Mit dem Camper durch Alaska – Unsere Experten Tipps

Reisewelt

  • Wir sind nicht die Einzigen, welche mit einem Camper unterwegs sind. Eine tolle Art Alaska zu besuchen ohne viel Planen zu müssen. 5 Minuten später war die Strasse wieder leer
  • Der Homer Spit ist eine Landzunge bei der Stadt Homer, die sieben Kilometer weit ins Meer reicht. In den farbigen Häusern, von denen viele auf Stelzen stehen, befinden sich Souvenirshops, Restaurants/Cafés, Fischläden und vieles mehr. 
Die Fischer bringen ihren Fang hier an Land und nehmen ihn umgehend aus. Frischer geht es nicht! Das finden auch die Möwen und Weisskopfseeadler – jeden Abend warten sie auf die Rückkehr der Fischer und hoffen auf ein Häppchen.
  • Ich fuhr Richtung Norden durch goldig leuchtende Wälder Richtung Denali-Nationalpark. Es wurde immer kühler und dunkelte bereits am späten Nachmittag ein.
  • Frischen Fisch essen, jeden Tag. Ob Halibut, Lachs oder King Crab, es ist ein Festmahl für Fischliebhaber. 
Auf dem Homer Spit gibt es verschiedene Restaurants. Die meisten bieten Fisch an, ich fand hier jedoch auch richtige Holzofenpizza.
  • Lachse hatte es zu diesem Zeitpunkt kaum noch in den Flüssen, aber auch der frische Hecht mundete vorzüglich.
  • Und immer wieder staune ich über die Weiten Alaskas. Man hat den Eindruck es gibt weit und breit kein Haus.
  • Fairbanks hat relativ gutes Wetter für Alaska, so bin ich dorthin gefahren in der Hoffnung, Nordlichter zu sehen. Die ersten 24 Stunden hat es ohne Unterbruch geregnet. In der zweiten Nacht konnte ich dann aber über Stunden, bei Minustemperaturen, dieses magische Naturschauspiel bestaunen.
  • Dreimal konnten wir in einer alten Trapperhütte übernachten. Obwohl es nur eine einfach Holzhütte ist, fühlt es sich für uns wie grosser Luxus an. Ein Dach über dem Kopf und eine abschliessbare Türe machen das Leben manchmal wesentlich angenehmer.
  • Ein idealer Start (oder ein ideales Ende) eines Alaska-Abenteuers ist ein Aufenthalt in einem Bärencamp im Katmai-Nationalpark nur 2 kurze Flüge von Anchorage entfernt. Nirgendwo sonst findet man in Alaska eine solche Dichte an Braunbären. 
Die Bärencamps sind jeweils sehr früh ausgebucht und es empfiehlt sich daher, bereits 1 Jahr im Voraus zu buchen.
  • Für die Fahrt nach Valdez sollte man viel Zeit einrechnen. Nicht etwa wegen schlechten Strassenverhältnissen, sondern viel mehr wegen der wunderschönen Gletscher- und Bergwelt, die einem unterwegs zum Staunen bringt.
  • Denali N.P. Strasse
  • Nach einer tollen Wanderung oder Kajak Fahrt im Chena River State Recreation Park lassen wir uns im heissen Wasser der Quellen so richtig treiben.
Die Chena Hot Springs liegen ca 60 Meilen ausserhalb Fairbanks und bieten auch im Winter eine ganz spezielle Atmosphäre, zudem Fairbanks die Hauptstadt der Nordlichter Nordamerikas ist.
  • Unser Häuschen auf vier Rädern bewährt sich bestens für diese Reise. Es gibt genug Stauraum für die Bikes und reichlich hübsche Örtchen zum Übernachten: vom einfachen Stellplatz mit Grill, Tisch und Bank bis zum Campingplatz mit Waschküche und Swimmingpool.
  • Bei Anchor Point ausserhalb von Homer fotografieren wir Möwen und Weisskopfseeadler mit ihren Jungen.
An diesem Strand hat man unendlich viel Platz, und ein idyllischer Camping ist auch vorhanden.
  • Diese putzigen kleinen Tiere sind unter anderem auf einem Schiffsausflug oder mit der Fähre ab Valdez zu beobachten. Am liebsten lassen sie sich einfach ein wenig im Meer treiben um sich auszuruhen.
  • Dieser Nationalpark ist nicht so bekannt wie der Denali-Nationalpark. Die abgelegenen Wandermöglichkeiten laden jedoch zum Verweilen ein. Ausserdem darf man mit dem eigenen Fahrzeug in den Park fahren.
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  • Unser zu Hause auf Zeit. Ein Truck Camper ist das ideale Fahrzeug um Alaska und den Yukon zu bereisen.

