Reiseerlebnis
erlebt von Andreas Eugster

Familienreise durch Zentralamerika

Meine Kinder auf dem Weg zur Busstation von Bacalar.

Meine Kinder auf dem Weg zur Busstation von Bacalar.

Bacalar, Mexiko
Familienreise durch Zentralamerika

Mit unseren zwei Kindern (6 und 11) sind wir nach Cancun geflogen, das sich auf der zu Mexiko gehörenden Halbinsel Yucatan befindet. Unser Plan war eine zweiwöchige Rundreise durch Yucatan, Belize und Guatemala. Im Vordergrund stand Familien-Bindung, da wir dafür im Alltag meistens zu wenig Zeit haben. Auch der Besuch der Finca in Guatemala, wo meine Frau und ich uns vor 15 Jahren kennengelernt hatten, war ein Höhepunkt.

  • Empfohlene Reisedauer
    15 Tage
  • Transportmittel
    Busse, Minibusse, «Chicken-Busse», Pick-up-Trucks (auf der Ladefläche), Speed-Boot
  • Unterkunft
    Zweisterne- bis Dreisterne-Hotels, Backpacker-Lodges, Finca, Airbnb

Reiseroute

  • Sonnenaufgang in Playa del Carmen

    Nach einer langen Anreise von Zürich nach Cancun via Madrid müssen wir drei Stunden lang auf unser Gepäck warten. Unser gebuchter Transfer ist natürlich weg. Übermüdet und mit Jetlag verhandeln wir mit Taxi-Fahrern und kommen schlussendlich weit nach Mitternacht im Hotel in Playa del Carmen an. Die Kinder haben diesen ersten kleinen Stress-Test zum Glück mit Bravour bestanden. Und nach kurzem Schlaf gehen wir auch schon an den um diese Uhrzeit menschenleeren Strand. Belohnt werden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang.

    Sonnenaufgang in Playa del Carmen
  • Privatunterkunft in Belize

    Nachdem wir nach einer sehr langen Tagesetappe müde in San Ignacio angekommen sind, müssen wir feststellen, dass gerade das grösste jährliche Festival stattfindet und sämtliche Unterkünfte ausgebucht sind. Die Kinder schlafen fast im Stehen ein. Als wir trotzdem bei einem Guesthouse anklopfen und die Besitzerin unsere Kinder sieht, holt sie sofort ihren Ehemann und beordert, dieser solle uns ins momentan leerstehende Haus seiner Eltern auf dem Land fahren. So kommen wir ganz unverhofft zu dieser sehr speziellen Unterkunft. Infolge Platzmangel im Bett schlage ich mich dann die ganze Nacht lang in der Hängematte mit dem Moskitos rum. Aber solche ungeplanten und spontanen Reiseerlebnisse sind meist die unvergesslichsten.

    Privatunterkunft in Belize
  • Abenteuerliches Reiten

    Für eine Woche lassen wir uns auf der Finca nieder, wo meine Frau und ich uns einst kennengelernt hatten. Ein wunderbarer Ort inmitten der Natur und nahe dem vom Tourismus sehr wenig beachteten Städtchen Poptun im Bundesstaat Peten, Guatemala. Ein Paradies für Erwachsene, vor allem aber auch für die Kinder. Unter anderem machen wir einen zweistündigen Ausritt. Für die Kleinen ist es das erste Mal auf dem Rücken richtiger Pferde. Sie lieben es. Nun möchte unsere Tochter natürlich auch in der Schweiz Reitunterricht nehmen ...

    Abenteuerliches Reiten
  • Kochen bei den Einheimischen

    Da wir hier viele lokale Familien kennen, werden wir mit Einladungen geradezu überhäuft. Zur Freude der Kinder werden sie überall wärmstens willkommen geheissen, können mit Gleichaltrigen spielen und werden auch in die Geheimnisse der Tortilla-Herstellung eingeführt – sozusagen das Grundnahrungsmittel in Guatemala, da es sehr günstig ist und die Mägen füllt. Auch wir sind immer wieder beeindruckt, was für tolle Gerichte in diesen für unsere Verhältnisse primitiven Küchen hergezaubert werden.

