Zentral Spitzbergen im Arktischen Herbst

ab/bis Longyearbyen, Norwegen, Schiffsreisen

Während dieser Reise an Bord des Segelschiffes «Noorderlicht» besuchen Sie die zwei vielseitigen Fjordsysteme Isfjord und Bellsund in Spitzbergen.
Hier finden sich alle Schönheiten, die die arktische Wildnis bietet. Neben beeindruckenden Gletschern, einzigartigen Bergformationen, grossen Kolonien von Seevögeln sowie vielen arktischen Tierarten beherbergen diese Fjorde eine Fülle an kulturellem Erbe, das in den letzten 400 Jahren aufgrund des kalten Klimas gut erhalten geblieben ist. An den Stränden der Fjorde sind die Überreste menschlichen Lebens und Handelns sichtbar und zeigen, wie eng Landschaft und Menschen miteinander verbunden waren.

Einige Höhepunkte

  • einzigartige Fjordlandschaften

  • Beobachtung der arktischen Tierwelt

Preise

Preis pro Person

CHF

Bei 2 Personen, Doppelkabine innen

ab 2840.–


Inbegriffen

  • Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie

  • Vollpension mit Kaffee, Tee, Wasser

  • Geführte Anlandungen gemäss Reiseprogramm

  • Vorträge durch Experten (in Englisch)

  • Hafen- und Landungsgebühren


Nicht Inbegriffen

  • An- und Rückreise ab/bis Schweiz

  • Versicherungen

  • Weitere Getränke

  • Trinkgelder und persönliche Auslagen


Vorgesehenes Reiseprogramm
 

1. Tag: Einschiffung in Longyearbyen, Spitzbergen

Individuelle Anreise nach Longyearbyen (eine direkte Anreise aus der Schweiz ist nicht möglich, sondern es muss eine Zwischenübernachtung in Oslo eingeplant werden). Falls Sie noch etwas Zeit haben, empfehlen wir den Besuch des hochinteressanten Svalbard-Museums in Longyearbyen. Um 16 Uhr beginnt die Einschiffung. Nach dem Kabinenbezug und einer Sicherheitsübung heisst es "Leinen los" und Sie segeln in Richtung Westen. Während dem ersten Abendessen an Bord können Sie Ihre Mitpassagiere und die Crew kennenlernen.

2. Tag: Alkhornet

In Trygghamna besichtigen Sie die Überreste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und einer Jagdstation der Pomoren (russische Jäger) aus dem 18. Jahrhundert. Sie wandern weiter zur 428 Meter hohen Klippe Alkhornet, auf der etwa 10'000 Paare verschiedener Seevögel brüten. Die Klippen bestehen aus metamorphem Carbonatgestein, das mehr als eine Milliarde Jahre alt ist. Die Tundra am Fusse der Klippe bietet nahrhafte Weideflächen für Rentiere, Brutstätten für Gänse und Verstecke für Polarfüchse. Dieser Ort ist daher ideal, um Eisbären, Polarfüchse und Rentiere zu beobachten.

3. Tag: Akseløya – Fridtjofbreen

Am Morgen gehen Sie auf Akseløya an Land, einer langen und schmalen Insel, die die Mündung des Van Mijenfjord in den Bellsund weitgehend versperrt. Ihren Namen erhielt sie nach dem Segelschiff, mit dem der finnische Entdecker Adolf Erik Nordenskiold 1864 auf seiner Expedition nach Spitzbergen unterwegs war. Hier wird noch nach alten Traditionen Pelzjagd betrieben. 
Nach der Wanderung segeln Sie weiter zum kalbenden Gletscher Fridtjovbreen, der von malerischen Bergen umgeben ist. Halten Sie Ausschau nach Belugas, die hier in den vergangenen Jahren oft gesichtet wurden!

4. Tag: Zeugnisse der Waljagd

Von Midterhuken aus erhalten Sie einen fantastischen Blick auf die mit 65 Millionen Jahren jüngste Bergkette Spitzbergens. Auf den Klippen befinden sich Kolonien lauter Trottellummen, Dreizehenmöwen, Alken und Eissturmvögeln. Deren Guano sorgt für eine reiche Vegetation, wodurch die umliegende Tundra bemerkenswert grün ist. Diese bietet wiederum nahrhafte Gründe für Polarfüchse und Rentierherden. Sogar Eisbären werden hier regelmässig auf Nahrungssuche gesichtet.
Nach einem Spaziergang setzen Sie die Reise zur Bucht Fleur de Lyshamna fort, wo Sie in der Nähe von drei alten Ruderbooten anlanden, die einst dem norwegischen Beluga-Jäger Ingvald Svendsen gehörten. Von dort gehen Sie zum Kvitfiskstranda ("Weisswalstrand"), wo im 19. Jahrhundert ein Walmassaker stattfand. Die Knochen der Tiere erinnern noch heute an diese grausame Zeit. Glücklicherweise sind Belugas trotz intensiver Jagd in der Vergangenheit noch immer regelmässig in diesem Fjord zu sehen.

