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Fabian Stamm - Das neue Kurdistan im Nordirak


Preisträger World Photo 2012

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    Die Überlandstrasse zwischen Erbil und Sulaymaniya.

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    Zwei Guerilla-Rekrutinnen in Koya zwischen Erbil und Sulaymaniya. Die Demokratische Partei Kurdistans betreibt hier ein Ausbildungszentrum, um den sympathisierenden Kurden aus dem nahen Iran eine Anlaufstelle zu bieten.

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    Vater und Tochter besuchen den Friedhof in Halabja. Die Stadt hat eine traurige Vergangenheit. Durch den Giftgasangriff 1988, befohlen von Saddam Hussein, starben hier 5000 Menschen.

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    Autoscooter in einer Indoor-Halle im Funpark «Dream City» in Dohuk, eine Art kurdisches Disneyland.

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    Zwei Pferdestatuen wurden zur Dekoration an diesem Berghang ausserhalb von Dohuk montiert. Diese Symbolik der Stärke trifft man überall in den kurdischen Gebieten.

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    Ehemals das Foltergefängnis Red Security, heute ein Museum gegen das Vergessen jener Zeit unter Saddams Herrschaft. Ein Gedenkraum mit Spiegeln erinnert an die im Gefängnis Ermordeten.

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    Ein Kurde, der unter Saddam Hussein im Red Security Gefängnis gefoltert wurde, sitzt im Poet Café in Sulaymaniya.

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    Jugendliche sitzen zusammen im Azadi-Park. Auf diesem Grundstück stand früher, unter Saddam Hussein ein Foltergefängnis.

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    Zwei Freunde im Vergnügungspark «Dream City». Sie sind ursprünglich aus der gefährlichen Stadt Mosul (an der Grenze zu Kurdistan, aber nicht unter kurdischer Militärkontrolle) und kommen meist nur freitags nach Dohuk. Ihre westlichen Kleider müssen sie wechseln, wenn sie zurück nach Mosul gehen.

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    Bruderkuss am Ostersonntag. Assyrische Christen, eine geschützte Minderheit in Kurdistan und verfolgt im übrigen Irak, feiern die Osterzeremonie in Dohuk.

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    Ein Mädchen wartet auf den Besuch zu Ostern. Zuhause bei assyrischen Christen am Ostersonntag. Viele irakische Christen haben in den kurdischen Gebieten Zuflucht gefunden, weil sie im Südirak verfolgt wurden.

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    Warten auf Gäste am Morgen des muslimischen Fastenbrechens (Ende des Ramadans) in Halabja.

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    Zuschauer in Jeans und in traditionell kurdischer Kleidung verfolgen ein Fest auf dem zentralen Platz in der kurdischen Hauptstadt Erbil.

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    Schlafende Kinder am Morgen in Halabja.

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    Die Reichensiedlung «German Village» entstand 2007 ausserhalb von Sulaymaniya am Fusse des Gohizha Mountain nach europäischem Vorbild.

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    Blick über die aufstrebende Stadt Dohuk.

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    Sicherheitskräfte bewachen die Wohnsiedlung für reiche Kurden, German Village ausserhalb von Sulaymaniya am Fusse des Gohizha Mountain.

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    Eine junge Studentin namens Kurdistan trinkt Zuckerrohrsaft in einer Saftbar auf dem Bazar von Sulaymaniya. Diese Saftbars sind im Gegensatz zu den Kaffeehäusern auch für Frauen und junge, unverheiratete Paare ein Treffpunkt.

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    In der Moschee in Halabja am heiligen Tag des muslimischen Fastenbrechens.

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    Jugendliche skaten im Azadi-Park. Dieser Park bei Sulaymaniya wurde auf einem Areal gebaut, wo früher Saddams Schergen ein Foltergefängnis geführt haben.

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    Im Azadi-Park, der grösste Park in Kurdistan. Auf diesem Grundstück stand unter Saddam früher ein Foltergefängnis.

Das neue Kurdistan im Nordirak

Preisträger Fabian Stamm entdeckte im Nahen Osten eine Region, die einen unglaublichen Aufschwung erfährt: Kurdistan im Nordirak. Während zwei Monaten hat er im Nordirak recherchiert und fotografiert. Entstanden sind dabei Bilder, die den rasanten Veränderungsprozess widerspiegeln.

Seine Fotoreportage wurde am 2. März 2013 in «Das Magazin» publiziert.

Fabian Stamm über seine Arbeit

«Die Idee, ein grösseres Projekt im Nordirak zu realisieren bestand eigentlich schon 2009 nach meiner ersten Reise in die Region. Saddam, und mit ihm die Schreckensherrschaft über den kurdischen Norden war gestürzt und die Kurden sahen nun ihre Chance. Noch nie habe ich eine Gesellschaft in einem derartigen Aufschwung und Umbruch erleben können. Und doch sind die seit jeher bestehenden Traditionen und Regeln tief verankert und unumstösslich. Aber wo findet eine neue Generation ihren Platz in einer solchen Gesellschaft, die sich seit Jahrzehnten durch den Widerstand definiert? Da muss Reibung entstehen, habe ich mir gesagt. Keine Revolution, aber eine spannende Transformation wird sichtbar werden.»


Zur Person

Fabian Stamm, geboren 1983 in Schaffhausen hatte sein erstes Fotoprojekt 2003 in Serbien und Kosovo, schloss in 2012 das MAZ ab und arbeitet jetzt u.a. als Partnerfotograf für die Agentur KEYSTONE.

 

www.fabianstamm.ch
Porträt Fabian Stamm