    Kochen bei den Einheimischen
  • Natürliche Pools

    Der bei Touristinnen und Touristen gänzlich unbekannte Rio Machaquila verläuft durch den ganzen Bundesstaat. Eigentlich ein absoluter Geheimtipp. Über Schotterpisten gelangt man zu natürlichen Pools, die man unter der Woche meist für sich alleine hat – an den Wochenenden teilt man sie sich bloss mit Einheimischen. Das Wasser ist wunderbar erfrischend und das Schwimmen perfekt für Kinder geeignet. Währenddessen bereite ich über einer Feuerstelle am Ufer ein feines BBQ zu. Eigentlich fast wie an der Sitter in der Schweiz.

    Natürliche Pools
  • Höhlenwanderung

    Eine schweisstreibende, zirka eineinhalbstündige Wanderung über Felder und durch Dschungel bringt uns zu einer versteckten Höhle. Nach einem kleinen Eingang tut sich eine riesige Höhlenwelt auf – mit beeindruckenden Felsformationen, mit Stalagmiten und Stalaktiten sowie selbstverständlich mit unzähligen Fledermäusen. Weit im Innern können wir dann sogar bei Kerzen- und Fackellicht in Pools schwimmen. Ein sehr spezielles Erlebnis. Gemäss unserem Guide wurde die Höhle früher von den Mayas genutzt.

    Höhlenwanderung
  • Weiterreise mit Chicken-Bus und Boot

    Nach einer wunderbaren Woche auf der Finca geht es weiter per Chicken-Bus nach Rio Dulce. Rio Dulce ist die Bezeichnung des hiesigen Flusses, aber auch der Name einer bei Weltumseglern bekannten Ortschaft. Hier ankern die Segelschiffe, nachdem sie die Schlucht des Rio Dulce hochgesegelt sind, während der Hurrikan-Saison im sicheren Hafen. Sie werden in den zahlreichen Werften überholt, um dann im Dezember ihre Reise fortsetzen zu können. Wir nehmen das öffentliche Speed-Boot und fahren diese wunderschöne Schlucht bis zur Ortschaft Livingston, die auf der Karibik-Seite von Guatemala liegt. Unterwegs gibt es zahlreiche Jungle-Lodges am Wasser, wo Touristinnen und Touristen sowie Backpacker übernachten können.

    Weiterreise mit Chicken-Bus und Boot
  • Swimmingpool in der Backpacker-Lodge

    Nach einer langen und anstrengenden Reise beziehen wir eine klassische Backpacker-Lodge mit kleinem Restaurant und rustikalen Zimmern mit Terrasse. Während die Eltern gemütlich etwas Kühles trinken, vergnügen sich die Kinder im Pool und waschen sich den Staub der Reise ab. Wir sind in Livingston angekommen, das Dorf der Garifuna – eine eigene Bevölkerungsgruppe, die ihre eigene Sprache und Kultur hat. Wir befinden uns an der Karibikküste von Guatemala, aber man fühlt sich eher wie auf Jamaika. Livingston ist der Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Punta Gorda in Belize.

    Swimmingpool in der Backpacker-Lodge
  • Am Strand von Placencia

    Nach einer zweistündigen, extrem stürmischen Überfahrt im offenen Speed-Boot kommen wir (und unser Gepäck) total durchnässt wieder in Belize an. Wir können uns aber weder ausruhen noch unsere Sachen trocknen lassen, denn wir müssen sofort den letzten Bus nach Placencia erwischen. Der Papierkrieg an der Grenze dauert wie immer lange, aber wir schaffen es gerade noch rechtzeitig. Nach weiteren drei Stunden im Chicken-Bus kommen wir am Zielort an und beziehen das gebuchte Airbnb. Ein cooler, zweistöckiger Bungalow. Am nächsten Tag geht es natürlich sofort zum Strand – und wir sind sehr positiv überrascht vom feinen Sand, der Sauberkeit und dem türkisfarbenen Meer. Die Kinder haben die Strapazen des letzten Tages bereits wieder vergessen.

