Nordisland im Winterkleid

erlebt von
Nicole Bieri Globetrotter Rapperswil

Ein stilles Märchen aus Eis und Licht – oder wenn Nordisland im Winter erwacht. Zwischen magischer Kälte und weiten Schneelandschaften machen wir – zwei Frauen auf der Suche nach dem Besonderen – uns auf den Weg in ein Abenteuer, das uns noch lange begleiten wird. Wir stapfen durch den Schnee, spüren die kraftvolle Ruhe der Islandpferde, die uns durch die weissen Täler tragen, und lassen uns von warmen Quellen wieder auftauen. Und dann sind da noch diese Nächte, in denen der Himmel plötzlich in Grün und Violett tanzt – als hätten die Nordlichter nur auf uns gewartet.

Einer von Islands vielen Fjorden

Einer von Islands vielen Fjorden

Hauganes
Zauberhafte Landschaften

Zauberhafte Landschaften

Eyjafjörður
Magie der Nordlichter

Magie der Nordlichter

Myvatn
  • Orte
    ab/bis Akureyri
  • Empfohlene Reisedauer
    1 Woche
  • Transportmittel
    Transfer
  • Unterkunft
    Mittelklassehotel

Reiseroute

  • Velkomin til Íslands

    Schon beim Landeanflug auf Island liegt dieses leise Kribbeln in der Luft, das nur der Beginn einer besonderen Reise mit sich bringt. Unter uns eröffnet sich eine raue, weite Landschaft, und als wir aussteigen, werden wir überraschend von strahlendem Sonnenschein begrüsst. Auch die Temperaturen sind milder als wir es uns im Vorfeld ausgemalt haben – fast schon ein kleines Willkommen des Nordens.

    Velkomin til Íslands
  • Versteckt am Eyjafjörður

    Ein kleiner Ort, nur ein paar verstreute Gebäude am Ufer des Eyjafjörður, der auf den ersten Blick etwas verloren daherkommt. Alles wirkt ruhig, beinahe verlassen – als wäre die Zeit stehengeblieben. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt schnell, dass sich hinter dieser unscheinbaren Fassade mehr verbirgt: ein kleines Fitnessstudio, ein Hot Pot mit Blick auf das Wasser und sogar eine versteckte Bar. Im Sommer, mit etwas Glück und Geduld, ziehen draussen Wale vorbei.

    Versteckt am Eyjafjörður
  • Heringe, so weit das Auge reicht

    Siglufjörður, einst geprägt von der Heringsfischerei, gilt bis heute als einer der bedeutendsten Orte dieser Tradition in Island. Das Städtchen selbst ist überschaubar und ruhig, fast schon beschaulich. Doch es lohnt sich, etwas länger zu bleiben und das Museum zu besuchen. Es ist das grösste Schifffahrts- und Industriemuseum des Landes und erstreckt sich über drei Gebäude.

    Heringe, so weit das Auge reicht
  • Auf der Suche nach Walen

    Auch wenn die Chancen im Winter deutlich geringer sind als in den Sommermonaten, wollen wir unser Glück versuchen. Wir steigen auf ein kleines, traditionelles Holzboot und fahren hinaus auf den stillen Fjord, der sich langsam zum offenen Meer hin öffnet. Die Augen stets auf das Wasser gerichtet, in der Hoffnung, irgendwo eine Rückenlinie oder eine auftauchende Flosse zu entdecken. 

    Und dann, tatsächlich, ein dunkler Schatten in der Ferne, kaum auszumachen im weiten Blau. Ein Buckelwal! Doch mit der ersten Sichtung kommt auch das Warten, denn nach einem Tauchgang bleiben diese beeindruckenden Tiere oft 10 bis 15 Minuten unter der Oberfläche. 

    Auf der Suche nach Walen
  • Guter Musikgeschmack

    Die Zeit vergeht langsam, die Spannung bleibt. Unser Skipper nimmt es mit Humor und verrät uns seinen Trick: Aus den Lautsprechern erklingen die bekannten Klänge von «My Heart Will Go On» – angeblich ein Favorit der Wale hier in der Region. Ob es wirklich daran liegt, bleibt offen, aber die nächste Sichtung lässt nicht lange auf sich warten.

  • Hoch zu Ross

    Der Wind peitscht uns ins Gesicht, der Sturm zerrt an unseren Jacken – doch genau dieses raue Wetter macht den Moment so besonders. Wir lassen uns das nächste Highlight unserer Reise nicht entgehen und machen uns auf den Weg zu einem unvergesslichen Abenteuer: einem Ausritt mit den robusten Islandpferden durch die winterliche Landschaft. 

