Reiseerlebnis
erlebt von Jeanine Reinhard

Abenteuer Westafrika

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Abenteuer Westafrika
Seit einiger Zeit reizen mich die etwas unbekannteren Länder dieser Welt. Eines Tages entdeckte ich im Internet beeindruckende Fotos des alle zwei Jahre in Burkina Faso stattfindenden Maskenfestivals «Festima». Zusammen mit meiner Schwester beschloss ich, die Gegend in vier Wochen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden.

Reiseroute

Klicke auf die Pins, um die einzelnen Stationen zu erkunden
  • Accras Stadtzentrum

    Anfang Februar flogen wir voller Vorfreude, aber auch mit ein bisschen Nervosität, nach Accra, die Hauptstadt von Ghana. Im Gegensatz zu den umliegenden Ländern war Ghana eine britische Kolonie. Das Wetter war heiss und schwül. Wir erkundeten die grosse Stadt, die einige wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, zu Fuss.
    Accras Stadtzentrum
  • Traurige Vergangenheit

    Ein paar Tage später kauften wir zwei Sitzplätze in einem schicken SUV. Dieser brachte uns für wenig Geld mit anderen Passagieren nach Cape Coast. Cape Coast hat eine traurige Sklavenvergangenheit. Heute kann man eine Führung im Schloss machen. Das Städtchen ist ziemlich touristisch. Auch ein Ausflug ins benachbarte Küstendorf Elmina lohnt sich.
    Traurige Vergangenheit
  • Ab in die Natur...

    Die Hängebrücken im Kakum-Nationalpark sind ein Highlight der Region. Hoch über dem Regenwald kann man über die wacklige, schmale Brücke laufen. Eine spannende Erfahrung.
    Ab in die Natur...
  • Ghanaisches Strandleben

    In einem völligen überfüllten Minivan kurvten wir Tage später nach Ada Foah, wo sich eine Ecolodge befindet. Lage direkt am Meer, einfache Ausstattung und Ruhe erwarten einen. Am Strand gab es leider relativ viel Abfall, das Meer war rau, und es windete ziemlich stark. Dafür konnten wir die farbenfrohe Boote betrachten, die von Männergruppen mühevoll aus dem Wasser gezogen wurden.
    Ghanaisches Strandleben
  • Marktatmosphäre in Kumasi

    Mit einem superschicken Luxusbus fuhren wir in den Norden, nach Kumasi, eine «wuselige» Marktstadt. Vom zweiten Stock aus konnten wir die Käufer und Händler wunderbar beobachten. Meine Schwester erhielt den gefühlt 100. Heiratsantrag von einem Jungen, der Waschpulver verkaufte.
    Marktatmosphäre in Kumasi
  • Tierbegegnung

    Wir unternahmen einen Ausflug zum Boabeng Fiema Monkey Sanctuary. Der Weg war äusserst abenteuerlich, der Park eigentlich gar kein Park. Ein an ein Dorf angrenzendes Waldstück dient als Schutzgebiet. Hier durften wir auf einem Spaziergang die Affen füttern.
    Tierbegegnung
  • Autodekoration

    Die Ghanaer sind sehr religiöse Leute. Deshalb verwundert es auch kein bisschen, dass die meisten Taxis und Autos von Sprüchen wie «God is great» oder «Thank you Jesus» geziert werden.
    Autodekoration
  • Beeindruckender Wasserfall

    Mit einem Shared Taxi fuhren wir ein Stück weiter in den Norden, nach Kintampo. Ein Städtchen, das ausser einem hübschen Wasserfall nicht viel zu bieten hat. Es war ca. 40 Grad heiss, weshalb wir uns sowieso nicht gross bewegen mochten.
    Beeindruckender Wasserfall
  • Safari in Ghana

    Ein Besuch des Mole-Nationalparks durfte natürlich nicht fehlen. Zum ersten Mal begegneten wir vielen Touristen. Wir unternahmen eine Safari zu Fuss, bei der wir zwei Elefanten erblickten. Später geniessen wir den Ausblick auf die Umgebung und das Wasserloch von der Lodge aus.
    Safari in Ghana
  • Weiterreise nach Burkina Faso

    Abenteuerlich ging es weiter: Noch im Dunkeln stellten wir uns frühmorgens im Dorf beim Mole-Nationalpark an die Strasse und warteten auf den Bus, der uns westwärts bringen sollte. Dieser erschien jedoch nicht. Kurzerhand wurde ein alter, klappriger Personenwagen zum Taxi umfunktioniert. Meine Schwester und ich mussten uns zwei Stunden lang den Beifahrersitz teilen. Bequem ist anders. Später fuhren wir per Minivan, auf der Rückbank eingequetscht mit unseren Rucksäcken, in die Stadt Wa und von dort aus in einem weiteren Minivan nach Hamélé. Diese Grenze wird nur äusserst selten von Ausländern überquert. Als es dunkel wurde, erreichten wir endlich Burkina Faso. Das Französisch des Grenzpolizisten, gespickt mit afrikanischem Akzent, bereitete uns Mühe.
    Weiterreise nach Burkina Faso
  • Besondere Gesteinsformationen

