Eine Momentaufnahme aus Costa Rica

Blog-Beitrag von Franziska Domann, am 11.11.2020

Santa Teresa - Surfing Costa Rica

«Pura vida!» Das ist in Costa Rica der Spruch für alle Gelegenheiten – wörtlich übersetzt bedeutet es „reines Leben“. Gemeint ist: Geniess das Leben. Doch wie sieht es eigentlich aktuell vor Ort aus? Wir haben Mike, einen Schweizer Auswanderer, befragt. Er leitet mit seiner Familie das Drop In in Santa Teresa und berichtet uns mehr über die aktuelle Lage.

Wie erlebt ihr den Tourismus aktuell bei euch bzw. in Costa Rica?

Nach dem Lockdown besuchten uns vorwiegend lokale Gäste mit grösserer Nachfrage für Langzeitmieten (1 bis 3 Monate). Nachdem die Grenzen für alle geöffnet wurden, durften wir nun auch wieder vermehrt Gäste, mehrheitlich aus den USA, bei uns begrüssen. Auch die Anfragen für Weihnachten und das kommende Jahr ziehen wieder an. Der Tourismus leidet wie überall auf der Welt massiv. Leider gibt es in Costa Rica nur ein schwaches soziales Unterstützungsnetz, somit darf man vom Staat auch keine Unterstützung erwarten. Keine Reisenden, kein Geld, kein Job. That's it.

Wie empfindet ihr den Umgang mit den Massnahmen gegen Covid-19?

Costa Rica hat die Grenzen Mitte März komplett dicht gemacht, Reise- und Fahrrestriktionen eingeführt und das Land für zwei Monate in einen Lockdown versetzt. Hier wurde schon früh die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, das Desinfizieren der Hände sowie an vielen Orten der Schuhe eingeführt. Das Messen der Temperatur gilt auch als Standard. Die Ticos sind gewissenhaft und verstehen, was auf dem Spiel steht.

Wie hat sich euer Unternehmen der aktuellen Situation angepasst?

Im hausinternen Mikrokosmos wurden die Hygienemassnahmen entsprechend angepasst. Ausserdem konnten wir unsere Fixkosten minimieren, ohne Angestellte entlassen zu müssen. Zudem haben wir uns ein schnelleres Internet zugelegt, da in Zukunft die Tendenz für „Homeoffice on the beach“ steigen wird. Dies hat sich auch bereits durch Buchungen von Leuten, welche online arbeiten sehr bewährt.

Welche Chancen seht ihr für die Region mit Ausblick auf die Zukunft?

Wir sehen viele gute Chancen, speziell für unsere Region. Die kleine Beachtown hat ja schon immer eine bestimmte Zielgruppe von Reisenden angezogen. Natur und Strandliebhaber, Surfer, Yoginis: Einfach alle, die der schnelllebigen Konsumgesellschaft den Rücken kehren wollten, sei es kurz, mittel- oder längerfristig. Pura Vida, slow down, buy local, farm-to-table, usw. entspricht wahrscheinlich dem heutigen Zeitgeist. Auch, das all unsere Häuser mit Küche zum Selbstkochen und täglicher Reinigung voll ausgestattet sind. Darin sehen wir die Chancen.

Welchen Tipp würdet ihr Reisenden nach Costa Rica mit auf den Weg geben?

Nicht aus Eigeninteresse, sondern einfach aus Überzeugung finden wir, dass der Aufenthalt in Costa Rica aktuell lohnenswerter ist. Am besten sollten Reisende nur zwei bis drei ausgewählte Orte besuchen, diese richtig kennenlernen und herunterfahren. Das Abklappern der beliebtesten Hotspots passt irgendwie nicht mehr ganz in diese Zeit.

Der Vorteil ist im momentan klar, dass es weniger Touristen hat. Das Reisen ist sehr einfach und die Sicherheitsmassnahmen werden entsprechend umgesetzt. Aber klar, die Angst vor dem Virus steckt wohl in uns allen.

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Mike und Nicole vom Drop In Costa Rica

Mike, Nicole und ihre drei Kinder stammen ursprünglich aus Thun und haben sich im Jahr 2013 ihren langersehnten Traum vom einfachen Leben am Strand erfüllt. Sie vermieten in Santa Teresa verschiedene Häuser, welche insgesamt Platz für bis zu 25 Personen bieten. Sie haben ein eigenes Shala, beherbergen Yoga Retreats, Seminare für Teambildungswochen und vieles mehr.

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Drop In Costa Rica

Miethäuser im Paradies. Der perfekte Aufenthalt für Ihren erholsamen Dschungel- und Strandurlaub in Costa Rica. Holen Sie sich ein paar Wellen, genießen Sie den Strand oder machen Sie Yoga in einzigartiger Lage.

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