    Bevor wir starten, erhalten wir eine kurze Einführung und werden ausgerüstet – mit warmem Overall, Leuchtweste und Helm. Minuten später traben wir durch die verschneite Weite. Mit jedem Schritt wächst unser Vertrauen, wir fühlen uns sicher im Sattel und wagen es schliesslich, die einzigartige Gangart der Islandpferde auszuprobieren – den Tölt. In diesem angenehmen weichen Tempo sind wir eins mit Pferd und Natur.

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    Sich warm anziehen ist ein Muss.
    Hoch zu Ross
  • Wasserfall der Götter

    Auf dem Weg nach Myvatn halten wir immer wieder an, um die Landschaft auf uns wirken zu lassen – so auch am Godafoss.

    Mit diesem Ort ist auch ein Stück isländische Geschichte verbunden: Einst glaubten die Menschen hier an die alten nordischen Götter wie Thor. Doch mit der Zeit wuchs der Einfluss aus Europa, und schliesslich wandte sich Island dem Christentum zu. Der Legende nach warf der damalige Besitzer des Landes, auf dem sich der Wasserfall befindet, seine Götterstatuen in genau diesen Wasserfall – ein symbolischer Akt, der dem Godafoss bis heute seinen Namen gibt.

    Wasserfall der Götter
  • Abenteuer im Wintermächenland

    Der Myvatn-See zeigt sich im Winter von seiner stillen, tief verschneiten Seite – die Landschaft wie aus einem Märchen. Doch hinter der Ruhe warten unvergessliche Erlebnisse: Schneeschuhwanderungen durch unberührte Natur, entspannte Stunden in warmen Naturbädern oder rasante Abenteuer mit Schneemobilen und Hundeschlitten. Ein Ort, der Winterträume wahr werden lässt.

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    Aktivitäten voraus buchen empfohlen
    Abenteuer im Wintermächenland
  • Lavafeld Dimmuborgir

    Die Region rund um den Myvatn ist spürbar von Vulkanismus und Geothermie geprägt. Über Jahrtausende haben mehrere Ausbrüche die Landschaft geformt, was sich besonders im vielfältigen Lavagestein zeigt, das mal schroff, mal fast skulpturenartig wirkt. 

    Bei unserer Wanderung durch Dimmuborgir tauchen wir in diese besondere Szene ein und lauschen den Geschichten unseres Guides. Einer isländischen Tradition zufolge treffen sich hier jedes Jahr alle 13 Weihnachtsmänner, um gemeinsam ein Fest zu feuern. Ab dem 11. Dezember stellen die Kinder ihre Schuhe ans Fenster und bekommen bis Weihnachten jeden Tag eine kleine Überraschung – zumindest, wenn sie brav waren. Andernfalls wartet auch mal eine schrumpelige alte Kartoffel.

    Lavafeld Dimmuborgir
  • Es blubbert aus dem Boden

    Es blubbert, dampft und zischt aus dem Boden, als würde die Erde selber atmen. Im aktiven Gebiet von Namaskard ist die Kraft der Natur allgegenwärtig: heisser Schlamm brodelt in kleinen Becken, dichter weisser Dampf steigt aus unzähligen Öffnungen auf.

  • Naturspektakel

    Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft, und die Farben der Erde wirken schon fast unwirklich. Auf den markierten Wegen bewegen wir uns vorsichtig durch diese eindrückliche Landschaft und können das Naturschauspiel aus nächster Nähe beobachten.

    Naturspektakel
  • Vogafjos Farm Resort

    In diesem Restaurant schlägt mein Herz, das auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, höher. Hier können wir, nur getrennt von einer Scheibe, mit Kühen und Kälbern zu Mittag essen – und Fleisch und Käse direkt vom Hof probieren. Lokaler geht es kaum.

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    Unbedingt den feinen Schokoladenkuchen probieren, der schon nur beim Anblick ein paar Gramm mehr auf die Hüfte gibt.
    Vogafjos Farm Resort
  • Bei Wind und Wetter

    Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder wie in unserem Fall den Sonnenaufgang. Noch vor Tagesanbruch machen wir uns auf den kurzen Weg hinauf zum Krater des Hverfjall. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Rand, während es langsam heller wird. Oben angekommen öffnet sich die Landschaft in alle Richtungen und gibt uns einen beeindruckenden Blick über die Umgebung. 

    Der Wind bläst kräftig über den Kraterrand hinweg und macht es schwer, festen Stand zu halten. Die Sonne zeigt sich an diesem Morgen nur zaghaft und verschwindet immer wieder hinter Wolken. So geniessen wir den Moment nur kurz, bevor wir uns wieder auf den Weg nach unten machen.

    Bei Wind und Wetter
  • Magische Stille

    Was gibt es Schöneres, als bei Sonnenschein durch die verschneite Landschaft zu laufen? Schritt für Schritt durch den knirschenden Schnee, umgeben von Stille und Weite. 