Wer sich nach Alaska sehnt, dessen Herz schlägt für die unendlichen Weiten, wilde Tiere und unberührte Natur. Genau diese Dinge findet man im hohen Norden Amerikas wie nirgendwo sonst auf dieser Welt. Doch wie reist man am besten? Mit dem Mietwagen oder dem Camper und was gibt es bei der Auswahl des Motorhomes zu beachten? In diesem Artikel erfahren Sie unsere Tipps von erfahrenen Globetrottern.

Camper oder Mietwagen?

Natürlich kann man Alaska auch mit dem Mietwagen erkunden. Dabei profitieren Sie im Gegensatz zum Camper von einem kleinen wendigen Gefährt. Doch wer Alaskas Strassen kennt, der weiss, dass das hier kaum von Nutzen ist. Im hohen Norden stehen so gut wie überall riesige Fahrbahnen und Wendemöglichkeiten zur Verfügung. Mit dem Mietwagen sollten Sie ausserdem beachten, dass die Unterkünfte weit im Voraus gebucht werden müssen, da gerade der Sommer eine beliebte Reisezeit für die Region darstellt. Dafür werden Sie dann aber auch von Übernachtungen in wunderschönen Lodges mitten in der Wildnis belohnt. Sie können auf eine Mietwagenrundreise auch das Zelt mitnehmen und auf Campingplätzen übernachten. Allerdings sollten Sie hierbei nicht vergessen, dass es in Alaska viele wilde Tiere gibt und einiges an Sicherheitshinweisen für die Nacht im Freien beachtet werden muss.

Anders ist es beim Camper. Dieser bietet mehr Flexibilität und Sie nehmen Ihr Bett und den Kühlschrank einfach von Ort zu Ort mit. Noch dazu bieten Alaskas Strassen so viel Platz, dass man sogar unbesorgt in Städte wie Fairbanks fahren kann. Nur die beliebten Campingplätze, wie zum Beispiel im Denali Nationalpark sollten schon weit voraus gebucht werden.

Tipp: In Alaska gibt es in jedem grösseren Ort und Nationalpark ein Info Center und Visitors Bureaus, in denen Sie Tipps und Ratschläge für Ihre Reise bekommen können. Fairbanks, Anchorage, Ketchikan und Tok verfügen sogar über ein „Public Lands Information Center“. Hier erhalten Sie Karten zu Nationalparks und können Zeltplätze und Hütten reservieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Reise mit dem Camper bietet mehr Flexibilität als mit dem Mietwagen

  • Ein 4x4 Camper erlaubt Ihnen unbefestigte Strassen zu befahren

  • Überprüfen Sie die Versicherungsvorschriften vorab

  • Ein Reisepartner kann bei schwierigen Manövern helfen

  • Nutzen Sie einen Bärenkanister, um Lebensmittel vor hungrigen Bären zu schützen

  • Achten Sie immer auf einen vollen Tank

  • Besuchen Sie die „Public Lands Information Center“ in Fairbanks, Anchorage, Ketchikan und Tok, um Infomaterial über die Region zu erhalten

  • Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und August

Das ganze Jahr hindurch kann weltweit gewettet werden, wann im Frühjahr (April/Mai) das Eis auf dem Nenana River aufbrechen wird. 
Seit 1917 gibt es diese Lotterie. Mit einem kleinen Einsatz ist man dabei und kann  – bei korrekter Vorhersage – auch gewinnen.

Was Sie über eine Camper-Reise durch Alaska wissen sollten

Vorbei an Gletschern, Gebirgsketten und Wasserfällen treffen Sie in Alaska auf unberührte Wildnis und ein Paradies für Campingbegeisterte. Grizzlybären und Elche sind treue Begleiter auf Ihrer Reise. Doch trotz grösstenteils befestigter Strassen und guter Voraussetzungen sollten Sie die Art des Campers, die Wetterbedingungen sowie Versicherung und Sicherheit nicht ausser Acht lassen.

