Reiseerlebnis
erlebt von Kurt Füchslin

Alaska & Yukon – Unendliche Weiten im Hohen Norden

Reisen aktuell möglich
Alaska & Yukon – Unendliche Weiten im Hohen Norden

Es ist wirklich alles etwas grösser und weiter im Hohen Norden des amerikanischen Kontinents, und die meisten der gut 700'000 Einwohner Alaskas wohnen in den beiden grossen Zentren Anchorage und Fairbanks. Es bleibt also sehr viel Platz für Natur und Wildnis, und diese lässt sich am besten mit einem kleinen Truck Camper und auf Wanderungen erkunden. Zusammen mit meiner Partnerin durfte ich bei schönstem Sommerwetter im Juli/August diese menschenleeren Weiten erfahren und viele unvergessliche Momente in der Natur und Begegnungen mit Tieren erleben.

Reiseroute

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  • Wandmalerei in Anchorage

    Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt, aber die grösste Stadt in Alaska und der ideale Ausgangspunkt für eine Reise durch den US-Bundesstaat (Hauptstadt Alaskas ist Juneau). Der internationale Flughafen wird via USA oder von Europa direkt, z.B. mit CONDOR ab Frankfurt, angeflogen. In der Stadt selber kann man sich gut zu Fuss bewegen, und man kann sogar beim Bahnhof die ersten Lachse im Fluss bestaunen!
    Wandmalerei in Anchorage
  • Holgate Gletscher im Kenai Fjords Nationalpark

    Ab Anchorage gelangt man in drei Stunden entlang des Turnagain Arms und durch Wälder nach Seward auf der Kenai Halbinsel. Ein absolutes Muss ist hier eine Bootsfahrt durch die vielen Buchten des Kenai Fjords Nationalparks. Als Highlight wartet einer der riesigen kalbenden Gletscher auf die staunenden Besucher, und wenn man Glück hat, wird man Zeuge davon, wie riesige Eisblöcke mit lautem Getöse ins Meer stürzen.
    Holgate Gletscher im Kenai Fjords Nationalpark
  • Springender Orca

    Abgesehen von den Gletschern sieht man auf dieser Bootsfahrt fast die ganze maritime Fauna von Alaska. Nebst den Orcas springt sogar ein riesiger Buckelwal direkt neben dem Boot aus dem Wasser! Zu bestaunen gibt es auch Seeotter, Seelöwen, Weisskopf-Seeadler, und diverse Meeresvögel wie z.B. Papageientaucher.
    Springender Orca
  • Denali – der Hohe

    Der Denali ist mit 6'190 Metern über Meer der höchste Berg Alaskas und liegt im gleichnamigen Nationalpark eine halbe Tagesreise nördlich von Anchorage. Im Denali Village gibt es Unterkünfte und Campingplätze. Die einzige Strasse, die in den Park hinein führt, darf man allerdings nicht mit dem eigenen Fahrzeug befahren. Es stehen Busse bereit, aus denen die Besucher die überwältigende Landschaft bestaunen können. Bei Bedarf kann man auch aussteigen und eine Wanderung unternehmen, offizielle Wanderwege gibt es jedoch nicht.
    Denali – der Hohe
  • Namenloser See am Denali Highway

    Eines unserer beeindruckendsten Erlebnisse ist die Fahrt auf dem Denali Highway von Cantwell nach Paxson an einem fast wolkenlosen Tag. Die Landschaft ist schlicht überwältigend, aber auch die speziellen Momente wie diese Spiegelung der ganzen grandiosen Landschaft in diesem kleinen See machen uns sprachlos.
    Namenloser See am Denali Highway
  • Alaska Range

    Man kann die ganze Weite und Grösse der Landschaft eigentlich fast nicht auf ein Foto bannen, aber dieses Bild gibt einen kleinen Eindruck davon. Wir fahren immer noch auf der Schotterpiste des Alaska Highways, immer im Blickfeld ist die Alaska Range mit ihren unzähligen teils namenlosen Bergen.
    Alaska Range
  • Magischer Moment

    Kurz vor dem Ende des Denali Highway ergibt sich beim Tangle Lakes Campground eine gute Gelegenheit zum Übernachten. Der staatliche Campingplatz basiert auf dem «first come – first serve»-System, d.h. man kann die Plätze nicht im Voraus reservieren. Wir erwischen sogar noch den Platz mit dem schönsten Ausblick auf den See, und diese traumhafte Abendstimmung ist die Krönung des Tages!
    Magischer Moment
  • Im Kluane National Park & Reserve

