Reiseerlebnis
erlebt von Ursula Buchs

Quer durch den Balkan

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Quer durch den Balkan
Den Hund im Gepäck, das Gaspedal unter den Füssen, das Faltkanu im Kofferraum und viele grosse Fragezeichen im Hinterkopf – ungefähr so wagen wir uns im April/Mai 2018 für vier Wochen in den Balkan. Fast 3500 km fahren wir durch die Schweiz, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro.

Reiseroute

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  • Die grosse Unbekannte

    Den ersten Städtestopp legen wir in der unbekannten Hauptstadt Kroatiens ein. Charakteristisch für Zagreb sind die Architektur mit leichtem Sowjet-Einschlag, die zahlreichen Strassencafés und Eisdielen, Geschäfte, Museen und die vielen, grünen Parks.
    Die grosse Unbekannte
  • Die grüne Lunge der Stadt

    Der Mirogoj-Friedhof über der Stadt gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Zagrebs. Alle Religionen sind hier räumlich gleichgestellt: Gräber von Personen jüdischen, römisch-katholischen, orthodoxen und muslimischen Glaubens finden sich alle nebeneinander. Ausserdem befindet sich auf dem Gelände ein deutscher Soldatenfriedhof, auf dem über 2000 gefallene deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs bestattet sind.
    Die grüne Lunge der Stadt
  • Bosniens: Pendant zu den Plitvicer Seen

    Weniger als eine Fahrstunde entfernt liegt der täglich von tausenden Touristen besuchte Nationalpark der Plitvicer Seen. Am bosnischen Una-Fluss, auf der anderen Seite der Grenze, findet man keine Spur von Massentourismus und der Eintritt kostet einen Bruchteil.
    Bosniens: Pendant zu den Plitvicer Seen
  • Una von oben

    Fast karibisch mutet der Una an. Der Fluss schlängelt sich durch das ländliche Bosnien. Immer wieder passieren wir kleine Dörfer mit hübschen Unterkünften direkt am Flussufer – so macht spontanes Unterwegssein Spass.
    Una von oben
  • Mostar my love

    Ca. 75'000 Einwohner hat die Stadt am Ufer der Neretva. Auch über 20 Jahre nach dem Bosnienkrieg sind die alten Wunden noch offen. Nach jeder Ecke entdeckt man Gebäude mit Einschusslöchern und entsprechenden Graffiti. Besonders bekannt ist das Wahrzeichen Stari Most. Die alte Brücke, eine mittelalterliche Bogenbrücke, wurde 1993 im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut.
    Mostar my love
  • Blick gegen Norden

    Besonders schön ist auch der Blick von der alten Brücke Richtung Norden. In den gepflasterten Gassen drängen sich Geschäfte und Marktstände, im Brückenmuseum wird die lange Geschichte des Bauwerks nachgezeichnet. Eine schmale Treppe führt hinauf zum Minarett der Koski Mehmed Pasha Moschee, die Moschee, Museum und Aussichtsturm zugleich ist.
    Blick gegen Norden
  • Der Neretva entlang

    In der nahen Umgebung von Mostar gibt es einiges zu entdecken. Ganz sicher gehört der kleine Ort Pocitelj dazu, der auch grösstenteils im Krieg zerstört wurde. Viele muslimische Einwohner wurden damals gefangen genommen und deportiert. Viele historische Gebäude wurden restauriert. Wer geschichtlich und architektonisch interessiert ist, kommt im Süden Bosniens definitiv auf seine Kosten.
    Der Neretva entlang
  • Die hundert Fälle von Kravica

    Früher wurden die Wassermassen von Müllern zum Antrieb ihrer Mühlen genutzt, während sich heutzutage vor allem zahlreiche Badegäste an den Wasserfällen tummeln. Die Fälle sind bequem in ca. einer Fahrstunde von aus Mostar zu erreichen. Hier kann man wunderbar picknicken, spazieren und die Ruhe geniessen.
    Die hundert Fälle von Kravica
  • Im Durmitor Nationalpark

