Georgien Reisen: auf Rundreise am Kaukasus

Reisewelt

  • Mount Kazbegi
  • BGT Klosteranlage-Gelati-nähe-Kutaissi
  • Von Sighnaghi geht es heute durch einsame Landstriche nach Dawit Garedscha. Im Hintergrund ist der grosse Kaukasus zu sehen. Tomas, unser Fahrer, steuert den 4x4 gekonnt um Schlaglöcher und Pfützen. Verständigen tun wir uns mit Händen und Füssen und unserem Georgisch-Sprachführer.
  • Endlich erblicke ich sie: die Gergeti Kirche. Mit einem 4x4-Fahrzeug haben wir uns auf einer schmalen Strasse  auf 2200m hochgequält. Ich bin froh, als wir oben sind. Der Anblick ist herrlich und die Bergwelt des Grossen Kaukasus fantastisch. Viel zu früh müssen wir wieder runter. Ich wäre gerne noch etwas geblieben.
  • Mosaik in Tiflis
  • Höhlenkloster Udabno
  • Vom Kloster Nekresi hat man einen fantastischen Blick über das Land. Die Kloster und Wehrkirchen sind mehrheitlich auf Hügeln erbaut. Die Strasse zum Kloster Nekresi ist extrem steil und ich frage mich insgeheim, ob der Bus das schafft. Tut er. Es gibt viele Leute, die den steilen Weg zu Fuss bewältigen.
  • Auf diesem schmalen Weg gehen wir zur Kapelle. Immer wieder bewundern wir die in den Felsen liegenden Höhlen. In der Ferne liegt Azerbajan und Armenien.

Wenn Sie nach Georgien reisen, entdecken Sie das Land am Kaukasus, das Europa und Asien vereint. Hier erwarten Sie anmutige Berge, schöne Strände am Schwarzen Meer, dichtbewachsene Wälder, verschlafene Bergdörfer und traditionsreiche Klöster. Auch wenn der Tourismus in den letzten Jahren zugenommen hat, gilt das Land immer noch als ein Geheimtipp für alle diejenigen, die etwas Neues erleben wollen.

Paris des Kaukasus

Georgien Reisen im Überblick

Beste Reisezeit: Herbst oder Frühling

Unternehmungen in Tiflis:

  • Funicular, Standseilbahn zum Mtazminda

  • Besuch beim Mtazminda Vergnügungspark

  • Spaziergang zur Fortress

  • Altstadtspaziergang

  • Entdeckungstour an der U-Bahn-Sation „Marjanishvili“

Georgiens Sehenswürdigkeiten ausserhalb von Tiflis:

  • Stalin Museum in Gori

  • Besuch im Höhlendorf Vardzia

  • Kloster David Garedji

  • Weinreise in der Region Kachetien

  • mit dem Zug von Tiflis nach Batumi ans Schwarze Meer


Faszination Wandern in Georgien

Sehnen Sie sich nach Ursprünglichkeit, weiten bergigen Flächen und traumhaften Landschaften? Dann dürfte Wandern in Georgien genau das Richtige für Sie sein. Hier sind die Wanderwege nicht perfekt ausgeschildert und man ist noch weitestgehend auf sich selbst gestellt. Belohnt wird man dagegen mit Panoramaaussichten, die einer Postkarte entsprungen sein könnten.

Öffentliche Verkehrsmittel?

Das gängigste öffentliche Verkehrsmittel, um von A nach B zu gelangen ist die Marschrutka, ein typischer Minibus mit 12-14 Plätzen. Die engen Sitze bieten zwar keinen Sitzkomfort, dafür kommt man aber mit diesem Verkehrsmittel fast überall hin. Die Kosten sind sehr überschaubar und man hat die Möglichkeit, den Einheimischen hautnah zu begegnen. In Innenstädte kann man sich kostengünstig in Taxis hin und her bewegen. Die Preise werden dabei direkt mit dem Taxifahrer vereinbart.

Unser Tipp: Man kann sehr gut mit dem Zug von Tiflis nach Batumi ans Schwarze Meer fahren. Die Züge auf dieser Strecke sind bequem, pünktlich, sicher und günstig. Auf dieser Fahrt kommen Sie vorbei an schönen Landschaften und haben gute Kontaktmöglichkeit zu den Einheimischen.

Tipps zur Verständigung

Georgisch ist eine agglutinierende Sprache und nutzt nicht das kyrillische Alphabet, wie man vielleicht vermuten könnte. Die Einwohner benutzen eine eigene Schrift, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem lateinischen Alphabet hat. Somit ist es ratsam, sich das „Schriftbild“ des Ortes, an den man reisen möchte, gut einzuprägen. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich, sich von einem zuverlässigen Reiseführer helfen zu lassen, damit die Georgien Rundreise auch garantiert zu einer schönen Erinnerung wird.

G Dorf

Georgien Sehenswürdigkeiten in Tbilisi bzw. Tiflis

Tiflis präsentiert sich als Hauptstadt zwischen alt und neu. Die Menschen sind freundlich und das Stadtbild überrascht durch grosszügige Architektur und aussergewöhnliche Völkervielfalt. Als wichtiger Handelspunkt zu Zeiten der Seidenstrasse versprüht die Metropole auch heute noch ein orientalisches Flair, das im prickelnden Kontrast zu einer modernen Weltstadt steht. Ein Besuch im Landeszentrum ist daher ein echtes Muss für eine Georgien Rundreise.

