Peruanisches Essen – wo sich Haute Cuisine und Streetfood die Hand geben

Reisewelt

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Denkt man an Peru, da kommen einem doch als erstes Lamas, Alpacas und vielleicht sogar die berühmte Inkastätte Machu Picchu in den Sinn. Weniger aber das peruanische Essen, oder? Doch wussten Sie, dass das südamerikanische Land essenstechnisch in der ersten Liga spielt? Gerne nehmen wir Sie mit auf einen kulinarischen Ausflug. Wir sind sicher, die Feinschmecker unter euch buchen ihre Reise nach Peru bereits in Gedanken. 

Für alle Reisetypen die passenden Gerichte

Peru lässt sich in drei verschiedene Regionen aufteilen: die Küste, die Bergeregion in den Anden und der Regenwald am Amazonas. In wenigen Ländern gibt es so unterschiedliche Klimazonen und eine so hohe Naturdiversität wie in Peru. Diese regionalen Variationen tragen massgeblich zu der Vielfalt der peruanischen Küche bei und machen eine kulinarische Entdeckungsreise sehr reizvoll. Und zwar egal ob Sie als Familie reisen, sich vegetarisch ernähren oder abenteuerlustig die kuriosesten Gerichte probieren möchten.  

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Herzhaftes zum Frühstück 

In Peru starten Sie mit herzhaften Gerichten in den Tag. Der Klassiker, der zu jedem peruanischen Frühstück dazugehört, ist Pan con queso frito: Eine Art Sandwich, belegt mit frittiertem Käse. Viele Peruaner essen aber auch gerne eine herzhafte Hühnersuppe und ergänzen die Mahlzeit mit Blutwurst. Wer gerne etwas Warmes mag, sollte Schweinefleisch mit Süsskartoffeln probieren. In Arequipa beispielsweise, gibt es eine ähnliche Spezialität. Sie wird immer sonntagmorgens von der Morgenmesse serviert und heisst Adobo Arequipeño.  Die Kombination aus Schweinefleisch, Mais-Sud und Zwiebeln soll Energie für den ganzen Tag geben. Reichhaltige Frühstücksgerichte sind vor allem in den Bergregionen verbreitet, da die Arbeiter morgens eine herzhafte Mahlzeit brauchen, um Kraft für den Tag zu tanken. Im Dschungel dagegen, darf «Chapu» nicht fehlen. Ein Milchshake aus Bananen. 

Fleisch und Fisch zum Mittagessen 

Die Gerichte, die in Peru zum Mittagessen zubereitet werden, sind sehr fleischlastig und divers. Probieren Sie zum Beispiel Lomo Saltado, das absolute Lieblingsessen der meisten Peruaner. Es wird mit geschnetzeltem Rindfleisch, frittierten Kartoffelstreifen, Karotten, Tomaten, Paprika, Koriander und Amarillo-Paste zubereitet. Ein weiterer Klassiker ist das Gericht Aji de Gallina: pikante Hähnchenbrust mit Reis, Paprika, Kartoffeln, Ei und einer Sosse aus Sahne und Parmesan. Das vielleicht berühmteste peruanische Gericht ist Ceviche. Ein Fischgericht aus Lima, das mit Limetten, Koriander, Chili, Knoblauch und Zwiebeln zubereitet wird.

Meerschweinchen für Mutige

Wer etwas mutiger ist, sollte sich Cuy nicht entgehen lassen. In unseren Breitengraden etwas befremdlich, in Südamerika aber ganz normal: gegrilltes Meerschweinchen gehört zu den Lieblingsgerichten der Peruaner. Übrigens, das Mittagessen hat in Peru einen hohen Stellenwert. Es ist die wichtigste Mahlzeit des Tages und wird ausgiebig und auch unter der Woche zelebriert: zwischen 13 und 15 Uhr schliessen die Geschäfte ihre Türen, damit die Mitarbeiter in Ruhe essen können. Es gibt jeweils eine Vorspeise, einen Hauptgang und einen Nachtisch. Danach ist eine Siesta auch bitter nötig …

Vegetarier kommen nicht zu kurz

Obwohl die klassischen Gerichte in Peru Fleisch und Fisch enthalten, ist auch die vegetarische Küche reichhaltig und vielfältig. Einige Mahlzeiten werden in verschiedenen Varianten zubereitet. Das Gericht Causa beispielsweise, besteht eigentlich aus Kartoffel und Hühnchen, wird aber auch als veganes Gericht serviert: Je nach Vorlieben gibt es Causa mit Süsskartoffeln, Avocado, Limetten und vielem mehr.