    Bei Beaver Creek überqueren wir die Grenze nach Kanada ins Yukon Territory. Der Grenzübertritt ist sehr problemlos. Hier durchqueren wir den riesigen Kluane Nationalpark entlang des Kluane Lake, wo es wieder diverse, preisgünstige staatliche Campingplätze gibt. Auf einem davon gibt es spezifische Warnungen vor Grizzlybären, da mitten durch den Platz ein Futterkoridor der Bären führt (aus den Bergen zum Kluane Lake hinunter).
    Im Kluane National Park & Reserve
  • Grizzlybär

    Endlich erblicken wir unseren ersten Grizzlybären! Seelenruhig grast er am Strassenrand und überquert dann direkt vor unserem Camper die Strasse. Rein optisch muss dieser Bär vor dem nächsten Winter allerdings noch einiges an Fettreserven zulegen. Wir sind sehr beeindruckt von einem der grössten Landraubtiere der Erde.
    Grizzlybär
  • Weisskopfseeadler

    Den Weisskopfseeadler im Flug beobachten zu können, ist immer wieder ein schönes Erlebnis. So nahe wie hier im Bald Eagle Sanctuary in Haines kommt man dem Herrscher der Lüfte allerdings wohl selten, und ich kann ein tolles Porträt dieses stolzen Nationalvogels schiessen. Im Besucherzentrum erfährt man viel Wissenswertes über die Adler.
    Weisskopfseeadler
  • Grizzlybär beim Fischen

    Etwas ausserhalb von Haines kann man mit etwas Glück ebenfalls sehr gut Bären beobachten, die sich entlang des Chilkoot Rivers an den Lachsen gütlich tun. Dieser Grizzly taucht während zehn Minuten keine zwanzig Meter neben unserem Camper immer wieder nach Lachsen – wie man sieht erfolgreich.
    Grizzlybär beim Fischen
  • Flussdelta

    Nach einer kurzen Fahrt mit der Fähre von Haines nach Skagway geht unsere Fahrt weiter über den leider nebligen White Pass. Unser Ziel ist das kleine Dorf Atlin am gleichnamigen See. Atlin liegt bereits im nördlichsten Teil von British Columbia. Dort unternehmen wir spontan einen Wasserflugzeug-Rundflug über den Atlin Provincional Park.
    Flussdelta
  • Llewellyn Gletscher

    Der Flug führt uns von Atlin über den riesigen Atlin Lake, vorbei an Teresa Island, bis zum Llewellyn Gletscher, einem Ausläufer des Juneau-Eisfeldes. So beeeindruckend die Ausmasse dieses Gletscher sind, gemäss unserem Piloten ist auch hier der Gletscherschwund dramatisch. Als Bonus können wir auf dem Rückflug auf einem Bergrücken noch einige der grossen, schneeweissen Bergziegen beobachten.
    Llewellyn Gletscher
  • Mt. Monolith im Tombstone Territorial Park

    Unsere Zeit reicht leider nicht, um auf dem Dempster Highway bis ganz hinauf nach Inuvik und wieder zurück zu fahren. Der Abstecher zum Tombstone Territorial Park lohnt sich aber auf jeden Fall. Es gibt in der Nähe des Campingplatzes und Besucherzentrums einige sehr schöne Möglichkeiten für Tageswanderungen. Mein Tipp ist die Wanderung zum Grizzly Lake für diesen Blick auf den beeindruckenden Mt. Monolith. Wer beim See übernachten möchte, braucht vorab ein Wilderness-Permit.
    Mt. Monolith im Tombstone Territorial Park
  • Sommer-Eis im Tombstone Territorial Park

    Dort wo sich in den Flussläufen während der Eisschmelze im Frühling die Eisschollen übereinander schieben, bleiben diese wie hier im Tombstone Territorial Park bis lang in den Sommer hinein liegen. Was für ein Kontrast zum Rest der Tundra, wo in dieser Zeit alles blüht und gedeiht.
    Sommer-Eis im Tombstone Territorial Park
  • Dawson City

    Wer den Namen Dawson City hört, denkt unweigerlich an den grossen Goldrausch am Ende des vorletzten Jahrhunderts. Tausende von Goldgräbern suchten dort das grosse Glück, aber nur die Wenigsten kehrten reich nach Hause zurück. Die Stadt liegt am mächtigen Yukon River, und strahlt mit seinen Schotterstrassen immer noch etwas von diesem längst vergangenen Goldgräber-Flair aus. Es lohnt sich, ein paar Tage hier zu bleiben. Mein Tipp ist der staatliche Campingplatz gleich auf der anderen Flussseite. Über den Yukon fährt eine kleine Autofähre.
    Dawson City
  • Elchkuh mit Jungtier

