Wüstenreisen

Wer in die Wüste reist, erlebt oft Überraschungen. Die Nächte sind kälter, der Sternenhimmel klarer, die Stille stiller, die Wüstenbewohner zahlreicher als erwartet. Und die wenigen Geräusche intensiver. Eine Reise in die Wüste ist unvergesslich.
Wenn die Luft durch abrutschende Sandkörner in Schwingung gerät, tönt es, als ob die Wüste laut «singen» würde. Ob Sand, Stein oder Salz – Flora und Fauna haben sich, genauso wie die menschlichen Bewohner, dem harschen Klima und den rauhen Umständen angepasst.

Die Arten, eine Wüste zu bereisen sind so vielseitig wie die Wüsten selber; zu Fuss, per Bike, Kamel, Jeep, Mietauto, Camper oder Bus, ob geführt in einer Gruppe oder auf eigene Faust – alles ist möglich. In einem Gespräch mit unseren erfahrenen Beratern in den Globetrotter-Filialen finden Sie heraus, welche Wüste am besten zu Ihnen passt.

Wenn Sie also warm eingepackt in der Kälte unter dem unfassbaren Sternenhimmel stehen und die Dünen oder ein Beduine ihnen ein Wüstenlied vorsingt, wundern Sie sich nicht. Dies ist normal im Wüstenleben. Denn Wüsten leben.

Nicht verpassen! Auf einer Wüsten-Tour wird nach kleinen Tieren Ausschau gehalten. Unser Guide ist mit Herz und Seele dabei und erzählt uns viel Spannendes über die kleinen Wüstenbewohner, die sich genial an die schwierigen Lebensbedingungen angepasst haben. 
Das Namaqua-Chamäleon fasziniert mit Farbwechsel, der ihm bei der Wärmeregulierung hilft. Die Augen bewegt es unabhängig voneinander und die lange Zunge ist im Gegensatz zu den sonst langsamen Bewegungen des Tieres blitzschnell.

Namib – die Älteste

Mit ihrem Alter von mehreren Millionen Jahren ist die Namib in Namibia eine alte Dame unter den Wüsten. Eines ihrer Wahrzeichen sind die riesigen Sanddünen bei Sossusvlei, welche je nach Sonnenstand und Luftfeuchtigkeit in unterschiedlichen und kräftigen Farbtönen leuchten. Ebenso unvergleichliche Fotomotive geben die Spitzmaulnashörner, Springböcke und Wüstenelefanten, welche sich dem extremen Lebensraum angepasst haben.

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Wahiba Sands – die Standfeste

Eine Ausnahme zu vielen anderen Wüsten bildet die Wahiba Sands im Oman; ihre prächtigen Dünen wandern nicht. Sie grenzt direkt ans Meer, wo eindrückliche Sand-Abbruchkanten zu sehen sind. Die Wahiba Sands mit ihren grünen, üppigen Oasen wie der spektakulären Oase Al Raka, bildet eine Szenerie wie aus 1001 Nacht. Dieses Idyll ist verhältnismässig leicht erreichbar, ob auf einer geführten Tour oder im eigenen Wagen. Ob eine komplette Wüstendurchquerung oder eine Nacht in einem von Beduinen geführten Camp – ein unvergessliches Erlebnis.

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Wadi Rum – der Filmstar

Die Tatsache, dass in Wadi Rum in Jordanien immer wieder Filmszenen gedreht werden, welche auf dem roten Planeten Mars spielen, spricht für sich. Das Wüstental, ehemals Hauptquartier Lawrence von Arabiens, ist bekannt für seine Mondlandschaften. Durch Wadi Rum führen keine befestigten Strassen, so bietet sich ein Besuch auf dem Rücken eines Kamels oder aber in einem 4x4. Vorbei an eindrücklichen Felsbrücken, Canyons und hohen Dünen.

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Wadi Rum

Erg Chebbi - die Nahe

Ein kleiner Abendspaziergang in der Wüste gefällig? Wortwörtlich direkt vor der Haustüre des kleinen Ortes Merzouga liegen die Dünen der Erg Chebbi. Das kleine Dorf in Marokko verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur zum Übernachten und ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die weite Sandlandschaft. Aber Achtung: bitte nicht verlaufen wenn Sie die Stille zwischen den Dünen alleine geniessen möchten!

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Taklamakan – die Rätselhafte

Die Taklamakan ist eine der grössten, unwirtlichsten Sandwüsten der Welt, sie ist bedeckt von bis zu 100 m hohen, goldenen Sanddünen. In mehreren Hinsichten ist sie rätselhaft. Einerseits weil es hier alle paar Jahre schneit. Hier, im trockenen Nordwesten Chinas, wo die Temperatur am Tag meist zwischen +35 und +50 Grad liegt. Andererseits verstecken sich in ihrem Sand geheimnisvolle archäologische Schätze. Ruinen, Gräber und Mumien wurden entdeckt, einige davon bis 4000-jährig. Ihre Herkunft ist nicht vollständig geklärt. Einige der Mumien sind in einem Museum in Urumqi ausgestellt. Was sich wohl sonst noch unter dem Sand verbirgt?

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Gobi – die Kalte

Die Gobi liegt auf dem Gebiet der Mongolei und China und zeigt sich mit vielen überraschenden Gesichtern. Während es im Winter bis –40 Grad kalt werden kann, herrschen im Sommer bis zu +45 Grad. Neben bizarren Gesteinsformationen, trockenster Steppe und Wäldern aus Wüstenpflanzen besteht die Gobi nur zu einem kleinen Teil aus Sand. Ein grosses Highlight ist der einzigartige Gletscher mitten in der Wüste.

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Wüste Gobi

Salar de Uyuni – die Salzige

Eine Wüste muss nicht immer aus Sand bestehen. Dies beweist der Salar de Uyuni – eine Salzwüste, welche auf einer Bolivien-Reise auf keinen Fall fehlen darf. Bei Regen verwandelt sich die Oberfläche in einen spiegelglatten See. Salz soweit das Auge reicht – ob nass oder trocken, die Wüste bildet den perfekten Hintergrund für optisch täuschende, witzige Fotoaufnahmen. Übrigens, wem ein Ausflug auf das Salz nicht reicht, kann in einem Salzhotel mit Mauern aus Salzblöcken und Fussböden aus funkelnden Salzkristallen übernachten.

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Salar de Uyuni

Verantwortungsbewusst Reisen

Warum nicht unmotorisiert ins Wüstenleben eintauchen? Bei zahlreichen Reisen werden längere Strecken entweder zu Fuss, auf dem Rücken eines Kamels oder mit dem Mountainbike zurückgelegt. Wir haben zwei Reiseideen für Sie ausgesucht.

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Kameltrekking in Marokko, sogar das Gepäck reist per Wüstenschiff

Jordanien aktiv zu Fuss erleben
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Simone Furrer

Reiseberaterin

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