millionen Flaschen ausgestattet und mit Strassennamen versehen – ist Mileștii Mici die grösste Weinkellerei der Welt. Geniesse eine Führung durch einige der Tunnel (mit dem Auto befahrbar) und probiere einige der aussergewöhnlichen Weine. Anschliessend geht es weiter nach Chișinău. Die Stadt wurde fast vollständig im stalinistischen Betonplatten-Stil wiederaufgebaut, nachdem sie durch drei verschiedene Ereignisse innerhalb von zwei Jahren komplett zerstört wurde: Zuerst die sowjetische Besatzung und ein Erdbeben im Jahr 1940 und dann die Übernahme der Stadt durch die Nazis 1941. Die sowjetischen Hochhäuser dominieren die Stadt, doch durchzogen wird sie von einem breiten Hauptboulevard (benannt nach dem grossen mittelalterlichen König Stephan dem Grossen von Moldawien), der zwei grosse Parks in der Mitte teilt und an dem die wichtigsten Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen. Am Abend hast du vielleicht Lust noch weitere moldawische Weine zu probieren. Der moldawische Wein ist zwar in vielen Teilen der Welt nicht sehr bekannt, doch steht er für eine ausgezeichnete Qualität.

  • Tag 6 | Orhei Vechi / Chișinău

    Wir verlassen Chișinău und fahren weiter in das kleine Dorf Orheiul Vechi (zirka 1 Stunde), wo du ein berühmtes Kloster aus dem 14. Jahrhundert besuchst. Bei dem Kloster handelt es sich um die wichtigste historische Stätte des Landes. Es zählt zum Weltkulturerbe und ist gleichzeitig ein Ort von beeindruckender Schönheit. Hier hat sich der Raut-Fluss im Laufe der Jahrhunderte seinen Weg durch die Landschaft gegraben und ein Tal mit hohen Felsrücken geschaffen. Für die Siedler und Siedlerinnen war dies ein grosser Vorteil, da das Tal leicht zu verteidigen war. Archäologische Ausgrabungen haben Reste von Ruinen und Befestigungen freigelegt, die teilweise aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammen. Die beeindruckendsten Funde bilden die religiösen Stätten. Auf einem der Hügel steht die Kirche Himmelfahrt der Heiligen Maria, die im Inneren einige interessante Wandmalereien aufweist. Der eigentliche Leckerbissen ist aber das Höhlenkloster. Unterhalb eines gedrungenen Glockenturms befindet sich eine schwarze Tür, hinter der eine steile Treppe hinunter zu den Höhlen führt, die auch heute, 700 Jahre nach der Ausgrabung der Stätte, noch von den Mönchen genutzt werden. Geniesse die Aussicht über das Tal, bevor wir zu einem Fest in einem Familienhaus im nahegelegenen Dorf eingeladen sind. Zurück in Chișinău besuchen wir den geschäftigen lokalen Markt, ein wahres Fest der Sinne. Vielleicht kaufst du hier etwas zu Mittag ein, bevor du die Stadt weiter erkundest. Du kannst durch den Park zum Siegesdenkmal der sowjetischen Armee und weiter zur Ewigen Flamme wandern, die den unbekannten Soldaten der Stadt gewidmet ist, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Der Park beherbergt auch die Geburtskirche Christi, ein wichtiger Treffpunkt für Feiern oder auch Proteste. Das Museum für Ethnographie und Natur hat ein fast islamisch inspiriertes Äusseres, während das grosse Nationale Archäologie- und Geschichtsmuseum Ausstellungen von Siedlungen aus der Zeit von 10000 v. Chr. bis zur Sowjetzeit zeigt.

  • Tag 7 | Tiraspol

    Am frühen Morgen fahren wir über die Grenze nach Tiraspol (zirka 3 Stunden), der Hauptstadt der abtrünnigen Republik Transnistrien. Dieser dünne Landstreifen östlich des Dnister, offiziell bekannt als Pridnestrowische Moldauische Republik (PMR), erklärte nach dem Zerfall der Sowjetunion die Unabhängigkeit und setzt im Gegensatz zu Gagausien den Kampf bis heute fort. Transnistrien wird nur von anderen nicht anerkannten ehemalig sowjetischen Abspaltungsrepubliken als unabhängige Einheit anerkannt. Transnistrien ist jedoch tatsächlich weitestgehend unabhängig von Moldawien – unter anderem mit eigenem Parlament, Polizei, Währung und Wappen – und hält noch heute an den sowjetischen Werten fest. Im Jahr 2014 bat der Leiter des transnistrischen Parlaments um den Beitritt zur Russischen Föderation. Nach der Ankunft in Tiraspol unternimmst du einen kleinen Rundgang durch die Stadt entlang der Strasse des 25. Oktobers. Unterwegs triffst du auf die Lenin-Statue, die hoch auf ihrem Sockel vor dem Obersten Sowjet-(Parlaments-)Gebäude steht. Du wirst alte russische Autos auf der Strasse sehen, orthodoxe Kirchen, Hammer und Sicheln, Denkmäler und moderne Konstruktionen, die neben bröckelnden sowjetischen Wohnhäusern stehen. An diesem Ort bist du in einem Moment noch im Hier und Jetzt und im nächsten fühlst du dich 20 oder 30 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt.