    Unweit der bosnischen Grenze finden wir uns auf 2500 Metern in der Kälte und im Schnee wieder. Der Durmitor Nationalpark zählt nicht umsonst zum UNESCO-Welterbe: Die Region mit dem höchsten Gipfel des Landes, der tiefsten Schlucht Europas und zahlreichen saphirblauen Bergseen begeistert Wanderer und Wintersportler gleichermassen. Wir übernachten im etwas trostlosen Hauptort für CHF 16.- pro Nacht und Zimmer und verbringen die Tage in der alpinen Umgebung.
    Im Durmitor Nationalpark
  • Halb Albanien, halb Montenegro

    Durchschnittlich nur sieben Meter tief ist der Skutarisee, der zur Hälfte in Montenegro und zur Hälfte in Albanien liegt. Der Wasserspiegel des Sees schwankt stark, je nach Jahreszeit um bis zu fünf Meter. Überall gibt es Parkbuchten, von denen man einen traumhaften Blick nach unten hat. Die montenegrinische Seite ist ein Nationalpark, und am Ufer gibt es ab und zu ein kleines, charmantes Dorf, eine handvoll nette Unterkünfte mit Seeblick, in denen man die ganze Nacht ein unglaubliches Froschkonzert geniessen kann.
    Halb Albanien, halb Montenegro
  • Mausoleeum auf dem Berggipfel

    Mitten im Lovcen-Nationalpark auf einem Berggipfel im historischen Kern Montenegros liegt ein berühmter Dichter begraben. Für längere Aufenthalte ist die Infrastruktur um den Berg momentan noch nicht gerüstet, für Tagesausflüge ist das Gebiet jedoch ideal. Unser erstes Ziel ist das Besucherzentrum auf der Alm Ivanova Korita auf 1230 Höhenmetern. Hier findet man einige wenige Übernachtungsmöglichkeiten und man kann sich mit Wander- bzw. Radfahrkarte inklusive Routenbeschreibungen ausstatten.
    Mausoleeum auf dem Berggipfel
  • Weltberühmte Bucht

    Wie schön sie ist, die Bay of Kotor mit der gleichnamigen, kleinen Stadt. Kommt man vom Landesinneren her, führen fast 30 enge Haarnadelkurven ans Wasser – man sollte die Augen offen halten für die beste Aussicht. Wir auf jeden Fall konnten uns nicht einigen, welche Kurve den schönsten Blick bietet.
    Weltberühmte Bucht
  • Gemütliche Altstadt

    Kotor ist berühmt für seine von einer eindrucksvollen 4,5 km langen Stadtmauer umgebene mittelalterliche Altstadt. Frühmorgens wenn die Gassen noch leer sind, kann man sich unbeschwert fotografisch austoben und danach in einem der Cafés lecker frühstücken. Achtung, der Kaffee hat es in sich, türkischer Kaffee ist Wasser im Vergleich!
    Gemütliche Altstadt
  • Ruhige Morgenstunden in Kotor

    Täglich wird die Kleinstadt überflutet von hunderten Kreuzfahrttouristen, die Gassen platzen aus allen Nähten, die zweispurige Strasse ächzt unter dem Gewicht der Tourbusse, die Parkings werden überschwemmt. Wir suchen uns eine Unterkunft südlich der Stadt direkt am Wasser und fahren zwei Mal ganz früh am Morgen los, um die Stadt dann wieder verlassen zu können, bevor die Touristenmassen kommen.
    Ruhige Morgenstunden in Kotor
  • Morgenstund hat Gold im Mund