Versicherung des Campers auf unbefestigten Strassen und Routen

Wenn Sie Ihren Camper abholen und sich durch die Berge an Bürokratie kämpfen, sollten Sie die Versicherung genauer unter die Lupe nehmen. Denn oft ist diese nur auf öffentlichen und befestigten Strassen oder auf gewissen Routen gültig. Wenn Sie beispielsweise Probleme oder einen Unfall auf unbefestigten Fahrbahnen haben, dann müssen Sie häufig selbst für den Schaden aufkommen.

Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich genau über die Bedingungen und die erlaubten Routen zu informieren. Wenn nötig, sollten Sie eine Zusatzversicherung abschliessen. Diese ist zwar mit Extrakosten verbunden, jedoch sind Sie dann auch auf den weniger asphaltierten Strassen abgesichert und können Ihre Fahrt in der Freiheit geniessen.

Behalten Sie Ihre Tankanzeige immer gut im Auge

Nicht ohne Grund trägt Alaska den Beinamen „The Last Frontier“ – die letzte Grenze. Denn am Ende der Welt treffen Sie auf Wildnis, menschenleere Flächen und viel Natur. Kein Wunder also, dass Tankstellen speziell im Landesinneren eine Rarität sind. Behalten Sie Ihre Tankanzeige deshalb immer gut im Auge. Bei Touren durch die Wildnis sollten Sie Ihren Camper im Vorhinein volltanken. Auch ein zusätzlicher Kanister kann nicht schaden, denn damit können Sie möglicherweise dem ein oder anderen Gestrandeten aushelfen. Erfahrungsgemäss sollten Sie spätestens bei halbem Tank wieder auffüllen und Ihren Roadtrip fortsetzen.

Schützen Sie sich vor hungrigen Bären

Als Camperparadies schlechthin gibt es in Alaska eine Vielzahl an Campingplätzen. Wenn Sie auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis sind, dann ist Wildcamping genau das Richtige für Sie. Um keine unerwünschten Besucher anzulocken, sollten Sie insbesondere darauf achten riechende Gegenstände wie Cremes, Essen oder sogar Mückenspray gut zu verstauen. Lassen Sie dieses entweder in Ihrem Camper gut versiegelt zurück oder besorgen Sie sich einen Bärenkanister. Dieser Kunststoffbehälter ist leicht zu transportieren und eine gute Möglichkeit, um Ihr riechendes Hab und Gut zu schützen.

4x4 Camper oder einen normalen Camper mieten?

Ein 4x4 Camper ist eine Art Pick-up mit einem Aufbau, in dem ein normales Doppelbett und die übliche Camper-Ausrüstung vorhanden sind. Der Vorteil bei der Anmietung dieses Motorhomes ist ganz klar, das Gefährt erlaubt Ihnen unbefestigte Strassen zu befahren. Dabei steht Ihrem Erkundungsgeist nichts mehr im Wege. Sie fahren mit einem normalen 4x4 Geländewagen, was das Fahrgefühl im Vergleich zu normalen Wohnmobilen noch verbessert. Der Nachteil ist jedoch, dass Fahr- und Wohnraum getrennt sind und Sie bei Regen riskieren, auf dem Weg ins Bett ein wenig nass zu werden.

Achtung: Besonders für das Rückwärtsfahren und Manövrieren ist es gut einen Reisepartner zu haben, der einem beim Lotsen helfen kann. Als Alleinreisender mit dem Camper durch Alaska kann es nicht nur einsam werden, sondern der Schwierigkeitsgrad beim Fahren wird durch manch einen toten Winkel erhöht. Wer sich also alleine auf die Reise begeben möchte, sollte entweder ein erfahrener Fahrer sein oder sich doch für die Mietwagenrundreise entscheiden.

Unsere Tipps für Ihre Route

  • Denali Nationalpark

  • Top of the World Highway 

  • Harding Eisfeld in den Kenai Mountains

  • Wildlife Conservation Center

Der Top of the World Highway  

Spätestens, wenn Sie sich auf den Top of the World Highway begeben, werden Sie froh über die Zusatzversicherung sein. Denn obwohl er weltbekannt ist, überrascht er immer wieder mit unbefestigten Schotterabschnitten. Doch eine Fahrt lohnt sich allemal. Nicht ohne Grund hat diese Strasse ihren weltbekannten Namen erhalten. Denn hier werden Sie mit spektakulären Ausblicken belohnt. Halten Sie unbedingt die Augen offen, denn mit etwas Glück bekommen Sie Elche oder Grizzlybären vor Ihre Kameralinse. Von Yukon in Kanada führt Sie dieser Highway auf einer Länge von über 120 Kilometer nach Alaska.

