deutschfrançais
››Warenkorb

Scout24

Über uns


Der Weg als Ziel - oder die kurze Geschichte einer langen Reise

1970 bis 1990

Als Namen wie Kathmandu oder Goa Anfang der 70er Jahre ins öffentliche Bewusstsein drangen, da kamen die modernen Pioniere des Individualreisens, Hippies und Globetrotter, bereits von dort zurück. Die meisten reisten damals mit wenig Geld, dafür mit umso mehr Zeit. Reisen war für viele auch eine Suche nach neuen Werten. Einer der Ersten: Walter Kamm, späterer Globetrotter-Gründer.

Für die Migros-Klubschulen berichtete Walter Kamm 1974/75 in Diavorträgen über seine abenteuerlichen Reisen und Trekkings auf sieben Kontinenten. Er erkannte: «Die Leute kamen nicht nur wegen der Vorträge, sondern auch, um konkrete Reisetipps zu holen.» Denn Globetrotter wollten weiter in die Welt vordringen als nur bis aufs Badetuch am Strand in Italien, dem Traumziel des Mittelstandes der 60er Jahre.

Bis in die 70er Jahre waren Flüge teuer. Erst 1973, als sich der Wechselkurs des Dollars stark abschwächte, wurde das Reisen weltweit billiger. In dieser für die Reisebranche wichtigen Epoche gründete Walter Kamm den Globetrotter-Club, eine Informationsbörse für Reisefans. Und kurz darauf, 1976, öffnete sein Reiseservice «Globetrotter» die Tore. Oder genauer: die Kellertür.

In einem zum Reisebüro umfunktionierten Velokeller an der Mühlegasse in Zürich verkaufte der bärtige Weltenbummler nun Linienflugtickets! Dank seines Reise- und Flugwissens kaufte er billigst ein und gab konkurrenzlos günstig ab, inklusive Reisetipps. Walter verkaufte so genannte Graumarkttickets, die rund 30 bis 70 Prozent billiger waren als die offiziellen Tarife. Die etablierte Reisebranche hatte damals die Revolution im Flugtarifwesen nicht verstanden oder hatte Angst vor Veränderungen. Globetrotter hingegen gedieh: Die steigende Nachfrage förderte ein spontanes Wachstum, Filialen entstanden, die Angebotspaletten wurde breiter.

1990 bis heute

Anfang der 90er Jahre war es an der Zeit, auch im klassisch unternehmerischen Sinne eine Restrukturierung einzuläuten. Globetrotter war schlicht und einfach zu erfolgreich, zu gross geworden und damit reif für eine adäquate Firmenstruktur. Die operative Leitung ging etappenweise über in die Hände von Andy Keller und André Lüthi - heute führt André Lüthi das Unternehmen, Andy Keller hat die Chefredaktion des Globetrotter-Magazins übernommen.

Dass in der Folge das einstige, alternative «Birkenstock-Image» langsam aber sicher verblasste, ist die eine Seite. Entscheidender jedoch ist, dass der eigentliche Urgedanke des Unternehmens bei allen Anpassungen an die Moderne nie angetastet wurde. Und so beraten heute noch - und das erfolgreich wie nie - Welt-erfahrene Globetrotterinnen und Globetrotter eine reisefreudige Clientèle: kundennah, sympathisch und im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend kompetent.

›› top

Firmen Geschichte - Walter Kamm auf Pferd
Firmen Geschichte