    Nach Dawson City geht die Fahrt weiter über den Top of the World Highway. Dieser führt vom Yukon wieder über die Grenze zurück nach Chicken/Alaska. Wieder geniessen wir grandiose Aussichten. Der kleine Ort hätte ursprünglich Ptarmigan (Schneehuhn) heissen sollen, aber da niemand diesen Namen aussprechen konnte, einigte man sich auf Chicken.
    Elchkuh mit Jungtier
  • Nabesna Gletscher

    Wenn sich die Gelegenheit bietet und das Wetter mitmacht, lohnt es sich unbedingt, von einem der vielen kleinen Flugplätze aus einen Rundflug zu machen. Wir fliegen von Tok aus in Richtung des riesigen Wrangell-St. Elias-Nationalparks. Im Bild der ca. 100 Kilometer lange Nabesna-Gletscher mit dem knapp 5000 Meter hohen Mt. Blackburn.
    Nabesna Gletscher
  • Wrangell-St. Elias-Nationalpark

    Es ist der absolut perfekte Tag für einen Rundflug – unter uns nichts als riesige Eisflächen und Gletscherspalten. Am Horizont erblicken wir den wunderschönen Regal Mountain. Wir könnten noch stundenlang weiterfliegen, aber unser Ziel ist der ehemalige Goldgräberort Chisana, wo ich schon 2012 ein paar Wochen mit meinem Privatpiloten verbringen durfte.
    Wrangell-St. Elias-Nationalpark
  • Kennicott Kupfermine

    Eine Reise zurück in der Zeit ist der Besuch der Geisterstadt Kennicott in der Nähe von McCarthy. Hier wurde anfangs des vorletzten Jahrhunderts im grossen Still hochwertiges Kupfererz abgebaut. Damals gab es hier Läden, eine Schule und ein Spital. Es wurde sogar eigens eine Eisenbahnlinie bis an die Küste gebaut für den Abtransport des Erzes. Die Lage der Stadt, direkt am Rand des riesigen Kennicott-Gletschers, ist spektakulär, und man kann einige schöne Wanderungen unternehmen, wie z.B. entlang des Root-Gletschers.
    Kennicott Kupfermine
  • Castle Mountain

    Auf der Rückfahrt von McCarthy nach Chitina können wir noch einmal den sehr eigenwillig geformten Castle Mountain im Morgenlicht bewundern, den wir auf der Hinfahrt nur als Silhouette wahrgenommen haben. Die 100 Kilometer lange Schotterstrasse nach McCarthy ist nur für 4x4-Fahrzeuge empfehlenswert, und man muss mit drei Stunden Fahrt rechnen (ohne Fotostopps!). Am Ende der Strasse liegt ein Campingplatz mit spektakulärer Aussicht, und man geht den letzten Kilometer bis McCarthy zu Fuss.
    Castle Mountain
  • Abendstimmung am Matanuska Gletscher

    Wir fahren auf dem Glenn Highway zurück in Richtung Anchorage. Das Wetter spielt immer noch mit und Alaska zeigt sich nochmals von seiner schönsten Seite. Vorbei an Seen und Bergketten geht es nach Westen. Eines der Highlights an dieser Strecke ist der Matanuska Gletscher. Hier lohnt sich nochmals ein Zwischenstopp um solch wunderschöne Abendstimmungen zu erleben.
    Abendstimmung am Matanuska Gletscher
  • Traumhafter Campingplatz am Matanuska Gletscher

    Unser letzter Campingplatz vor Anchorage ist zugleich einer der Schönsten! Es gibt zwar einen Platz weiter oben in der Nähe des Glenn Highway, wir entschieden uns aber für den privaten Campingplatz näher am Gletscher. Dieser kostet zwar einiges mehr, lohnt sich aber definitiv. Wir dürfen diese traumhafte Aussicht auf den Matanuska Gletscher ganz für uns alleine geniessen.
    Traumhafter Campingplatz am Matanuska Gletscher

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ab CHF 4000.–

  • 4 Wochen Truckcamper

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Kurt Füchslin

Kurt Füchslin

Als Bergliebhaber pflege ich ein eher ausgefallenes Hobby: Am meisten schätze ich, wenn die gefaltete Erdkruste zugleich auch leuchtendrote Lava spuckt. Entsprechend sind es die Vulkane, welche meine Reiserouten rund um den Globus bestimmen. Steht mir der Sinn nach einem Kontrastprogramm, dann zieht’s mich meist in meine Wahlheimat Neuseeland – nach Punakaiki, einem Flecken an der Westküste der Südinsel, bevölkert mit lauter netten Kiwis und umgeben von hohen Bergen und dem tosenden Ozean.

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