    Magische Stille
  • Treffen zweier Kontinente

    Island ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem sich die Kräfte der Erde so sichtbar zeigen. Hier treffen die Kontinentalplatten von Europa und Nordamerika aufeinander – und das nicht tief verborgen unter dem Meer, sondern direkt an der Oberfläche. An manchen Stellen kann man förmlich sehen, wie sich die Landschaft langsam auseinander bewegt. Ein eindrückliches Zeugnis dafür, welche gewaltigen Kräfte hier am Werk sind.

    Treffen zweier Kontinente
  • Die Geduld zahlt sich aus

    Für viele ist es ein Lebenstraum: einmal die Nordlichter mit eigenen Augen sehen. Doch dieses Naturspektakel lässt sich nicht planen – es braucht Geduld, einen klaren Himmel, ausreichend Dunkelheit und etwas Glück mit der Sonnenaktivität. 

    An unserem letzten Abend brechen wir ein letztes Mal auf, in der Hoffnung, vielleicht doch noch einen Blick auf die Aurora Borealis zu erhaschen. Das Warten zieht sich, die Kälte wird spürbar – und dann ist sie plötzlich da...

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    Warm anziehen und geduldig sein zahlt sich aus.
    Die Geduld zahlt sich aus
  • Und da tanzen sie

    Hoch über uns beginnen grüne und violette Lichter zu tanzen, ruhig und doch in stetiger Bewegung, als hätten sie ihren eigenen Rhythmus. Einen stimmigeren und eindrücklicheren Abschluss dieser besonderen Woche hätten wir uns kaum wünschen können.

Was kostet diese Reise?

Interesse geweckt? Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du für eine erste Einschätzung zu diesem Reiseerlebnis benötigst. Wenn nicht anders angegeben ist der Preis für alle Leistungen auf der Basis von zwei Reisenden und/oder einer Belegung im Doppelzimmer kalkuliert.

Preis pro Person
ab CHF 2350.–
Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhältst du in deiner Globetrotter-Filiale.

  • Direktflug ab/bis Zürich
  • Transfer ab/bis Flughafen
  • Transfer Akureyri – Myvatn
  • Unterkünfte in Mittelklassehotels inkl. Frühstück

  • Ausflüge
  • Nicht beschriebene Mahlzeiten
  • Trinkgelder

Angebotsnummer: 132467

Fokus Tierwohl

Verantwortungsbewusst Reisen

Während der Reise habe ich bewusst Anbieter vor Ort gewählt, die im Sinne der Tiere handeln und diesen mit nötigem Respekt und Abstand begegnen.

Nicole Bieri

Nicole Bieri

Mag ich es lieber warm oder kalt? Bei der Frage kann ich mich gar nicht so recht entscheiden. Einerseits habe ich es genossen, als ich den Schweizer Winter einfach auslassen konnte und stattdessen vier Monate lang den neuseeländischen Sommer erlebte. Andererseits liebe ich die Berge, das Skifahren. Erinnere ich mich an mein Rencontre mit einem Grizzlybären auf meiner Camperreise in Alaska, möchte ich gerne mal noch die Eislandschaft in Grönland sehen. Ich mag eigentlich alles – nur in Grossstädten bin ich nicht so gerne.

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Wissenswertes rund um Island

Beste Reisezeit

Legende:
Beste Reisezeit
Geeignete Jahreszeit
Weniger geeignete Reisezeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Island x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Die beste Reisezeit für Island ist von Mitte Mai bis Mitte September, wenn das Wetter für isländische Verhältnisse relativ stabil ist und die meisten Strassen, auch diejenigen durch das Hochland befahrbar sind. Im Frühjahr führen Regenfälle und Schneeschmelze im Hochland teils zu hohen Wasserständen in Flüssen und dadurch zu unpassierbaren Verkehrswegen. Wer die Mitternachtssonne und lange Tage genießen möchte, reist am besten im Juni nach Island. Die Sommermonate Juli und August gelten als die beliebteste und auch beste Reisezeit für Outdoor-Aktivitäten wie z.B. Hochland- und Campingtouren, Wandern, Whale Watching und Angeln. Gleichzeitig ist dies auch die teuerste Reisezeit für Island. Hotels und Unterkünfte sollten während diesen Monaten oft lange Zeit im Voraus reserviert werden. Die bekannte Ringstrasse (Route 1), welche an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Geysiren, Wasserfällen, der Gletscherlagune Jökulsarlon, dem Myvatn-See oder dem Gletscher Vatnajökull vorbeiführt, kann das ganze Jahr befahren werden. Während den Wintermonaten empfiehlt sich ein Fahrzeug mit Allradantrieb. Im Winter sind die Tage in Island sehr kurz, vereinzelte Strassen sind nicht befahrbar, dafür lassen sich mit etwas Glück spektakuläre Nordlichter bestaunen.

Alles über Island

Alle Länderinfos über Island findest du hier bequem für dich zusammengestellt.:

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