    Nach sieben Jahren bin ich wieder hier in Dubrovnik – wer hätte damals gedacht, dass diese wunderschöne Stadt einen solchen Ansturm Touristenmassen wird verkraften müssen? Natürlich wollen wir trotzdem hin, es liegt ja am Weg, lediglich knappe 100 km westlich von Kotor am Meer. Der Grenzübergang nach Kroatien verläuft problemlos und die Stadt schläft noch. Es ist Sonntagmorgen kurz nach Sonnenaufgang und meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht: die Stadt ist atemberaubend schön.
    Morgenstund hat Gold im Mund
  • Kroatische Inselwelt

    Hunderte Inseln stehen zur Auswahl vor der Küste Kroatiens. Man sollte sich überlegen, was man sucht und dann versuchen, die passende Insel zu finden. Ich habe gelesen, dass neben Rab ein versunkenes Wrack erschnorchelt werden kann. Das gibt für uns den Ausschlag. Zudem ist die Fährüberfahrt kurz und die Insel soll super zum Kanufahren geeignet sein, schliesslich soll unser Faltkanu im Gepäck auch noch zum Einsatz kommen.
    Kroatische Inselwelt
  • Grünes Rab

    Wir quartieren uns für ein paar Tage auf einem Campingplatz direkt am Meer ein. Es hat nicht viele Leute, da noch Vorsaison ist. An der Infrastruktur erkennen wir deutlich, dass es hier in den Sommermonaten ganz anders zu und her gehen muss. Die Altstadt von Rab ist hübsch, es gibt viele Gelaterias und kleine Cafés und Restaurants. Frühmorgens besuche ich fast täglich den Fischmarkt, um Leckereien fürs Nachtessen zu kaufen.
    Grünes Rab
  • Das Faltkanu im Gepäck

    Wenn wir in wasserreichen Gegenden unterwegs sind, darf unser Faltkanu nie fehlen. Hier auf Rab merken wir sehr schnell, dass wir ein Paddelparadies gefunden haben. Man könnte auch mehrtägig um die Insel unterwegs sein mit dem Zelt. Das verschieben wir auf ein anderes Mal, unser Hund ist alt und kehrt abends am liebsten zu seinem kuscheligen Bett zurück.
    Das Faltkanu im Gepäck
  • Ein Hund auf See

    Das Wasser in Kroatien ist noch immer genau so klar und türkisblau wie ich es in Erinnerung hatte. Wir nehmen Proviant und Badesachen mit, ziehen uns und dem Hund die Schwimmwesten an und los geht es. Wir sind täglich mehrere Stunden mit dem Kanu unterwegs, wo es uns gefällt machen wir Halt, schnorcheln, schwimmen, sonnen uns und lassen die Seele baumeln. Ein perfekter Abschluss dieser Reise. Die lange Heimfahrt unterbrechen wir in Südtirol und kommen wunderbar erholt zu Hause in der Schweiz an.
    Ein Hund auf See
  • Reale Gefahr

    Ein ganz anderer Aspekt dieser Reise hat einen etwas bitteren Beigeschmack. Es ist nicht so, dass man sich überall komplett frei bewegen kann, zum Teil warnen Schilder vor potentiellen Landminen. Man sollte sich in bestimmten Gebieten im Voraus erkundigen, wie sicher die Gegend ist, in der man wandern möchte. Auch sonst ist der Krieg noch vielerorts spür- und sichtbar: Gebäude mit Einschusslöchern und zerstörte Bauten sieht man überall. Nichtsdestotrotz, oder gerade deswegen, ist der Balkan sicherlich eine der unbekanntesten, spannendsten Destinationen Europas mit einer grossen Prise Abenteuer.
    Reale Gefahr
Ursula Buchs

Ursula Buchs

Wie kommt eine Solothurnerin dazu, in St. Gallen Fuss zu fassen? Indem ich mich im 4x4 Camper auf eine mehrjährige Reise durch Nord-, Zentral- und Südamerika begebe und nach sieben platten Reifen, 1'230 Tagen und 127'000 Kilometern unterwegs auf den Pisten der Amerikas bei Globetrotter lande. «Daheim» ist seither in der Ostschweiz, wo sich die eigenen vier Wände nicht mehr bewegen.

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