  • Tag 8 | Bender/Tiraspol

    Mit dem Oberleitungsbus (eine Mischung aus Bus und Strassenbahn) machen wir uns am heutigen Morgen auf den Weg in die Stadt Bender. Es handelt sich nur um eine kurze Strecke. Bender liegt in der Pufferzone zwischen Transnistrien und Moldawien. Schaue bei der osmanischen Tighina-Festung aus dem 16. Jahrhundert vorbei, einem beeindruckenden Bauwerk am rechten Ufer des Dnister-Flusses. Die fast 5 Kilometer langen Mauern sind mit Wehrtürmen und Toren gespickt, die alle mit leuchtend roten Kegeldächern bedeckt sind. Zurück in Tiraspol steht dir der restliche Tag zur freien Verfügung, um alle Ecken diese ungewöhnliche Stadt zu erforschen. Besuche die Gedenkstätten und das militärische Museum der Hauptquartiere oder das Parlamentsgebäude mit der davorstehenden Leninbüste oder die Krippen-Kirche mit der goldenen Kuppel. Vielleicht möchtest du aber auch lieber zur Brücke im am Flussufer gelegenen De Wollant Park gehen, um Panoramafotos vom Fluss und der Innenstadt von Tiraspol zu machen oder du unternimmst eine Bootstour auf dem Dnister-Fluss. In der Nähe der Universität liegt der Pobedi-Park, welcher auch einen alten Vergnügungspark enthält. Der Park ist ein grossartiger Ort zum Beobachten der Einheimischen. Vielleicht möchtest du später noch die Kvint-Brennerei besuchen, um mehr über den berühmten Raketentreibstoff zu erfahren, der hier in jeder Bar erhältlich ist. Am Hauptsitz des 1897 gegründeten Unternehmens kannst du die preisgekrönten Schnäpse aus Trauben aus der nahe gelegenen bessarabischen Weinregion verkosten.

  • Tag 9 | Odessa

    Eine Zug- oder Busfahrt bringt dich heute über die Grenze nach Odessa in der Ukraine (zirka 2 ½ Stunden), ein unterschätztes Highlight am Schwarzen Meer. Die Stadt wurde Ende des 18. Jahrhunderts von der russischen Herrscherin Katharina der Grossen gegründet, die einen architektonisch interessanten Ausflugort an der Meeresküste schaffen wollte. Russische Aristokraten strömten für eine Abkühlung vom heissen Sommer in die Stadt mit ihren Barock- und Renaissancebauten und schattigen Alleen. Auch heute noch kommen viele Sonnenanbeter*innen für die Sandstrände nach Odessa. Die alten Gebäude wurden während der Sowjetzeit stark vernachlässigt, aber mittlerweile erstrahlt ein Grossteil der feinen Putz- und Marmorarbeiten wieder in altem Glanz. Nach einer Walking Tour mit der Gruppe kannst du über den Primorskiy Boulevard flanieren, wo Babuschkas neben modischen Müttern spazieren gehen. Schaue dir unbedingt die berühmte Potemkin-Treppe an, die von der Strasse bis hinunter ans Wasser führt. Die geschwungene Treppe ist berühmt für ihre Rolle in Sergej Eisensteins Filmklassiker «Panzerkreuzer Potemkin» von 1925. Bekannt ist vor allem die Szene, in der russische Soldaten die Einwohner Odessas während eines antizaristischen Aufstandes 1905 massakrieren. Ein Kinderwagen, der die Treppe herunterrollt, nachdem die Mutter erschossen wurde, ist eines der ikonischsten Bilder des Films. Alternativ kannst du dich in den Parks der Stadt oder in der charmanten Altstadt aufhalten. Die Stadt verfügt über mehrere Strandabschnitte, an denen du dich ein wenig abkühlen kannst.