    Auf der Busfahrt von Hamélé nach Bobo Dioulasso und von dort nach Banfora merkten wir, dass Burkina Faso ärmer und noch trockener ist als Ghana. Banfora ist ein kleines Städtchen, von wo aus man tolle Ausflüge in die Umgebung unternehmen kann: die Gesteinsformationen von Fabédougou (Bild) und Sindou sowie der Wasserfall Karfiguela. Wir waren mit Velo und Scooter unterwegs. Anderen Touristen begegneten wir kaum.
    Besondere Gesteinsformationen
  • Das Highlight der Reise

    Alle zwei Jahre findet das Maskenfestival «Festima» in Dédougou statt. Es nehmen Masken aus sechs verschiedenen, umliegenden Ländern teil. Ein unglaubliches Erlebnis!
    Das Highlight der Reise
  • Mit den Masken von Festima

    Diese Gruppe hatte eine der besten Tänze sowie Musik – die Tänzer haben uns wahrhaftig begeistert.
    Mit den Masken von Festima
  • Bemalte Häuser von Tiébélé

    In der Nähe der ghanaischen Grenze liegt das kleine Dorf Tiébélé, wo die wenigen Bewohner ihre Lehmhäuser mit verschiedenen Motive bemalen. Auf einer obligatorischen Führung erfuhren wir viel Spannendes dazu.
    Bemalte Häuser von Tiébélé
  • Traditionelle Häuser in Benin

    Nach einem eintägigen Zwischenstopp in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou (kurz Ouaga) reisten wir mit einem älteren Bus sowie später einem Minivan über die Grenze nach Benin. Es war bereits dunkel, als wir das kleine Dorf Tanguieta erreichten. Nette Jungs halfen uns, eine Unterkunft zu finden. Etwas weiter südlich besuchten wir die traditionellen Tata-Häuser von Benin (auch im Togo vorhanden).
    Traditionelle Häuser in Benin
  • Traditionelle Kleidung in Benin

    Da es zwischen dem Norden und Süden Benins praktisch nichts zu sehen gibt, fuhren wir einen ganzen Tag mit dem Postbus in den Süden nach Cotonou. Die Stadt ist riesig, wirkt allerdings relativ aufgeräumt. Wir unternahmen einen Ausflug in die Hauptstadt Porto-Novo, wo es unglaublich viele Kirchen und Moscheen gibt. Die Einheimischen waren in ihrer Sonntagskleidung (Bild) auf dem Weg zum Gottesdienst.
    Traditionelle Kleidung in Benin
  • Stelzendorf

    Ganz in der Nähe von Cotonou befindet sich das Stelzendorf Ganvié. Es war sehr spannend, die verschiedenen Häuser zu sehen, auch wenn der Ausflug von der negativen Einstellung der Bewohner gegenüber Touristen etwas getrübt war.
    Stelzendorf
  • The Door of No Return

    Auf dem Weg in Richtung Togo hielten wir beim kleinen Städtchen Ouidah an. Ouidah war auch vom Sklavenhandel betroffen. Der Weg «Route des Enclaves» führt vom Städtchen zum Strand und ist von Statuen gesäumt.
    The Door of No Return
  • Paradiesisches Kpalimé

    Nachdem wir die Grenze zum Togo überquert hatten, fuhren wir erneut mit einem Shared Taxi zusammen eingequetscht auf dem Beifahrersitz nach Kpalimé. Das Dorf hat eine Vielzahl an Hotels. Die Gegend ist wunderbar grün, es hat Kaffeeplantagen und viele Wasserfälle.
    Paradiesisches Kpalimé
  • Letzter Tag

    An unserem letzten Tag erkundeten wir die Hauptstadt Lomé, die an Sehenswürdigkeiten nicht besonders viel zu bieten hat. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen in einer Bar am Strand. Hier lernten wir ein paar einheimische Jungs kennen, mit denen wir später einige Partien «Töggälä» spielten. Ein wunderbarer Abschluss unserer Reise!
    Letzter Tag
Jeanine Reinhard

Jeanine Reinhard

Dass ich meine Kunden und Kundinnen bei Globetrotter auf Chinesisch begrüsse, könnte durchaus passieren. Denn ich habe ein Faible für asiatische Länder, insbesondere für China. Wenn schon weg, dann weit weg, habe ich mir auf die Fahne geschrieben, als es darum ging, eine Destination für mein Auslandsemester – im Rahmen des Tourismusstudiums – auszuwählen. So habe ich mich von meinem 3'000-Seelen-Dorf Lützelflüh verabschiedet und den Schritt in die 30-Millionen-Metropole Peking gewagt. Eine einzigartige Lebenserfahrung. Und nicht zuletzt habe ich dort tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute den Kontakt pflege. Erfreulicher Nebeneffekt: Das sogenannte «Alltagschinesisch» kann stets verbessert werden.

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