Georgien - Europa oder Asien?

erlebt von
Doris Laich Globetrotter Zürich Stadelhofen

Dies ist die Fortsetzung meiner dreiwöchigen Überlandreise zu zweit und mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Baku (Aserbaidschan) nach Tbilisi (Georgien). Bei Lagodekhi überquerten wir die Grenze zu Fuss und schnappten uns auf der georgischen Seite ein Taxi, einen älteren Mercedes. Der Fahrer presste alles aus seinem Fahrzeug heraus, und wir sausten in Windeseile ins auf einem Hügel gelegene Sighnaghi. Im Flachland ging die Fahrt zügig voran, den Hang hinauf und durch die Kurven ging's zum Glück etwas gemütlicher. Etwas langsamer ging es auch danach weiter – und zwar nach Tiflis und auf der Heeresstrasse Richtung Norden, fast bis zur russischen Grenze.

Die Hauptstadt Georgiens

Die Hauptstadt Georgiens

Tbilisi | Georgien
  • Orte
    Georgien
  • Empfohlene Reisedauer
    1 Woche
  • Transportmittel
    privater Transfer, Taxi, Touren
  • Unterkunft
    einfache Hotels und Gästehäuser

Reiseroute

  • Sighnaghi

    Sighnaghi liegt hoch über der Ebene auf dem Hügel. Die Aussicht ist fantastisch und das Städtchen hat einen südländischen Flair. Ich habe das Gefühl, in der Toscana zu sein. Es gibt viele Beizchen und Restaurants. Für das kulinarische Wohl ist also gesorgt und auch kulturell hat es einiges zu bieten. 

    Sighnaghi
  • Tschortschchella - Georgiens Süssigkeit

    Die etwas speziell aussehende Nationalsüssigkeit Georgiens. Als ich das erste Mal Tschortschchellas sah, dachte ich, es seien Kerzen. Es hat sich aber herausgestellt, dass es Haselnüsse sind, umgeben von eingedicktem Traubensaft und an der Luft getrocknet. Meinen Geschmack treffen sie nicht so ganz. 

    Tschortschchella -  Georgiens Süssigkeit
  • Frauenkloster Bodbe

    Drei Kilometer von Sighnaghi entfernt liegt das Frauenkloster Bodbe, mit dem Grab der heiligen Nino. Es ist eine der heiligsten Stätten Georgiens. Wir nehmen ein Taxi, um dorthin zu gelangen, da es doch eine etwas steilere und kurvigere Strasse ist, und es neben der Strasse keinen Spazier- oder Wanderweg gibt. Auf dem Parkplatz stehen schon viele Cars. Es ist ein Feiertag und die Georgier besuchen das Grab der heiligen Nino. Es gibt auch eine Quelle, die Sankt-Nino-Quelle, mit heiligem Wasser, welches von den Georgiern fleissig in alle möglichen Gefässe abgefüllt wird. 650 Stufen führen ins Tal herunter... und natürlich wieder hinauf. Auch ich nehme die Stufen unter die Füsse und fülle meine Wasserflasche mit dem heiligen Wasser.

    Frauenkloster Bodbe
  • Weindegustation

    Heute gibt es einen Tagesausflug in die Region Telavi, Khareba, Gremi. In Khareba (Weinkellerei) degustieren wir Georgischen Wein. Das Weingut ist in einen Berg gebaut. Durch einen langen Tunnel gelangen wir in die "Keller" des Weingutes. Dort wird uns der Wein serviert und wir können ihn geniessen. In diesem Weingut keltern sie auf die alte, georgische Weise, aber auch auf westliche Weise.

    Weindegustation
  • Kweri

    Die grossen in den Boden gelassenen Gefässe, heissen Kweris und hier drin wird der Georgische Wein gekeltert und gelagert.

    Kweri
  • Wehrkirche Gremi

    Die Wehrkirche Gremi gehört seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe und steht auf einem Hügel über der Strasse von Telawi nach Kwareli. Auch ich erklimme den Hügel auf dem die Kirche steht und geniesse die Aussicht sowie die interessanten Erklärungen in den verschiedenen Sälen. 

    Wehrkirche Gremi
  • Den Überblick behalten

    Vom Kloster Nekresi hat man einen fantastischen Blick über das Land. Die Kloster und Wehrkirchen sind mehrheitlich auf Hügeln erbaut, um alles im Blick und unter Kontrolle zu haben. Die Strasse zum Kloster Nekresi ist extrem steil und ich frage mich insgeheim, ob der Bus das schafft. Tut er. Es gibt aber auch viele Leute, die den steilen Weg zu Fuss bewältigen.