  • Tag 10 | Odessa / Nachtzug

    Der heutige Tag steht dir zur freien Verfügung, um die hübsche Stadt Odessa und ihre Umgebung zu erkunden. Nimm dir Zeit, um durch die Strassen zu schlendern und die neoklassizistischen und barocken Gebäude zu bewundern – das Nationale Akademische Opern- und Ballett-Theater kann mit seinen Säulen, Bögen, Skulpturen und komplizierten Zierleisten im Rokokostil mit anderen Theatern in Mitteleuropa problemlos mithalten. Schlendere die Fussgängerzone Deribasowskaja entlang und fühl dich in eine andere Zeit versetzt. Vielleicht machst du einen Halt im nahe gelegenen Skulpturengarten des Literaturmuseums, wo jedes Jahr eine neue Statue enthüllt wird. Um die Stadt von einer ganz anderen Seite zu sehen, besuchst du das einzigartige unterirdische Museum des Partisanenruhmes (12 Kilometer ausserhalb der Stadt). Odessa ist auf Kalkstein gebaut und ein Grossteil davon wurde während der Errichtung der Stadt in den 1800er Jahren herausgearbeitet. Dadurch entstanden etwa 2500 Kilometer labyrinthische Katakomben unter der Stadt (das ist mehr als die Entfernung zwischen Odessa und London). Gegraben wurden die Tunnel von denjenigen, die im Schatten arbeiten und sich vor den Herrschenden verstecken wollten. Nachdem die Nazis die Sowjets während des Zweiten Weltkriegs aus der Stadt vertrieben hatten, blieben Dutzende von Rebellengruppen in den Katakomben und warteten auf den passenden Moment, um zuzuschlagen. Die Katakomben beherbergten später Schmuggler und andere kriminelle Gruppen. Heute finden sich hier Forscher und Forscherinnen. Ein kleiner Teil der Tunnel ist in Nerubayske für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen Einblick in das Leben der Soldaten. Du hast bis zum späten Abend Zeit für deine Erkundungen. Dann geht es für uns alle in den Nachtzug nach Kiew (zirka 10 Stunden). Ukrainische Züge sind sehr komfortabel, mit vier Passagieren pro Kabine und viel Platz für dein Gepäck.

  • Tag 11 | Kiew

    Nach der Ankunft in Kiew am frühen Morgen gibst du dein Gepäck im Hotel ab. Dann machen wir gemeinsam mit einer einheimischen Reiseleitung einen Rundgang durch diese herrliche Stadt. Viele Reisende sagen, dass Kiew ein ungeschliffener Diamant ist, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Die Stadt hat eine ganz besondere Energie durch ihre Politik, Kunst und Kultur – es ist ein Ort, an dem sich die sowjetische Pracht mit mittelalterlicher Architektur und religiösen Denkmälern vermischt. In deiner freien Zeit solltest du unbedingt das Lavra-Kloster aus dem 11. Jahrhundert mit Blick auf den Dnister besuchen. Das Äussere des «Höhlenklosters» ist visuell sehr beeindruckend. Du wirst die Fresken mit Heiligen und Türmen bestaunen und beobachten, wie die Goldkuppeln in der Sonne glitzern. Auch das Innere ist ein wahres Wunder, mit kilometerlangen Katakomben darunter, in denen Mönche zurückgezogen betteten, studierten, lebten und starben, wobei ihre Körper durch die kühle Temperatur und die trockene Umgebung der Höhlen erhalten blieben. Um einen Einblick in die Geschichte des Landes zu bekommen, ist ein Halt im ukrainischen staatlichen Museum des Grossen Vaterländischen Krieges zu empfehlen. Ausserdem ist kein Besuch in Kiew vollständig ohne einen Spaziergang auf dem Chreschtschatyk-Boulevard, einen Aufenthalt auf dem Maidan-Platz, wo noch immer die Zeugnisse der jüngsten historischen Ereignisse (wie die Revolution von 2014) zu sehen sind und einen Spaziergang auf dem kirchengesäumten Andreassteig. Diese Strasse, auf der sich Vintage-Stände und Kunsthandwerksläden an kleinen Restaurants und versteckten Bars reihen, wird auch Kiews Montmartre genannt und gehört zu den ältesten und schönsten Teilen der Stadt. Kiew bietet grossartige Orte, um ukrainisches Essen zu kosten und zu entdecken, wie die Ukrainer und Ukrainerinnen am liebsten feiern.