Je nach Niederschlag liegt die perfekte Reisezeit für den Highway zwischen Mai und September. Informieren Sie sich vorher darüber, ob die Fähre über den Yukon River in Betrieb ist. Sie bietet nämlich den Zugang zum Top of the World Highway. Wir raten Ihnen ausserdem, dass Sie die Wetterprognosen im Blick behalten. Denn bei Regen kann die Fahrt schnell zu einer Schlitterpartie werden, die ziemlich gefährlich sein kann.

Tipp: Gehen Sie gleich bei der Anmietung Ihres Campers sicher, dass die Befahrung des Highways für Sie erlaubt ist.

Die richtige Reisezeit

Ideal eignen sich die Monate von Juni bis August für Ihre Reise. In Alaska kann es Anfang September bereits frieren. Daher sollten Sie sich gut überlegen, wann Sie mit dem Camper unterwegs sein wollen. Ab Ende August sollten Sie auf eventuell eingefrorene Leitungen achten.

Erkunden Sie den Denali Nationalpark

Schon bevor Sie das Gebiet des bekannten Nationalparks erreichen, werden Sie von unendlichen Weiten und unberührter Natur empfangen. Bereits aus der Entfernung ragt die Spitze des Denali, des höchsten Bergs Nordamerikas, hervor. Dieser war früher übrigens als Mount McKinley bekannt. Dank einiger Campingplätze wie dem Wonderlake Campground, können Sie im Zelt direkt im Nationalpark übernachten. Dadurch haben Sie sogar über mehrere Tage die Möglichkeit, einen Blick auf Grizzlybären oder andere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhaschen. Wandern Sie auf Gletschern, vorbei an tosenden Flüssen und unzähligen kristallklaren Seen.

Natürlich können Sie den Park auch mit einer Bustour besichtigen. Am Anfang erwartet Sie eine Landschaft, die der Tundra ähnelt. Danach wird es hügelig und Sie werden die ersten faszinierenden Blicke auf den Mount Denali werfen können. Daraufhin folgt eine Berglandschaft mit Steinen, die in verschiedenen Farben zu leuchten scheinen. Am Wonderlack geniessen Sie zum Schluss eine Landschaft von Heidelbeerbüschen mit dem Mount Denali direkt vor Augen. Die Busfahrt hin zu zurück dauert um die 11 Stunden (wenn man auf der Route nicht aussteigt).

Unsere Empfehlung: Lassen Sie den Camper auf dem Campingplatz stehen und nehmen Sie den ersten Bus um 06:30 Uhr. Die Fahrt beginnt direkt am Visitor Center in der Nähe. Denken Sie auch daran, weit im Voraus zu buchen.

Entdecken Sie das Harding Eisfeld in den Kenai Mountains

Bereits vor dem anstrengenden Aufstieg zum Harding Eisfeld wird der Exit Glacier Ihnen den Atem rauben. Denn dieses Naturspektakel ist mit dem Camper problemlos erreichbar. Obwohl der Gletscher sich im Laufe der Jahre immer weiter zurückentwickelt hat, schlängelt er sich mit einer Länge von circa 6 Kilometern noch immer seinen Weg in das Tal. Mit Wanderschuhen, passender Ausrüstung und warmer Kleidung ausgestattet, begeben Sie sich hinauf zum Harding Eisfeld. Circa 40 Gletscher werden von diesem Feld gespeist und bieten Ihnen einige einzigartige Ausblicke. Vorbei an plätschernden Bächen und mit Blick in das Tal werden Sie schon bald von einem vereisten Hauch von Nichts umgeben sein.

Besuchen Sie das Wildlife Conservation Center

Wenn Sie bei Ihrem Roadtrip durch Alaska tatsächlich keinem wilden Tier über den Weg gelaufen sind und nicht ohne Foto von einem Grizzlybären, Bison oder einem Rentier nach Hause zurückkehren wollen, dann besuchen Sie das Wildlife Conservation Center. Hier können Sie nicht nur die Tiere aus nächster Nähe beobachten, sondern mit einer Spende helfen Sie auch bedrohte Tierarten zu schützen. Denn das Center nimmt verwundete und einsame Wildtiere auf und kümmert sich um sie. Sobald es ihnen wieder gut geht, werden sie in die freie Wildnis entlassen.

Elch, Alaska