Tolle Aussichten

Eine Fahrt mit der Seilbahn auf den 700 Meter hohen Mtazminda lohnt sich. Der Berg überragt stolz die georgische Hauptstadt. Auf seiner Spitze thront der über 270 Meter hohe Fernsehturm, der nachts aufwendig beleuchtet wird und mittlerweile zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Die Funicular, eine Standseilbahn, die bereits 1905 in Betrieb genommen wurde, lässt schöne Ausblicke auf Tiflis erhaschen. Eine hervorragende Aussicht auf die Stadt bekommt man auch im Vergnügungspark Mtazminda. Hier empfiehlt sich vor allem eine Rundfahrt mit dem Riesenrad, die einen besonders grosszügigen Ausblick auf die Grossstadt erlaubt. Auf dem Berg liegt ausserdem ein schöner Wanderpfad zur Fortress, der an verschiedenen Aussichtspunkten entlang führt.

Unser Experten Tipp: Zu Fuss erkunden Sie die Altstadt am besten auf der Westseite des Flusses Kura, insbesondere zwischen der Metekhi Brücke und der futuristischen „Friedensbrücke“. Hier schlendern Sie entlang an schönen Gebäuden, modernen Restaurants, Bars und Clubs. Falls Sie auf dem Weg der kleine Hunger packt, empfehlen wir Ihnen ein Chatschapuri zu probieren. Das mit Käse gefüllte Brot ist genau der richtige Snack für einen Stadtspaziergang. Frisch gestärkt geht es dann von der anderen Flusseite mit der Luftseilbahn (Aerial Tramway) über der Altstadt schwebend auf den Hausberg von Tibilisi. Von dort aus kann man hervorragend zu den traditionellen Schwefelbädern bzw. zurück in die Altstadt laufen.

Schwefelbäder

Tbilisi bedeutet wörtlich „heisse Quelle“ und dafür steht die Stadt auch. Früher wimmelte es nur so von Badehäusern, heute hat sich ihre Anzahl zwar drastisch reduziert, trotzdem kann man noch einige von ihnen finden. Meist verstecken sie sich unter einer Kuppel, die im persischen Stil verziert ist. Frauen und Männer baden üblicherweise getrennt, da „Nacktheit“ in den meisten Bädern zum guten Ton gehört. Das gilt auch für Massagen, die nicht unbedingt jedermanns Sache sind. Wenn man allerdings bereit ist sich voll und ganz auf die Kultur, auch ohne Badehose oder –anzug einzulassen, ist der Besuch im Schwefelbad auf jeden Fall ein Muss.

Zeit zum Entdecken

Wenn Sie genügend Zeit und Ruhe mitbringen, dann lassen Sie sich auch von den Aussenquartieren der Stadt inspirieren. Viele haben einen ganz eigenen Charakter, der sich auch durch die Architektur von der Altstadt unterscheidet.

Unser Experten Tipp: Steigen sie an der U-Bahn-Sation „Marjanishvili“ aus und lassen Sie die Umgebung auf sich wirken.

Kloster Vardzia

Tipps ausserhalb Tiflis: Wer sich für Geschichte interessiert, der sollte dem Stalin Museum in Gori einen Besuch abstatten. Weiter in die Vergangenheit entführt Sie das fantastische Höhlendorf Vardzia aus dem 12. Jahrhundert. Es liegt nahe der Grenze zur Türkei und Armenien. Hauptattraktion ist die Klosterkirche. Übrigens leben heute noch einige Mönche in Vardzia, von denen die Meisten als Fremdenführer arbeiten.

Sehenswürdigkeiten der Region Kachetien

Grenzend an Aserbaidschan befindet sich die Region Kachetien, in der sich der Weinanbau bis ins 6. Jahrhundert nachvollziehen lässt. Hier können Sie zum Beispiel das Kloster David Garedji besuchen, das Mitte des 6. Jahrhunderts entstanden ist und als ältestes Kloster Georgiens zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Die Ortsnamen in diesem Sonnenland Georgiens stehen als Markennamen für die georgischen Weine. Die Bauern der Region sind in der Regel auch Winzer und keltern ihre eigenen Landweine. Kachetien war ausserdem einst ein mächtiges Königreich an der Seidenstrasse, was sich noch heute an den vielen bedeutenden Kirchen und gewaltigen Festungen erkennen lässt. Eine kleine Weinreise durch die Region lohnt sich deshalb allemal.

Die beste Reisezeit für Georgien

Georgien verfügt über unterschiedliche Klimazonen, die von alpinen und kontinentalen bis hin zu fast tropischen Wetter reichen. Sowohl das Schwarze Meer und der Kaukasus schützen das Land jedoch vor extremen Temperaturen. An der Schwarzmeerküste erwartet Sie ein subtropisches-mediterranes Klima mit milden Wintern und warmen feuchten Sommern. In den Gebirgsregionen herrscht alpines Klima und die Temperaturen nehmen mit zunehmender Höhe ab. Gerade, wenn Sie in Georgien wandern möchten, sollten Sie beachten, dass in Höhenlagen im Winter teils -40 Grad Celsius herrschen können. Wer das ganze Land bereisen möchte, für den liegt die beste Reisezeit entweder zwischen September und Oktober oder im Frühling von April bis Juni. Der Sommer ist in den Küstenregionen sehr angenehm, kann aber zu äusserst heissen Temperaturen in der Mitte des Landes führen.

Wenn Sie sich für eine Reise nach Georgien interessieren, zögern Sie nicht unsere erfahrenen Reiseberater zu kontaktierten. Wir stehen Ihnen mit persönlichen Erfahrungen, Ratschlägen und Tipps für Ihre Reiseplanung zur Seite.