  • Tag 12 | Tschernobyl/Kiew

    Heute verlässt du Kiew für einen ganztägigen Ausflug nach Tschernobyl. In Dytyatky, das am Rande der 30 Kilometer breiten Sperrzone liegt (ein nach dem Unfall von 1986 um die Stadt gezeichneter Kreis), passierest du den ersten Kontrollpunkt. Nach einer kurzen Einführung und Sicherheitseinweisung starten wir unsere Walking Tour durch die Stadt Tschernobyl, vorbei an den Robotern und Fahrzeugen, die zur Reinigung des radioaktiven Niederschlags eingesetzt wurden. Nach einem weiteren Kontrollpunkt hörst du das leichte Klicken des Geigerzählers, während du vor dem Reaktor Nummer 4 stehst, der nun von einem riesigen Sarkophag bedeckt ist. Es handelt sich um das weltweit grösste bewegliche Objekt an Land. Der unbestrittene Höhepunkt des heutigen Tages ist der Besuch der Geisterstadt Pripjat, aus der die Tschernobyl-Arbeiter 36 Stunden nach der Katastrophe evakuiert wurden. Es bleibt noch genügend Zeit, die Leninstrasse, den Hauptplatz, den Kulturpalast, das Hotel Polissya, einen Supermarkt, das berühmte Riesenrad, eine Schule und ein Schwimmbad zu besichtigen. Schlendere durch die unheimlichen verlassenen Strassen und entwickle ein tieferes Verständnis für die schreckliche Katastrophe, die sich hier ereignet hat. Nach dem Mittagessen in der Tschernobyl-Kantine – alle Zutaten werden von ausserhalb der Zone eingeführt und sind nicht belastet – besuchst du das Dorf Paryshiv, um die Selbstsiedler und -siedlerinnen (Menschen, die sich entschieden haben, nach der Evakuierung in ihre Heimat zurückzukehren) zu treffen und die einst streng geheime Duga 3 (der sogenannte «Russische Specht», ein Militärradar) zu sehen. Anschliessend kehren wir nach Kiew zurück und verbringen einen letzten gemeinsamen Abend zum Abschluss eines sehr gelungenen Abenteuers. Vielleicht hast du ja sogar noch Lust, mit der Gruppe in das Nachtleben der Stadt einzutauchen.

  • Tag 13 | Kiew

    Heute geht deine Reise zu Ende. Da keine Aktivitäten geplant sind, kannst du das Hotel jederzeit verlassen. Es gibt so viel zu sehen und zu tun in und um Kiew, dass du dich vielleicht entscheidest, noch ein paar Tage länger zu bleiben. Gerne unterstützen wir dich mit der Buchung von Extranächten im letzten Hotel der Reise (je nach Verfügbarkeit). Bitte wende dich dafür bei Buchung der Reise an deine*n Berater*in.

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu unserem Reiseerlebnis benötigst.

Preis pro Person
ab CHF 2485.–

  • Auf Anfrage

  • 11 Übernachtungen in Hotels mit Frühstück
  • 1 Übernachtung im Zug
  • 4x Mittagessen
  • Englisch sprechende Reiseleitung

  • Hin- und Rückreise aus der Schweiz
  • Übrige Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben

Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

INP - 31351

Fokus Umwelt, Soziales und Tierwohl

Verantwortungsbewusst Reisen

Als zertifiziertes B-Corp Unternehmen verpflichtet sich der Veranstalter dieser Reise, die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf Mitarbeitende, Kund*innen, Lieferant*innen, die Gemeinschaft und Umwelt zu berücksichtigen.

  • Seit 2010 klimaneutrales Unternehmen – gleicht den CO2-Ausstoss seiner Reisen und Firmenstandorte aus
  • Zusammenarbeit mit ausgewählten kommunalen Tourismusprojekten – schafft so Erwerbsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung
  • Beschäftigung von ausschliesslich lokaler Reiseleitung
  • Attraktionen oder Einrichtungen, in denen Wild- oder Haus-/Arbeitstiere ausgebeutet werden, werden nicht besucht. Elefantenritte und Aktivitäten wie Streicheln oder Spaziergänge mit Wildtieren sind auf seinen Reisen untersagt.
Andreas Bider

Andreas Bider

Die sprichwörtliche Überdosis Fernweh war dafür besorgt, dass ich bald einmal die tägliche Routine als Anlageberater an den Nagel hängte und mich in die weite Welt verabschiedete. Die lässt mich seither nicht mehr los, und entsprechend bin ich bis heute «round the world» und allzeit am Entdecken: Ob unter Wasser als begeisterter Taucher, als Trekker auf dem Gipfel des Kilimandscharo oder gedanklich am Planen eines Panamericana-Trips – von Reisemüdigkeit keine Spur.

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