    Belize ist deutlich teurer als Mexiko oder Guatemala.
    Am Strand von Placencia
  • Reisen wie früher

    Nach drei herrlichen Tagen in Placencia müssen wir uns leider auf den Weg in Richtung Norden nach Mexiko machen. Ein langer Reisetag steht uns bevor. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht genau, wie weit wir es letztlich schaffen werden. Frühmorgens wird gepackt und wie immer alles ganz genau abgesucht, damit nichts vergessen geht. Dies kann bei vier Personen nämlich schnell einmal passieren. Dann installieren wir uns am Strassenrand und hoffen, dass nach nicht allzu langer Zeit ein Bus erscheint – was dann auch tatsächlich geschieht. Ein Bus, der uns bis nach Belize City bringt. Von da aus gehts weiter bis an die Grenze zu Mexiko, wo ein weiterer, relativ mühsamer Grenzübertritt auf uns wartet. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon gut acht Stunden unterwegs sind, gönnen wir uns schliesslich bis zur Lagunenstadt Bacalar noch eine Taxifahrt.

    Reisen wie früher
  • Wohlverdient

    Nachdem wir in Bacalar in unser Hotel eingecheckt haben, gönnen wir uns ein wohlverdientes Abendessen im besten Steakhouse der Stadt. Allgemein gehört der kulinarische Aspekt immer zu den Höhepunkten auf Reisen – egal, wo. Überall auf der Welt gibt es verschiedenste Spezialitäten. Meistens geniessen wir die Köstlichkeiten an lokalen Strassenständen oder in kleinen Restaurants, aber manchmal gönnt man sich auch etwas Luxuriöseres – und umso besser schmeckt es uns hier im Steakhouse!

    Wohlverdient
  • Künstlerische Betätigung auf dem Nachtmarkt

    Etwas vom Interessantesten auf jeder Reise ist der Besuch eines Marktes bei Nacht. Da gibt es immer aufregende Dinge zu entdecken. Sei es Kulinarisches, Musikalisches – oder, wie hier, einen Outdoor-Malworkshop für Kinder. Man kann stundenlang herumschlendern, mit den Einheimischen plaudern und immer wieder einen neuen Snack probieren.

    Künstlerische Betätigung auf dem Nachtmarkt
  • Austern und Lagune

    Den letzten Tag unserer Reise verbringen wir an der Lagune von Bacalar, auch «die Lagune mit den sieben Farben» genannt. Wenn die Sonne auf die Lagune scheint, stimmt dies in der Tat. Darin zu schwimmen ist ein Traum. Man kann auch Kajaks mieten. Zum Abschluss gönnen wir uns dann noch feinste Austern aus der Lagune und ein letztes mexikanisches Kühlgetränk.

    Austern und Lagune

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 2000.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • Flüge, ÖV-Transport, Unterkünfte, Verpflegung, Ausflüge, Tagestouren

Geld wechseln kann man jeweils an den Grenzen. Auch Bankomaten (ATMs) sind verfügbar. Für Grenzübertritte unbedingt genügend Zeit einrechnen. Es müssen immer Formulare für jede Person einzeln ausgefüllt werden. Meistens bilden sich Warteschlangen.

Angebotsnummer: 110003

Andreas Eugster

Andreas Eugster

Als «randerfahrungssüchtiger Philosoph» schlitterte ich auf meinen Reisen gewollt von Extrem zu Extrem. Sei es, dass ich mit thailändischen Buddhisten über den Sinn des Lebens diskutiere, mich von hohen Klippen ins Meer stürze oder irgendwo im Outback ein Zwiegespräch mit einem Baum führe – langweilig wird es mir aus Prinzip nicht, hauptsache ich bin «on the road». Und mein Fernziel? Eine kleine Bungalow-Anlage mit Tauchstation irgendwo an einem schönen Strand.

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