    Den Überblick behalten
  • Zinandali

    Der Landsitz des Fürsten Alexander Tschawtschawadse liegt in der Nähe von Telawi in einer riesigen Parkanlage. Wir spazieren durch den fantastischen Garten mit Baumriesen aus aller Welt. Der Landsitz ist ebenfalls ein Schmuckstück. Eine Abwechslung zu all den Kirchen, Klöstern und Wehrkirchen. Natürlich gibt es auch hier einen Weinkeller.
    Zinandali
  • Auf dem Weg nach Dawit Garedscha

    Von Sighnaghi geht es heute durch einsame Landstriche nach Dawit Garedscha, dem ältesten Kloster Georgiens. Das georgisch-orthodoxe Kloster liegt im Osten Georgiens, unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan. Im Hintergrund ist der grosse Kaukasus zu sehen. Tomas, unser Fahrer - er spricht nur georgisch - steuert den 4x4 gekonnt um Schlaglöcher und Pfützen. Verständigen tun wir uns mit Händen und Füssen und unserem Georgisch-Sprachführer.

    Auf dem Weg nach Dawit Garedscha
  • Kloster Dawit Garedscha

    Das Kloster besteht aus mehreren Anlagen. Im unteren Teil ist unter anderem der Wohnsitz des Patriarchen sowie das Grab von Dawit. Wir kraxeln den Hang hoch, um auch den oberen Teil, das Kloster Udabno mit den Fresken anzuschauen. Eigentlich ist das wieder aserbaidschanischer Boden. Es patrouillieren hier auch Soldaten. Ein Landtausch wurde bis anhin abgelehnt. Wir können den Weg jedoch unbehelligt zurück legen.

    Kloster Dawit Garedscha
  • Aussicht vom Kloster Udabno

    Auf diesem schmalen Weg gehen wir zur Kapelle, um dort die Fresken zu bestaunen. Immer wieder bewundern wir auch die in den Felsen liegenden Höhlen. In der Ferne liegt Aserbaidschan und Armenien.

    Aussicht vom Kloster Udabno
  • Fresken

    Eine der vielen gut erhaltenen Höhlen-Fresken.
    Fresken
  • Tbilisi

    Aufenthalt in der reizvollen Stadt Tbilisi. Um einen ersten Überblick zu erhalten, geht es mit der Seilbahn in die Höhe. Von dort geniessen wir die fantastische Aussicht auf diese tolle Stadt

    Tbilisi
  • Clock Tower

    Beim Spaziergang durch Tbilisi sehen wir viele interessante Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Kulturell hat die Stadt viele zu bieten.  

    Clock Tower
  • Friedensbrücke

    Die Friedensbrücke über den Fluss Kura in Tbilisi verbindet die Altstadt mit dem neueren Stadtteil und ist eine Fussgängerbrücke 

    Friedensbrücke
  • Schwefelbad / Hamam

    Im Schwefelbad im Abanotubani Quartier lasse ich mich von den Strapazen der Stadtbesichtigung verwöhnen. Einmal mehr werde ich geschrubbt, gepeelt und massiert. Das warme Wasser danach ist herrlich. An den «Gestank» des Schwefels gewöhne ich mich mit der Zeit. Müde und relaxed geniesse ich ein leckeres Abendessen in einem der vielen Restaurants in der Umgebung.

    Schwefelbad / Hamam
  • Paris des Kaukasus

    Viele Gebäude sind -  im Paris des Kaukasus - leider verfallen oder am Verfallen. Das Geld für Renovationen fehlt. Die Schönheit und den Charme der früheren Jahre findet man jedoch noch an vielen Stellen, wenn man genau hinschaut. Es ist diese Abwechslung die den Charme von Tiflis ausmacht. 

    Paris des Kaukasus
  • Balkon in Tbilisi

    An vielen Häusern in der Altstadt sind mit Weinreben umrankte Balkone zu sehen, die der Stadt ihren besonderen Charme verleihen.
    Balkon in Tbilisi
  • Festung Ananuri

    Auf der Heerstrasse Richtung Kasbegi stoppen wir bei der Festung Ananuri. Die Lage der Festung am Fluss ist einmalig und gibt tolle Fotos her.
    Festung Ananuri
  • Schafe im Kaukasus

    Wir kommen höher und höher und es wird kälter und kälter. Gudauri, 2196 m ü.M., ist bekannt für Heliskiing. Im Sommer grasen die Schafe auf den weiten Weiden. 