5. Tag: Recherchefjord

Heute ist ein letzter Landgang im Bellsunder Recherchefjord geplant. Die hohe Konzentration an historischen Stätten in diesem Fjord ist ein Beweis dafür, dass Landschaft und Tiere viele Jäger und andere Menschen angezogen haben. So war diese Region im 17. und 18. Jahrhundert eine der grössten Sammelstellen für die Walfangflotte auf Spitzbergen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand Kohlebergbau statt. Überreste dieser Zeiten sind hier an mehreren Stellen zu sehen. Anschliessend segeln Sie zurück nach Norden zum Isfjord.

6. Tag: Barentsburg

Am Vormittag besuchen Sie die nach Willem Barents benannte Bergbausiedlung. In 1926 wurde der Ort von den Russen übernommen und entwickelte sich zu einem Bergbaudorf mit mehr als 1'000 Einwohnern. Heute leben hier noch rund 400 Menschen hauptsächlich russischer oder ukrainischer Abstammung. Da die Mine schon lange nicht mehr rentabel ist, konzentrieren sie sich zunehmend auf den Tourismus.
Vom Kai aus, wo das Schiff liegt, steigen Sie etwa 140 Holzstufen hinauf, bevor Sie zur Hauptstrasse gelangen. Die Sowjetzeit hat deutliche Spuren hinterlassen: Im Zentrum des Dorfes befinden sich eine lebensgrosse Büste Lenins, Tafeln mit Bildern von Arbeitern und modernistische Sowjetgebäude, ebenso wie die nördlichste Bierbrauerei der Welt und das Pomor-Museum.
Nach dem Ortsbesuch segeln Sie weiter nach Borebukta. Es besteht die Möglichkeit, einen Blick auf die steile und imposante Gletscherfront des Borebreen zu werfen.

7. Tag: Longyearbyen

Am Morgen führen Sie einen letzten Landgang am Kap Bohemanflya durch. Hier finden Sie ein Stück Geschichte in Form der ehemaligen niederländischen Mine in Rijpsburg. Sie besuchen eine alte Hütte aus dem Jahr 1900 und erkunden die Fundamente von weiteren, abgerissenen Hütten. Seit dem 31. August 1920 gibt es auch ein Denkmal für Königin Wilhelmina in Form einer grossen Steinpyramide.
Wenn das Wetter es zulässt, werden Sie den Rest des Tages damit verbringen, zurück nach Longyearbyen zu segeln. Geniessen Sie nach Ihrer Ankunft etwas Freizeit um letzte Souvenirs zu kaufen oder die Ortschaft zu erkunden. Gegen Abend werden Sie wieder an Bord erwartet, wo die Crew eine letzte Überraschung für Sie bereithält.

8. Tag: Ausschiffung in Longyearbyen, Spitzbergen

Ausschiffung nach dem Frühstück und individuelle Heim- oder Weiterreise.

Ihr Schiff – Noorderlicht

Die Noorderlicht wurde ursprünglich im Jahr 1910 als Dreimastschoner in Flensburg, Deutschland, gebaut. Die meiste Zeit diente die Noorderlicht danach als Feuerschiff auf der Ostsee. 1991 kauften die heutigen Besitzer das Schiff und besserten dieses nach Vorschriften von „Register Holland“ aus. Das Schiff bietet außerdem gute Aussichtsbereiche an Deck – auch mit gesetzten Segeln.

  • 46m lang

  • 6.5m breit

  • Dieselmotor

  • 550m2 Segelfläche

  • 10 Aussenkabinen mit Lavabo, Schrank

  • 4 Duschen/5 WC's

  • Aufenthalts-/Essraum

  • Sofaecke mit Ausblick

Gut zu wissen

  • Einzelreisende können ohne Aufpreis eine Kabine mit einem Reisenden des gleichen Geschlechts teilen

  • Gerne sind wir Ihnen bei der Organisation Ihrer An- & Abreise sowie allfälligen Verlängerungsprogrammen behilflich.

  • Aufgrund von Wetter- und Eisverhältnissen sind Routenänderungen jederzeit vorbehalten.

* Alle Preisangaben sind Richtpreise in der jeweils angegebenen Währung. Stand bei Veröffentlichung. Programmänderungen vorbehalten. Eine kompetente Reiseberatung sowie tagesaktuelle Preise erhalten Sie in Ihrer Globetrotter-Filiale.

BeratungsterminAnfrage

Angaben zur Reise

Zentral Spitzbergen im Arktischen Herbst

Ort

ab/bis Longyearbyen, Norwegen

Dauer

8 Tage

Transport

Segelschiff mit 10 Kabinen

Unterkunft

Kabine

Teilnehmer

bis 20 Personen

Reiseart

Erlebnisreisen, Schiffsreisen

Angebot

GLS-568536

Reisedaten

19.08. – 27.08.2022
27.08. – 03.09.2022

Stationen

  • Longyearbyen

  • Alkhornet

  • Akseløya – Fridtjofbreen

  • Recherchefjord

  • Barentsburg

  • Longyearbyen