3000 Sorten Kartoffeln

Apropos Kartoffeln. Wussten Sie, dass es in Peru über 3000 verschiedene Sorten gibt? Kein Wunder, dass viele der Gerichte die Erdäpfel enthalten. Das Land ist ausserdem das Zuhause von zahlreichen Superfoods: Quinoa, Süsskartoffeln und Avocado sind in den verschiedensten Kreationen enthalten und gehören fest zur peruanischen Küche.

Für Zwischendurch

Auf Streetfood-Märkten finden Sie oft Anticucho. Der Spiess mit gegrillten Rinderherzen, Kartoffeln und pikanter Sosse ist der Barbecue-Klassiker schlechthin und ein perfekter Snack für zwischendurch. Wem es beim Wort «Rinderherz» schon anders wird; es schmeckt tatsächlich viel besser als es klingt. Als weitere Zwischenmahlzeit gibt es übrigens Lonche, die gegen 17.30 Uhr gegessen wird. Oft werden Sandwiches oder sogenannte Empanadas gegessen oder es gibt Chifles und Chanchita.  Chifles sind Bananenchips, die Sie sowohl in einer pikanten als auch in einer süssen Variante kaufen können. Und Chanchita gibt es auf den meisten Märkten. Der geröstete Mais wird gerne mit Käse oder Butter gegessen. 

Grosses Frühstück zum Abendessen

Ob Sie nach dem herzhaften Frühstück und dem reichhaltigen Mittagessen auch noch was zum Znacht mögen? Bestimmt! Denn das Abendessen in Peru ist im Vergleich zum Mittagessen eher ein grosses Frühstück: Gegessen wird in der Regel zwischen 20 und 22 Uhr, oft vegetarische Gerichte mit Kartoffeln oder Mais.  

Peru für Naschkatzen

Was darf bei tollen Essensabfolgen auf gar keinen Fall fehlen? Richtig, der Nachtisch. In Peru gibt es zahlreiche Süssspeisen, die nach den regulären Mahlzeiten serviert werden. Wenn Sie nach Peru reisen, müssen Sie unbedingt Picarones probieren. Die frittierten Ringe sind die peruanische Interpretation eines Donuts. Sie bestehen aus Süsskartoffeln und werden mit Sirup gegessen. Super fein sind auch Guargüeros, eine Art Mini-Pfannkuchen mit Puderzucker. 

Lima – Essenshauptstadt Nummer Eins 

Ihre Peru-Reise wird wohl dort starten und vielleicht auch wieder enden: In Lima, der Hauptstadt Perus. Ihr gilt ein besonderes Augenmerk, was das Essen anbelangt. Denn keine Stadt auf der Welt ist für Ihre herausragende Kulinarik so bekannt. Seit Jahren ist sie die Gewinnerin der World Leading Culinary Destiantion bei World Travel und ist drei Mal in einem Ranking der Top 50 Restaurants weltweit vertreten. Entsprechend gibt es in Lima Sternerestaurants, über die auf der ganzen Welt gesprochen wird. 

Haute Cuisine küsst Streetfood

Ein toller Kontrast zu den Sternerestaurants: in Lima können Sie auch Snacks am Strassenrand kaufen, in Supermärkten die Vorlieben der Peruaner entdecken oder in kleinen «Cevicherías» ganz authentisch peruanisch essen. Wer gerne die Haute Cuisine Perus probiert, den erwarten spannende Kreationen: Inspiriert von anderen internationalen Köchen, entdecken die Kreateure in Lima ihre Zutaten neu und lassen traditionelle Gerichte in einem neuen Glanz erscheinen. 

 

In Peru nennt man den Amazonas einfach "la Selva". Auf dem Markt von Puerto Maldonado werden ganz viele "Früchte" aus der Selva feilgeboten.

Buchen Sie Ihre Foodreise nach Peru

Wenn es nicht nur beim Gedanken bleiben soll, wie eingangs erwähnt, dann freuen wir uns auf Ihren Besuch bei uns in den Filialen. Lassen Sie sich von unseren Peru-Spezialisten beraten. Zum Beispiel für eine Peru Foodtour, bei der Sie peruanische Spezialitäten kennenlernen und das Land aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen: bei einem Besuch einer Kaffee-Farm oder bei einem Kochkurs, an welchem Sie selber die peruanischen Spezialitäten zubereiten. In diesem Sinne: Buen provecho!