    Schafe im Kaukasus
  • Aussichtsplattform

    Am Weg zur Aussichtsplattform werden Honig und Früchte aus Georgien angeboten. Von der Plattform aus hat man einen fantastischen Blick ins Tal. Etwas weiter auf der serpentinartigen Strasse erreichen wir den Kreuzpass (2995 m), der höchste Punkt der Heerstrasse oder Georgian Military Highway.
    Aussichtsplattform
  • Blick auf Stepanzminda / Kasbegi

    Wir sind nun auf 2200 m Höhe bei der Kirche Gergeti und blicken ins Tal auf Stepanzminda hinunter. In der Ferne liegt Russland. Es ist ziemlich frisch hier oben, aber der Enzian gedeiht trotzdem.

    Blick auf Stepanzminda / Kasbegi
  • Gergeti Kirche

    Endlich erblicke ich sie: die Gergeti Kirche. Mit einem 4x4-Fahrzeug haben wir uns auf einer schmalen Strasse auf 2200m hochgequält. Ich bin froh, als wir oben sind. Der Anblick ist herrlich und die Bergwelt des Grossen Kaukasus fantastisch. Viel zu früh müssen wir wieder runter. Ich wäre gerne noch etwas geblieben.
    Gergeti Kirche

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 1890.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • private Rundreise im Fahrzeug
  • lokale Deutsch sprechende Reiseleitung
  • Mittelklasse Unterkünfte

  • Flug ab/bis Schweiz
  • Mahlzeiten
  • Trinkgelder

Eine Überlandreise von Georgien nach Aserbaidschan ist nicht möglich, nur umgekehrt 

Angebotsnummer: 28465

So wird diese Reise Verantwortungsbewusster

Verantwortungsbewusst Reisen

Diese Reise kann auch gut mit öffentlichen oder lokalen Verkehrsmitteln gemacht werden, wenn man genügend Zeit und Geduld hat. Ansonsten ist es bequemer mit dem privaten Guide und Fahrzeug das Land zu erkunden, da man nützliche Informationen und Geschichten erhält. 

Doris Laich

Doris Laich

Mein Lieblingsort Vancouver bietet einen optimalen Einstieg in die Kanada-typische Unendlichkeit – und damit in die grenzenlose Freiheit, welche ich so sehr schätze. Nebst meiner Liebe zur freien Natur pflege ich auch ein kurioses Hobby: Als treue Supporterin begleite ich das Schweizer Davis-Cup-Team von Match zu Match – sei’s nach Marokko, «down under» oder sonst wohin. Will ich allerdings meinen nächsten Traum – eine Reise auf der Transsib mit Endstation Japan – tatsächlich verwirklichen, werde ich wohl auf einige Games verzichten müssen.

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Wissenswertes rund um Aserbaidschan

Beste Reisezeit

Legende:
Beste Reisezeit
Geeignete Jahreszeit
Weniger geeignete Reisezeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Aserbaidschan x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Die beste Reisezeit für Aserbaidschan ist zwischen April und Oktober wenn es vielerorts warm und trocken ist. In den tiefergelegenen Küstenregionen am Kaspischen Meer, wo auch die Hauptstadt Baku liegt, wird es insbesondere im Juli und August mit Temperaturen bis 40°C teilweise sehr heiss und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.

Alles über Aserbaidschan

Alle Länderinfos über Aserbaidschan findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

Wissenswertes rund um Georgien

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Weniger geeignete Reisezeit
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Georgien x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Die besten Reisezeiten für Georgien sind von April bis Juni und von September bis Oktober. Während diesen Monaten sind die Temperaturen vielerorts angenehm warm und es scheint oft die Sonne. Juli und August gelten als die beliebteste Zeit für Ferien am Schwarzen Meer, allerdings kann es in den tiefergelegenen Regionen während dieser Zeit recht heiss und schwül werden. Im Winter muss in den höhergelegenen Regionen mit viel Schnee und eisigen Temperaturen gerechnet werden.

Alles über Georgien

Alle Länderinfos über Georgien findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

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