Eine Momentaufnahme aus Mexiko

Blog-Beitrag von Franziska Domann, am 16.12.2020

Riviera Maya, Mexiko

Freundliche Einwohner kennenlernen, den musikalischen Klängen der typischen Mariachis lauschen und mit einem Sombrero auf dem Kopf dazu tanzen – das sind nur ein paar der Dinge, die jede Mexiko-Reise unvergesslich machen. Doch wie sieht es eigentlich momentan vor Ort aus? Wir haben mit Urs, einem Schweizer Auswanderer gesprochen. Er berichtet uns mehr über die aktuelle Lage.

Wie erlebst du den Tourismus aktuell bei dir bzw. in Mexiko?

Natürlich ist der Tourismus in den letzten Monaten stark zurückgegangen, jedoch ist die Situation hier nicht so schlimm wie in anderen Ländern. Mexiko hat die Grenzen nie zugemacht, was natürlich sehr positiv für alle Menschen ist, die vom Tourismus arbeiten und leben. Im Moment haben wir hier in der Riviera Maya gut 60'000 Reisende, was nicht wenig ist, auch wenn wir eine Kapazität von 200'000 haben.

Wie empfindest du den Umgang mit den Massnahmen gegen Covid-19?

In Mexiko und speziell in der Tourismusbranche haben wir strikte Hygiene-Protokolle. Alle Anbieter, Hotels und Restaurants mussten sich als «Safe Travels» zertifizieren lassen. Auch wenn es die Maskenpflicht hier nur in Läden und öffentlichen Einrichtungen gibt, empfehle ich, diese auch auf der Strasse zu tragen. Jedoch ist Mexiko eigentlich im Moment ein Land, wo man gut Reisen und Ferien machen kann.

Wie hat sich dein Unternehmen der aktuellen Situation angepasst?

Ich arbeite im Mahekal Beach Resort. Hier mussten wir alle unsere Hygiene-Protokolle anpassen, die vom Staat vorgegeben sind. Es ist nicht immer einfach, diese umzusetzen und die Installationen sowie den Service den neuen Standards anzupassen. Wir haben uns noch zusätzlich von «POSI Cristal Certification» zertifizieren lassen.

Und es gibt viele weitere Herausforderungen in dieser Zeit. Wenn das Hotel rote Zahlen schreibt, geht es den Angestellten dementsprechend auch nicht gut. Die Entlassungen und ein Arbeitspensum von 50 Prozent sind nicht einfach zu managen. Zusätzlich sollte man noch die Motivation und den immer freundlichen Service gewährleisten. Wir alle hoffen, dass die Zeiten bald besser werden.

Welche Chancen siehst du für die Region mit Ausblick auf die Zukunft?

Ich denke, dass sich im Frühling vieles ändern wird. Das Vertrauen ins Reisen wird hoffentlich wieder ins Rollen kommen, denn man merkt: die Menschen vermissen es! Ein grosser Vorteil ist, dass die Hotels, Strände und Attraktionen wenig ausgelastet sind, also kann man diese doppelt geniessen.

Welchen Tipp würdest du Reisenden nach Mexiko mit auf den Weg geben?

Bitte halten Sie alle Hygiene-Regeln ein. Das ist das einzige, woran man sich effektiv halten muss. Denn sonst kann man momentan eigentlich problemlos nach Mexiko reisen. «Viva México!»

Mexiko Urs Bacsa

Urs Bacsa in Mexiko

Urs Bacsa stammt ursprünglich aus der Schweiz, wo er in Ebikon bei Luzern aufwuchs. Vor 26 Jahren ging er auf eine Reise nach Mexiko, von der er nicht mehr richtig zurückkehren sollte. Die Karibik, das Land und die Leute faszinierten ihn so sehr, dass er sich entschied, sich eine neue Heimat aufzubauen. Heute arbeitet er als General Manager im Mahekal Beach Resort an der Riviera Maya.

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